Otto von Etzel

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Otto Franz Hermann Karl von Etzel (* 17. Mai 1860 in Naumburg; † 19. Dezember 1934)[1][2] war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant sowie Militärattaché.

Leben[Bearbeiten]

Otto war der Sohn von Hermann von Etzel (1812–1883) und dessen Ehefrau Gattin Augusta, geborene Koch (1833–1875). Sein Bruder war der spätere General der Kavallerie Günther von Etzel.

Etzel trat um 1880 in die Preußische Armee ein. Als Protegé des Generalstabschef wurde er 1902 als Majors Militärattaché an die deutsche Botschaft in Washington D.C. entsandt, wo ihm die Pflege der militärpolitischen Beziehungen des Deutschen Reiches zu den Vereinigten Staaten oblag.[3] Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gehörte er erneut dem Großen Generalstab an.

Während des Ersten Weltkriegs kommandierte er ab 28. August 1916 die 206. Division an der Westfront, die zunächst an der Yser-Front in Flandern, dann an der Somme eigesetzt wurde. Im April 1917 kämpften seine Truppen im Rahmen der 7. Armee in der Zweiten Aisneschlacht. Im März 1918 nahm Etzels Division während der Frühjahrsoffensive im Rahmen des XXV. Reserve-Korps an der Durchbruchschlacht bei St. Quentin teil. Im Juni standen seine Truppen für den Gneisenau-Angriff als Reserve der 18. Armee im Raum Tergnier zum Vorgehen an die Matz bereit. Als Generalleutnant wurde Etzel 1919 in den Ruhestand versetzt.

Aus seiner am 25. November 1912 geschlossenen Ehe mit Margarete Friederike Ulrike Elise Mitzlaff (* 21. Juli 1878 in Berlin; † 25. März 1965 ebenda) gingen zwei Kinder, Joachim Franz Otto (* 24. August 1914 in Erfurt; † 23. Februar 1949 in Golubowka (Charkow), Ukraine) und Herbert Franz Hermann (* 3. Dezember 1919 in Erfurt; † 26. Februar 2004 in Berlin), hervor.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günter Wegner: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger- und MG-Bataillone, Wehrbezirkskommandos und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Biblio-Verlag. Osnabrück 1992. ISBN 3-7648-1782-8. S. 296.
  2. Weitere Vornamen und Sterbejahr nach Lexikon der Generale, Geburtsdatum nach Genealogy Web.
  3. "New German Attache at Washington," New York Times. November 26, 1902; "Baron von Sternburg Cannot Be Here," New York Times. May 15, 1905.