Opernturm

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Opernturm
Opernturm
Opernturm (August 2010)
Basisdaten
Ort: Bockenheimer Landstraße 2–4, Frankfurt-Westend-Süd
Bauzeit: Anfang 2007–Frühjahr 2010
Baustil: Modern
Architekt: Christoph Mäckler
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürohochhaus
Eigentümer: Joint Venture zwischen der Government of Singapore Investment Corporation und einem institutionellen Fonds
Hauptmieter: UBS
Bauherr: Tishman Speyer Properties
Technische Daten
Höhe: 170,0[1] m
Etagen: 42 Obergeschosse
Aufzüge: 16 [2]
Nutzfläche: 62.500
Höhenvergleich
Frankfurt am Main: 8. (Liste)
Deutschland: 8. (Liste)
Europa: 49. (Liste)
Anschrift
Stadt: Frankfurt am Main
Land: Deutschland

Der Opernturm (Eigenschreibweise: OpernTurm) ist ein Wolkenkratzer in Frankfurt am Main. Der Turm steht im Stadtteil Westend-Süd gegenüber der Alten Oper an der Ecke Bockenheimer Landstraße und Reuterweg. Architekt des Hochhauses ist der Frankfurter Professor Christoph Mäckler, Projektentwickler ist das US-amerikanische Unternehmen Tishman Speyer Properties, das in Deutschland bereits das Sony Center in Berlin und den Frankfurter Messeturm gebaut hat und Eigentümer des Aculeums ist. Hauptmieter des Opernturms ist die UBS Deutschland AG, die 28.000 m² Bürofläche angemietet und hier Anfang 2010 ihre neue Deutschlandzentrale bezogen hat. Ende 2010 wurde der Opernturm für rund 550 Mio. Euro von einem Joint Venture zwischen der Government of Singapore Investment Corporation und einem institutionellen Fonds gekauft.[3]

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Opernturm besteht aus einem Hochhaus mit 170 m Höhe[4] und 42 Stockwerken. Er wird durch eine 18 m hohe Lobby erschlossen. Zum Opernplatz rundet ein Podiumgebäude mit sieben Stockwerken das Gesamtensemble ab. Durch eine einheitliche gelbbeige Steinverkleidung der Hausfassaden fügt es sich harmonisch in die bestehenden Gebäude rund um den Opernplatz ein. Der Opernturm wird 23 Prozent weniger Energie verbrauchen als von der Energiesparverordnung EnEV 2007 gefordert. Nach der Fertigstellung wird er als eines der ersten Bürohäuser in Europa mit dem Umweltstandard LEED-Gold (Leadership in Energy and Environmental Design) zertifiziert werden. LEED definiert Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen.[5]

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Opernturm mit Sockel (September 2010)

Dort, wo heute der Opernturm aufragt, stand bis zum Jahr 2002 das 1960 errichtete Zürich-Haus. Der 68 Meter hohe denkmalgeschützte Turm war eines der ersten Hochhäuser in Frankfurt. 1998 ließ die Zürich-Versicherung, die Eigentümerin des Grundstücks, vom Architekturbüro Christoph Mäckler einen Entwurf für einen 22 m höheren Neubau erarbeiten. Um eine möglichst hohe Flächenausnutzung zu erzielen, wurde das Gebäude sehr breit und erschien gedrungen. Die Zürich-Versicherung schlug der Stadt daraufhin vor, das neue Hochhaus 160 Meter hoch zu bauen, dafür jedoch durch den Abbruch weiterer Gebäude auf ihrem Grundstück den angrenzenden Rothschildpark bis zur Bockenheimer Landstraße zu erweitern. Nach langen politischen Kontroversen und dem persönlichen Einsatz Christoph Mäcklers stimmte die Stadt dem Vorschlag zu. 2002 wurden das Zürich-Haus sowie alle weiteren Gebäude auf dem Grundstück abgerissen. Als die Zürich-Versicherung aufgrund eigener wirtschaftlicher Probleme den Neubau nicht beginnen wollte, verkaufte sie die Brachfläche im Juli 2004 an den Projektentwickler Tishman Speyer.

Ende 2006 begann der Tiefbau mit dem Abriss der ehemaligen Tiefgarage des Zürich-Hochhauses. Der erste Spatenstich für den Bau des Opernturms erfolgte am 22. Januar 2007, die Grundsteinlegung war am 4. September 2007. Ende 2008 war der Rohbau des Opernturms fertig, am 6. Februar 2009 wurde das Richtfest gefeiert.

Eingangshalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Opernturm und Alte Oper am Opernplatz

Im Foyer des Opernturms hängt eine aus gebrauchtem Segeltuch gefertigte 12 Meter hohe und dreizehn Meter breite Leinwand. Das Gemälde mit dem Titel Ahab wurde von dem New Yorker Künstler Julian Schnabel angefertigt und zeigt einen blutbefleckten schwarzen Wal und einen stilisierten weißen Schwan. Sie stellen so eine Umkehrung der Fachausdrücke aus den Finanzwelt weißer Wal und schwarzer Schwan dar.

Mieter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2009 zog mit dem Warenhaus Manufactum der erste Mieter in das Podiumgebäude des Opernturms. Weitere Mietverträge wurden mit den Anwaltskanzleien Morgan Lewis & Bockius LLP, Ashurst LLP, Allen & Overy LLP sowie BlackRock Deutschland, K&L Gates, Cerberus Deutschland, Roland Berger Strategy Consultants und der Excellent Business Centers GmbH geschlossen, sodass – inklusive des Hauptmieters UBS – der Opernturm zu 85 Prozent vermietet ist. Die Mieterausbauplanung wird durch das Frankfurter Architekturbüro MOW Generalplanung erstellt, das auch bereits mit der Ausführungsplanung der Architektur betraut war.

Der vergrößerte Rothschildpark, Ansicht von der Bockenheimer Landstraße. Rechts der Park Tower und der Opernturm.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der angrenzende Rothschildpark wurde um 5.500 m² vergrößert und im Stil eines englischen Gartens neu gestaltet. Zwei neu geschaffene Zugänge verbinden den Rothschildpark mit dem Opernplatz.

Der Opernturm gehört neben dem Frankfurter Messeturm und dem Squaire zu den drei Gebäuden in Frankfurt mit einer eigenen Postleitzahl (60306).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Opernturm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

(Alle abgerufen am 31. Dezember 2010)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Opernturm bei CTBUH
  2. Opernturm auf Emporis
  3. Anke Pipke: Frankfurter Opernturm für 550 Mio. Euro verkauft, in: Immobilien-Zeitung online vom 20. Dezember 2010, abgerufen am 1. Februar 2011
  4. Ed. Züblin AG, Webseite zum Opernturm
  5. Planen und Bauen in Frankfurt am Main, Ausgabe Nr. 31, Mai 2009 (PDF; 4,0 MB)

Koordinaten: 50° 6′ 58″ N, 8° 40′ 13″ O