Bastia

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Bastia
Wappen von Bastia
Bastia (Frankreich)
Bastia
Region Korsika
Département Haute-Corse (Präfektur)
Arrondissement Bastia
Kanton Chef-lieu von 6 Kantonen
Gemeindeverband Communauté d’agglomération de Bastia
Koordinaten 42° 42′ N, 9° 27′ OKoordinaten: 42° 42′ N, 9° 27′ O
Höhe 0–963 m
Fläche 19,38 km2
Einwohner 43.331 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 2.236 Einw./km2
Postleitzahl 20200
INSEE-Code
Website www.bastia.fr

Der alte Hafen von Bastia

Bastia (vom italienischen Bastiglia für Zitadelle) ist eine französische Gemeinde und Hafenstadt im Nordosten Korsikas mit 43.331 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014). Die Stadt ist Hauptstadt des Départements Haute-Corse und sowohl der wichtigste Hafen als auch das wirtschaftliche Zentrum der Insel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 14. Jahrhundert baute die Republik Genua eine Befestigungsanlage. Vom italienischen Namen bastiglia leitet sich der Name Bastia ab. Eine Erwähnung Bastias findet sich im 16. Jahrhundert in der Beschreibung Dialogo nominato Corsica von Monseigneur Agostino Giustinianis, Bischof von Nebbio. Zwischen dem 4. April und dem 19. Mai 1794 wurde Bastia belagert. Briten und Franzosen kämpften dabei um die Herrschaft Korsikas. An der Schlacht waren Lacombe St Michel, Sir David Dundas, Abraham D'Aubant, Lord Hood und Horatio Nelson beteiligt. Der britisch-korsische Sieg führte zur Gründung des kurzlebigen Anglo-korsischen Königreiches (1794–1796). Während diesen zwei Jahren war Bastia auch für kurze Zeit Hauptstadt (neben Corte).

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm von Bastia

Bastia liegt am Fuße des Pigno-Massivs. Im Norden der Stadt beginnt das Cap Corse. Vom neuen Hafen (Nouveau Port) durch den Straßentunnel nach Süden gelangt man zu den südlichen Industriegebieten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das touristische Zentrum der Stadt ist der alte Hafen (Port de Plaisance), der jetzt als Marina genutzt wird, sowie die palmenbestandene Place Saint-Nicolas, die von zahlreichen Restaurants und Cafés gesäumt wird.

An diesen schließt sich die Altstadt (Terra Vecchia) mit ihren engen Gassen an. Mitten in der Altstadt liegt die Place du Marché mit der Barockkirche Saint-Jean-Baptiste und dahinter das alte Rathaus. Weitere bekannte Gebäude sind unter anderem die Oper, die Kapelle Saint-Roche und die Zitadelle mit dem Gouverneurspalast.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das wirtschaftliche Herz der Stadt ist der Seehafen, in dem auch die vielen Autofähren anlegen. Es gibt Fährverbindungen nach Frankreich (Nizza, Toulon, Marseille) und Italien (Genua, Livorno und Savona). Weiterhin wird der Hafen für die Warenverschiffung verwendet.

Die Stadt ist Ausgangspunkt der Korsischen Eisenbahn nach Ajaccio und Calvi. Der Flughafen Bastia liegt ca. 20 km südlich.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bastia ist die Heimat des SC Bastia, der im Stade Armand Cesari antritt. Seine größten Erfolge waren der dritte Platz in der Französischen Meisterschaft 1976/77, Pokalsieger 1981, Intertotopokalsieger 1997 und Finalist im UEFA-Pokal 1978.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bastia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien