Otto S. Wolfbeis

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Otto S. Wolfbeis (* 18. Juli 1947 in Graz) war Professor für Analytische Chemie und Grenzflächenchemie an der Universität Regensburg.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfbeis studierte Chemie an der Universität Graz und promovierte 1972 im Fach Organische Chemie. Anschließend war er postdoktoraler Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Strahlenchemie in Mülheim bei Koerner von Gustorf. Ab 1974 war er Assistent am Institut für Organische Chemie der Universität Graz. Nach einem weiteren Aufenthalt als Gastwissenschaftler an der Technischen Universität Berlin bei Ernst Lippert (1978) habilitierte es sich im Jahr 1979 mit einer Arbeit über Synthesen und spektroskopische Eigenschaften von Laserfarbstoffen und fluoreszierenden Indikatoren. Er war anschließend Gastprofessor an der Tufts University (Boston, 1986), Hebräischen Universität Jerusalem (1995) und Wuhan University (China, 1997). Von 1991 bis 1994 war er Gründungsdirektor des Instituts für optische Sensorik an der Forschungsgesellschaft Joanneum in Graz, das später Teil des Instituts für Oberflächentechnologien und Photonik wurde. Im Jahr 1994 erhielt er Rufe an die Universitäten Paderborn und Regensburg und nahm letzteren an. Ab 1995 baute er als Direktor das bestehende Institut für Physikalische Chemie in ein Institut für Analytische Chemie, Chemo- & Biosensorik um.[1]

Wissenschaftliche Tätigkeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfbeis war an der Universität Regensburg u. a. mehrfach Mitglied im Senat der Universität und Leiter des Laboratoriums für Umweltradioaktivität (1998–2012). Er war außerdem Dekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie (2000–2002) und Prorektor (2002–2004) sowie Regensburger Vertreter bei der Bayerischen Eliteakademie (2004–2008). Er initiierte die Gründung der Fraunhofer-Gruppe für Optische Sensorik in Regensburg (heute Teil der Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien in München).

Wolfbeis war u. a. Gründer der Konferenzserie Methods & Applications in Fluorescence (MAF, 1989). Im Jahr 1992 organisierte er die erste Europtrode-Konferenz, die optische Methoden der Chemo- und Biosensorik behandelt. Er war Chairman der Konferenzserie Permanent Steering Committees (1991–2009) und 1996 Mitbegründer des ASCOS-Kurs (Advanced Study Course on Optical Sensors).

Wolfbeis veröffentlichte über 500 Publikationen in Peer-referierten Journalen[2] und ist Erfinder von rund 40 Patenten.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fiber Optic Chemical Sensors and Biosensors. 2 Bände. CRC Press, Boca Raton FL u. a. 1991, ISBN 0-8493-5508-7 (Bd. 1), ISBN 0-8493-5509-5 (Bd. 2).
  • 2000–2008: Springer Series on Fluorescence. Springer, Berlin. ISSN 1617-1306.
  • 2002–2007: Springer Series on Chemical Sensors and Biosensors. Springer, Berlin. ISSN 1612-7617.
  • 2002–2020: der Microchimica Acta (Springer-Nature; Heidelberg-Berlin). ISSN 0026-3672 (gedruckt); ISSN 1436-5073 (digital)
  • 2012–2019: (zusammen mit David Birch und Yves Mely) Journal Methods and Applications in Fluorescence (Institute of Physics; London). ISSN 2050-6120 (digital)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Institute of Analytical Chemistry, Chemo- and Biosensors, University of Regensbug. Abgerufen am 16. Mai 2019.
  2. Universität Regensburg: List of Major Publications (with Abstracts) Otto S. Wolfbeis. Abgerufen am 16. Mai 2019.
  3. The František Křižík Honorary Medal for Merit in the Technical Sciences and for the Implementation of Results of Scientific Research - Akademie věd České republiky. Abgerufen am 16. Mai 2019.