Muckwar

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Koordinaten: 51° 41′ 5″ N, 14° 1′ 31″ O

Muckwar
Gemeinde Luckaitztal
Höhe: 84 m
Einwohner: 159 (31. Dez. 2001)
Eingemeindung: 31. März 2002
Postleitzahl: 03229
Vorwahl: 035434
Kriegerdenkmal

Muckwar (niedersorbisch Mukwaŕ) ist ein Ort im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Er gehört zur Gemeinde Luckaitztal im Amt Altdöbern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muckwar liegt in der Niederlausitz im Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Die westlich des Ortes liegende Teichlandschaft Buchwäldchen–Muckwar gehört seit dem 16. Januar 1997 zu den Naturschutzgebieten des Landes Brandenburg.

Nördlich von Muckwar befinden sich der Altdöberner Ortsteil Ranzow und der Ortsteil von Vetschau/Spreewald Ogrosen. Im Osten folgen weitere Ortsteile von Altdöbern Reddern und Peitzendorf. Im Süden und Südwesten liegt Schöllnitz mit seinen Ortslagen Rettchensdorf und Neudöbern. Schöllnitz ist ebenso wie das weiter im Westen folgende Gosda mit seinen Ortslagen Zwietow und Weißag, ein Ortsteil von Luckaitztal. Im Nordwesten liegt der Ortsteil Buchwäldchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Deutung des Ortsnamens gibt es zwei Varianten. Nach der einen soll sich der Name vom sorbischen Wort Mokwjahs ableiten und nasses Dorf bedeuten, da der Ort an einem Gewässer angelegt wurde. Die andere Variante führt den Namen auf die sorbischen muka für Mehl und waris für kochen zurück. Das Rittergut Muckwar entstand zwischen den Jahren 1000 und 1200. Im Jahr 1346 wurde das Dorf erstmals urkundlich als Mugkwa erwähnt. Zum Gutshof gehörten neben dem Gutshaus Nebengelasse wie Scheune, Ställe, Lehmhäuser der Tagelöhner. Heute wird das Gutshaus als Wohnhaus genutzt.

Im Ergebnis des Wiener Kongress kam Muckwar an das Königreich Preußen. Der Ort gehörte zum preußischen Landkreis Calau. Im Jahre 1877 leitete Rudolf Virchow Ausgrabungen an einem Findling. Dabei wurden Urnenscherben, gefunden, die sich im Museum für Frühgeschichte in Potsdam befinden. Mit seinen Ausgrabungen wollte Virchow beweisen, dass es sich bei dem Findling um einen Opferstein oder eine Kultstätte handelt. Einige Urnenscherben, die auf ein Begräbnis hinweisen, wurden dabei geborgen, die im Museum für Frühgeschichte in Potsdam aufbewahrt werden.

Das Gut Muckwar gehörte zu den Besitzungen des Heinrich Graf von Witzleben-Alt-Doebern. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Muckwar beim 1952 neugegründeten Kreis Calau. Am 31. März 2002 schloss sich Muckwar mit den Orten Buchwäldchen, Schöllnitz und Gosda zur Gemeinde Luckaitztal zusammen.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Muckwar von 1875 bis 2001 [2]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 172 1933 256 1964 211 1989 137 1993 153 1997 149 2001 159
1890 178 1939 245 1971 210 1990 143 1994 160 1998 155
1910 279 1946 293 1981 177 1991 152 1995 157 1999 160
1925 295 1950 305 1985 155 1992 155 1996 151 2000 164

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Auf dem Weg nach Neudöbern befindet sich der Opferstein, der auch Luttchenstein genannt wird. Der Stein hat ein Volumen von 4,5 Kubikmetern. Es wird vermutet, dass er teilzerstört wurde, da er kaum gerundete Formen und Bohrlöcher aufweist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich des Ortes verläuft die Bundesautobahn 13.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  2. Statistik Brandenburg (PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Muckwar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien