Opernfestspiele Heidenheim

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Die Opernfestspiele Heidenheim werden seit 1977 in Heidenheim an der Brenz veranstaltet. Die Veranstaltungen finden in der unüberdachten Ruine des Rittersaals von Schloss Hellenstein (bzw. im Congress Centrum Heidenheim bei kühler Witterung) und im Konzerthaus Heidenheim statt.

Burgruine „Schloss Hellenstein“ in Heidenheim. Hier: Rittersaal südliche Außenansicht
Ausweichstandort Congress Centrum
Konzerthaus Heidenheim

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Mittelalter sollen im Hof von Schloss Hellenstein Minnesänger musiziert haben. Im Jahre 1964 besann man sich dieser Sangestradition. Der damalige Musikdirektor Helmut Weigel organisierte auf privater Basis erste Schloss-Serenaden. Diese wurden im sogenannten Rittersaal der offenen Burgruine aufgeführt. Bereits fünf Jahre später wurde das Repertoire durch kleinere Spielopern (von Pergolesi, Haydn und Mozart) erweitert.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 1970er Jahre übernahm die Stadt Heidenheim die Trägerschaft der Schloss-Serenaden. 1977 stand erstmals eine größere Operninszenierung auf dem Programm: Die Entführung aus dem Serail. Von 1985 bis 2009 war Marco-Maria Canonica der künstlerische Leiter der Opernfestspiele Heidenheim. Genannter legte den Schwerpunkt ganz auf die Oper. Als Kulisse dient das malerische Gemäuer der Rittersaal-Ruine. Seit 1988 trägt das Musikereignis offiziell den Namen Opernfestspiele Heidenheim. Neben den Opernaufführungen werden während der Festspielzeit noch Gala-Abende, Open-Air-Konzerte und andere musikalische Events in der Stadt durchgeführt. Die Nachfolge von Canonica trat 2009 der in Heidenheim geborene Dirigent Marcus R. Bosch an.

Bekannte Solisten und Solistinnen traten bisher bei den Opernfestspiele Heidenheim auf, darunter: Anna Maria Kaufmann, Karl-Friedrich Dürr, Clemens Unterreiner, Matias Tosi-Socolov, Amanda Mace, Marcela de Loa, Katerina Sokolová-Rauer, Wendy Waller, Emilio Ruggerio, Angela Rudolf, Lee Kwang-Keun, Melba Ramos, Brigitte Wohlfarth. Renommierte Regisseure zeichneten für die Operninszenierungen verantwortlich wie beispielsweise Nicolas Trees, Bruno Berger-Gorski, Gilles Gubelmann, Patrick Bialdyga und Philipp Harnoncourt.

Von 1985 bis 2012 waren die Nürnberger Symphoniker das Festspielorchester der Opernfestspiele Heidenheim. Seit 2013 wird diese Funktion von den Stuttgarter Philharmonikern übernommen.

Am 27. Januar 2006, dem 250. Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts, wurde die Junge Oper Heidenheim ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Jugendliche und Kinder für das Musiktheater zu begeistern, junge Opernsolisten zu fördern und allgemein die Palette der Kulturangebote für junge Menschen in der Region Heidenheim zu erweitern. Vorstellungen der Jungen Oper Heidenheim finden alljährlich in einem Zelt im Schlosspark von Heidenheim statt.

Im Jahr 2010 wurde für die Heidenheimer Opernfestspiele, als erstem Festival in Deutschland, ein Social Media-Konzept umgesetzt. Die „Opernwerkstatt“ berichtet dafür rund um Vorkommnisse, die eher im Hintergrund und Drumherum der Opernfestspiele stattfinden.

Operninszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühnenbild zu Turandot, Opernfestspiele 2013
Bühnenbild zu Bajazzo, Opernfestspiele 2014
Bühnenbild zu Macbeth, Opernfestspiele 2015
Bühnenbild zu La Bohème, Opernfestspiele 2016
Bühnenbild zu Der fliegende Holländer, Opernfestspiele 2017. In dieser Saison wurde die Oper am letzten Tag zum ersten Mal auf der Freilichtbühne gespielt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 40′ 32,4″ N, 10° 8′ 55,6″ O