Oqaatsut

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Oqaatsut (die Kormorane)

Oĸaitsut (Alte Rechtschreibung)
Rodebay.jpg
Kommune Qaasuitsup Kommunia
Geographische Lage 69° 19′ 53″ N, 50° 57′ 46″ WKoordinaten: 69° 19′ 53″ N, 50° 57′ 46″ W
Oqaatsut (Grönland)
Oqaatsut
Höhe m
Einwohner 37 (1. Januar 2017)
Zeitzone UTC-3
Besonderheiten preisgekröntes WWF-Pilotprojekt

Oqaatsut [ˌɔqaːtˈsut] (nach alter Rechtschreibung Oĸaitsut) ist eine grönländische Siedlung mit 37 Einwohnern (2017)[1], die 18 km nördlich von Ilulissat liegt.

Der alte Name Rodebay („Rote Bucht“) geht auf die holländischen Walfänger zurück, die sich zu dieser Bezeichnung von der Färbung des Wassers nach erfolgreichem Walfang inspirieren ließen. Der grönländische Name „Oqaatsut“ bedeutet "die Kormorane" und deutet auf die steile Felswand an der Hafeneinfahrt hin, wo sich diese Vögel einst zu Hunderten aufhielten.

Abgesehen von dem Tourismus im Ort besteht der Haupterwerb in Rodebay aus Jagd und Fischerei und Walfang. Eine der Spezialitäten des Ortes ist der Trockenfisch – hergestellt entweder aus Heilbutt oder aus Dorsch. Von allen Ansiedlungen in der gesamten Diskobucht ist Rodebay die kleinste. In Oqaatsut gibt es keine Straßen und keine Autos.

In Rodebay betrieb das deutsche Ehepaar Uta und Ingo Wolff aus Berga/Thüringen bis 2014 das einzige Gasthaus des Ortes, H8 genannt.

Von Rodebay kann man eine schöne Wandertour zur Bredebugt unternehmen. Die Umgebung ist ein Gebiet für erlebnisreiche Wanderungen in der arktischen Natur.

Rodebay ist ein preisgekröntes WWF-Pilotprojekt für Tourismus und Naturschutz in der Arktis.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen 2017 bei der grönländischen Statistikbehörde