Otto Froitzheim

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Otto Froitzheim (links), zusammen mit René Lacoste, 1929 bei einem Match in Berlin

Otto Froitzheim (* 24. April 1884 in Straßburg; † 27. Oktober 1962 in Aachen) war ein deutscher Tennisspieler und Verwaltungsjurist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Froitzheim wurde 1884 als Sohn des katholischen Oberlehrers Dr. Johannes Froitzheim und dessen katholischer Ehefrau Katharina Froitzheim (geborene Funck) in Straßburg geboren.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Froitzheim studierte Jura. Während des Studiums schloss er sich 1904 dem Corps Teutonia Bonn an.[1] 1905 wurde er elsass-lothringischer Gerichtsreferendar. Seine weiteren Stationen waren Berlin, Dortmund, Saargemünd, 1918 war er im Regierungspräsidium Unterelsaß beschäftigt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war er bei den Polizeipräsidien in Berlin, Köln und Wiesbaden eingesetzt und war Anfang 1933 Vizepräsident in Merseburg, danach bis 1939 in Aachen. Die weiteren Tätigkeiten sind nicht bekannt. 1924 war er kurz mit Leni Riefenstahl verlobt.[2]

Tennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Froitzheim

Er war Anfang des 20. Jahrhunderts der beste deutsche Tennisspieler und gewann zwischen 1907 und 1925 sieben Mal den Titel bei den internationalen deutschen Tennismeisterschaften. Außerdem gewann er 1908 die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen und wurde 1912 Weltmeister auf den Hartplätzen.

Im Jahr 1914 war er in New York Mitglied der deutschen Mannschaft im Davis Cup gegen die Mannschaft der USA und dem gemischten Team aus Australien und Neuseeland. Denkwürdig war das Spiel gegen die Australier und Neuseeländer (mit Anthony Wilding), denn nur wenige Stunden, nachdem die deutsche Mannschaft die Partie verlor, brach der Erste Weltkrieg aus. Auf der Rückfahrt mit einem italienischen Schiff nach Genua wurde dieses von einer britischen Patrouille gestoppt. Froitzheim und Oscar Kreuzer wurden als Kriegsgefangene festgenommen und verbrachten den Ersten Weltkrieg in einem Gefangenenlager in England.[3]

In den 20er Jahren spielte er für den TC Palmengarten in Frankfurt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1960, 15, 352
  2. [1]
  3. "Tennis Men interned", New York Times vom 14. Februar 1915. Abgerufen am 30. Juli 2012.