WILO

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Wilo SE

Rechtsform Societas Europaea
Gründung 1872[1]
Sitz Dortmund, Deutschland Deutschland
Leitung Vorstand:
  • Georg Weber
  • Mathias Weyers
  • Patrick Niehr
Mitarbeiterzahl 7749 (2019)[2]
Umsatz 1,478 Mrd. EUR (2019)
Branche Maschinenbau
Website www.wilo.com

Die Wilo SE ist ein Maschinenbauunternehmen mit Konzernsitz in Dortmund, das vor allem Pumpensysteme für Anwendungen in der Gebäudetechnik, der Wasserwirtschaft, der Industrie und der Erstausrüsterbranche entwickelt und produziert. Der Firmenname ist aus den Initialen des Begründers Wilhelm Opländer (1901–1984) abgeleitet. Das ursprünglich 1872 von Casper Ludwig Opländer (1845–1891) gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 7750 Mitarbeiter, davon über 2600 Mitarbeiter in Deutschland, verteilt auf die Standorte Oschersleben, Hof und Dortmund.[3] Weiter unterhält Wilo weltweit 15 Hauptproduktionsstandorte und ist mit über 70 Produktions- und Vertriebsgesellschaften in mehr als 90 Ländern weltweit vertreten.

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Wilo SE einen Umsatz von 1,478 Milliarden Euro und beschäftigt gegenwärtig weltweit 7749 Mitarbeiter.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1872 als Kupfer- und Messingwarenfabrik Louis Opländer Maschinenbau gegründet, belieferte man Unternehmen der Getränkeindustrie mit Destillieranlagen. Zugleich entwickelte sich das Unternehmen zum Spezialisten im Zentralheizungsbau und zu einem Pionier der Pumpentechnologie für Zentralheizungen.[5] Ende der 1920er Jahre hatte sich Wilhelm Opländer mit Umwälzpumpen beschäftigt.[6] 1928 entwickelte Wilo die erste Heizungspumpe der Welt.[7] Im Dezember 1933 wurde Wilhelm Opländer das Patent auf den Umlaufbeschleuniger für Warmwasserheizungsanlagen[8] erteilt, 1949 erfand er den Spaltmotor mit einer Metallfolie,[9] mit dem die Stopfbuchse entfiel. 2001 brachte die Firma die erste Hocheffizienzpumpe der Welt auf den Markt, 2009 das erste dezentrale Pumpensystem. Sie stellt auch Pumpen für Kraftwerke her, die etwa bis zu 15 Meter groß sind.[7]

Internationalisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Expansion der Vertriebsaktivitäten nach Belgien begann 1967 die Internationalisierung des Unternehmens. Es wurden Tochterfirmen in Frankreich, Großbritannien und Italien gegründet. 1973 wurde die schweizerische EMB Pumpen AG (seit 2016 Wilo Schweiz AG) übernommen. In Frankreich wurden 1984 Salmson und 1988 Drouard (beide seit 2018 Wilo Salmson France[10]) mit Sitz in Aubigny-sur-Nère bzw. Laval übernommen. 2000 wurde mit der Gründung der Tochterfirma Wilo-LG Pumps Ltd. in Südkorea der Grundstein für die Erschließung des asiatischen Marktes gelegt. 2003 wurde mit der Übernahme der EMU Gruppe aus Hof (Saale) das Produktprogramm um Unterwasserpumpen erweitert. Die börsennotierten Unternehmen Mather & Platt Pumps Ltd. und Mather & Platt Fire Systems Ltd. mit Sitz im indischen Pune wurden 2005 übernommen, 2006 die britische Circulating Pumps Ltd. aus Kings Lynn in Norfolk.

2008 folgte der Firmierungswechsel von Wilo AG in Wilo SE.

Auf dem US-amerikanischen Markt wurden 2017 die Pumpenhersteller Weil Pump Company, Inc. und Scot Pump Company sowie 2019 das operative Geschäft der American-Marsh Pumps LCC übernommen.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: WILO – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Wilo Gruppe
  2. Wilo Geschäftsbericht 2019
  3. Kennzahlen der Wilo Gruppe
  4. Daten & Fakten zur Wilo-Gruppe
  5. Louis Opländer (Memento vom 14. August 2011 im Internet Archive), abgerufen am 24. Mai 2012
  6. Umwälzpumpen: Vom Energieverschwender zum vorbildlichen Stromsparer (PDF, 169 kB) In: ikz-praxis 1/2008
  7. a b Regine Palm: Hidden Champion Wilo: Von Pumpen und Pionieren. In: handelsblatt.com. 16. September 2014, abgerufen am 12. Januar 2022.
  8. Patentnr. 589853
  9. Patentnr. 540139
  10. Aus Salmson wird Wilo
  11. Wilo Gruppe erwirbt US-Pumpenhersteller American-Marsh Pumps

Koordinaten: 51° 28′ 54″ N, 7° 28′ 55″ O