Otto Kindt

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St.-Thomas-Kirche in Hamburg-Rothenburgsort
Kapernaumkirche in Hamburg-Horn

Otto Kindt (* 7. Mai 1909 in Paderborn; † 12. Juli 2006 in Hamburg)[1] war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Kindt studierte von 1928 bis 1933 an den Technischen Hochschulen in Darmstadt und Berlin. Nach Tätigkeiten in Architekturbüros studierte er von 1935 bis 1938 bei Heinrich Tessenow Architektur und wurde dessen Assistent. Er wurde 1940 zum Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.) promoviert. Von 1939 bis 1945 leistete er den Militärdienst. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Kindt nach Hamburg und leitete bis 1975 ein Architekturbüro.

Nach Entwürfen Kindts entstanden der Soldatenfriedhof in Helsinki-Honkanummi (Einweihung am 30. August 1963), der Soldatenfriedhof in Rovaniemi-Norvajärvi (Einweihung am 31. August 1963) und der Soldatenfriedhof in Bastia (Einweihung am 6. August 1975).

Im Jahr 1975 erhielt Otto Kindt die Heinrich-Tessenow-Medaille.

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zweispänner. Grundrissentwicklungen beim Mehrwohnungshaus. Bauweltverlag der Ullstein AG, Berlin 1952.
  • Das Einwohnungs-Reihenhaus. Ergebnis einer Befragung. Vermessungsamt Hamburg, Hamburg 1957. (= Schriften zum Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen, Heft 25.)
  • Das wohnliche Haus. Ullstein Fachverlag, Berlin 1957.
  • mit Hans Hasche: Ausstellung und Katalog-Zusammenstellung zur Heinrich–Tessenow–Ausstellung 1957.
  • Einfamilien-Reihenhäuser. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1961.
  • als Herausgeber: Heinrich Tessenow. Geschriebenes, Gedanken eines Baumeisters. Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1982.
  • als Herausgeber: Heinrich Tessenow. Ich verfolgte bestimmte Gedanken... Dorf, Stadt, Großstadt – was nun?. Thomas Helms Verlag Schwerin 1996.
  • als Herausgeber: Heinrich Tessenow. Nachdenkliches. Thomas Helms Verlag Schwerin 2000.
  • Heinrich Tessenow und seine Zeit. Nach dem von ihm Geschriebenen, den Büchern und nachgelassenen Schriften. Thomas Helms Verlag Schwerin 2005.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karin Berkemann: „Baukunst von morgen!“ Hamburgs Kirchen der Nachkriegszeit. Hrsg.: Denkmalschutzamt Hamburg. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937904-60-3, S. 71.
  • Ralf Lange: Hamburg. Wiederaufbau und Neuplanung 1943–1963. Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus 1994, ISBN 3-7845-4610-2. (darin Kurzbiografie)
  • Architekten und Ingenieurverein Hamburg: Hamburg und seine Bauten 1954–1968. Hammonia-Verlag, Hamburg 1969.
  • Heinrich-Tessenow-Gesellschaft: Die Preisträger der Heinrich-Tessenow-Medaille 1963–2001. Eigenverlag 2001, ISBN 3-00-0105069. (darin Entwurfsprinzipien und Liste von Bauten)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otto Kindt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Kick – Kiwit, zuletzt abgerufen am 16. September 2014
  2. Neuengoers Kirchenkreis Plön-Segeberg, abgerufen am 6. Oktober 2015
  3. Karin Berkemann: "Baukunst von morgen!" Hamburgs Kirchen der Nachkriegszeit. Hrsg.: Denkmalschutzamt Hamburg. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937904-60-3, S. 71.