Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

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Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft wurde 1952 gegründet und fungiert als Gemeinschaftsorgan der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zur Interessenvertretung deutscher Unternehmen in Osteuropa. Der Ost-Ausschuss hat seinen Sitz in Berlin.

Logo des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft

Aufgabe und Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausschuss unterstützt deutsche Unternehmen bei ihren Engagements in Osteuropa. Er fungiert als Ansprechpartner für Unternehmen und lokale Behörden, außerdem versteht er sich als Vermittler zwischen Wirtschaft und Politik. Ziel ist die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zu diesen Ländern. Vertreter des Ausschusses nehmen an Veranstaltungen zum Thema Osteuropa teil oder organisieren diese selbst.

Die Arbeit des Ausschusses ist in neun Länderkreisen (Russland, Ukraine, Weißrussland, Zentralasien, kaukasische Republiken, Moldau, Albanien, Kosovo, Südosteuropa) und drei Arbeitskreisen (allgemeine Finanzierungs-, Beratungs- und Vertragsfragen, Informationstechnologie/Telekommunikation, Agrarwirtschaft) organisiert.

Zehnmal jährlich erscheint die Zeitschrift Ost-Ausschuss Informationen, als Teil des Wirtschaftsmagazins Ost-West-Contact; darüber hinaus werden weitere Publikationen zur Wirtschaftslage in den Zielländern veröffentlicht. Zusammen mit der Bank Unicredit und dem Land Berlin veranstaltet der Ost-Ausschuss das jährlich stattfindende east forum Berlin.[1] Der Ausschuss arbeitet in den Bereichen Energieeffizienz und nachhaltige Stadtentwicklung auch mit kommunalen Partnern zusammen. Beispielhaft dafür steht die 2013 abgeschlossene Energieeffizienzpartnerschaft zwischen der deutschen Stadt Delitzsch und der ukrainischen Stadt Schowkwa.[2]

Trägerverbände und Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausschuss wird gemeinschaftlich von den folgenden Organisationen unterhalten:

130 Unternehmen sind Mitglieder des Ausschusses (Stand 2010).

Organe und Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausschuss wird von einem Vorstand geleitet. Seit 1. Januar 2016 ist Wolfgang Büchele Vorstandsvorsitzender. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender ist Klaus Schäfer (Uniper SE). Weitere Mitglieder sind Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Markus Kerber (Bundesverband der Deutschen Industrie), Burkhard Dahmen (SMS GmbH), Harald Schwager (BASF), Cathrina Claas-Mühlhäuser (Claas) und Siegfried Russwurm (Siemens).[3]

Frühere Vorstandsvorsitzende waren Hans Reuter (1952–1955), Otto Wolff von Amerongen (1955–2000) Klaus Mangold (2000–2010) und Eckhard Cordes (2010–2015).

Der Vorstand bildet zusammen mit den Sprechern der 13 Länder- und Arbeitskreise sowie zehn weiteren Personen das Präsidium des Ost-Ausschusses. Wichtigstes Beschlussfassungsorgan ist die jährliche Hauptversammlung der Mitglieder des Ausschusses.

Geschäftsführer ist seit dem 1. April 2016 Michael Harms.

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Ost-Ausschuss fungiert heute als anerkanntes Sprachrohr der deutschen Wirtschaft in Osteuropa.“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sven Jüngerkes: Diplomaten der Wirtschaft. Die Geschichte des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Osnabrück 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auftaktveranstaltung zum east forum Berlin am 17. und 18. April 2013. In: Magazin.Am-Finanzplatz.de. 17. April 2013. Abgerufen am 6. November 2013.
  2. Manfred Wilde: Nachhaltige kommunalpolitische Handlungsstrategie, in: Manfred Wilde (Hrsg.): Die nachhaltige Stadt. Zukunftssicherndes kommunales Ressourcenmanagement. De Gruyter Oldenbourg, München 2014. ISBN 978-3-11-035405-8, e-ISBN 978-3-11-035404-1
  3. http://www.ost-ausschuss.de/vorstand