Pavane

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Die Pavane (Ital.: Pavana, Padovana, Paduana; engl.: Pavana, Pavan, paven, pavin, pavian, pavine, pavyn; in Deutschland oft: Paduana oder Paduan) ist ein geradtaktiger, feierlich-langsamer Schreittanz spanisch-italienischer Herkunft, der über ganz Europa verbreitet war und im 16. und 17. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam sie als Gesellschaftstanz nach und nach aus der Mode. In der Instrumentalmusik findet man sie jedoch bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts. Eine Nachblüte erlebte sie bis ins 18. Jahrhundert in der instrumentalen Kunstform des Tombeau.

Vierstimmige Pavane Belle qui tiens ma vie von Thoinot Arbeau in mitteltöniger Stimmung auf einem Konzertflügel

Wer sein Sozialprestige demonstrieren wollte, tanzte mit besonderer Vorliebe diesen würdevollen Tanz. In seiner Orchésographie schrieb der französische Tanztheoretiker Thoinot Arbeau: „Den Königen, Fürsten und großen Herren dient die Pavane dazu, sich aufzublähen und sich prunkend zu zeigen.“ Auch die englische Königin Elisabeth I. hatte mit offensichtlicher Vorliebe die Pavane getanzt. Im Begriff „Pavane“ findet sich der Name der italienischen Stadt Padua, wo nach einigen Quellen der Ursprung des Tanzes zu suchen ist; dem widerspricht allerdings die Tatsache, dass die Paduanen venezianischer Tanzmeister wie Facoli[1] (1588), Radino[2] (1592), und auch Jacob Paix' Padoana venetiana[3] (1583) grundsätzlich in einem Dreiertakt stehen und einen eher poetisch-wiegenden 'Gondel'-Charakter haben. Andere Quellen sehen den Ursprung der Pavane in dem spanischen Wort pava, das übersetzt Pfau bedeutet. Die Pavane wird oft mit einer Galliarde kombiniert.

Tanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schrittfolge der Pavane

Das Schrittmaterial der Pavane wird mit den französischen Schrittbezeichnungen «simple» und «double» beschrieben und war nach Arbeau sehr einfach: simple – links, simple – rechts (1/2-Takt) double links (3/4-Takt). Anschließend wird die Schrittkombination nach rechts wiederholt, anschließend wieder eine Schrittkombination nach links und immer so fort. Jede Schrittkombination führt dabei zu einer Übertragung des Gewichts, so dass abwechselnd der rechte und der linke Fuß frei ist. Der simple besteht dabei aus einem einfachen, flachen Schritt vorwärts. Der freie Fuß wird locker an den belasteten herangezogen, dabei heben sich leicht die Fersen beider Füße. Anschließend schwingt der unbelastete Fuß weiter zum nächsten Schritt. Der Schritt erfolgt dabei auf den ersten Schlag, das Senken und Heben der Fersen auf Schlag 2. Der double besteht aus einer Folge von drei flachen Schritten mit anschließendem Heben und Senken der Fersen. Dabei fällt jeweils ein Schritt auf einen Schlag, das Heben und Senken der Fersen wiederum auf den vierten Schlag. Die Schrittkombination simple-simple-double füllt somit eine musikalische Einheit. Die Arme hängen locker herunter, der Herr fasst die Dame mit seiner rechten Hand und führt sie. Mehrere Paare tanzen prozessionsartig hintereinander fort. Aber auch ein einzelnes Paar kann zum Klang einer Pavane tanzen. Möchte – oder muss – der Herr die Tanzrichtung ändern, vollzieht er eine convience oder conversion, d. h., er tanzt seine Schrittkombination kreisförmig rückwärts, während er die Dame kreisförmig vorwärts führt, bis sie nach einer Schrittkombination eine 180°-Wendung vollzogen haben. Zu Beginn und am Ende vollziehen beide Tanzpartner eine Reverence zueinander: Der Herr bringt sein rechtes Bein gestreckt nach vorne und verbeugt sich vor der Dame, ohne dabei den Kopf sinken zu lassen. Die Dame beugt beide Knie gleichzeitig wie zu einem Knicks. Der Herr kann anschließend noch seine eigene Hand küssen, bevor er sie der Dame reicht (der Handkuss, wie wir ihn heute kennen, kam erst im 19. Jh. auf). Haben beide eine Pavane zusammen getanzt, bringt der Herr die Dame an ihren Platz zurück oder tanzt noch eine Galliarde mit ihr.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pavane steht in einem langsamen geraden Takt (C, 2/2 oder 4/4). Die früheste bekannte Pavane ist in Joan Ambrosio Dalzas Intabolatura de lauto libro quarto (1508, Venedig: Ottaviano Petrucci). Beispiele aus der ersten Hälfte oder der Mitte des 16. Jahrhunderts sind in einem mäßig langsamen Tempo von feierlichem Charakter, das sich deutlich an den Tanzschritten und Bewegungen orientiert. Wie bei Tänzen normalerweise üblich, bestehen die Abschnitte aus einer regelmäßigen Anzahl von Takten, z.B. acht, 12, oder 16 Takte.

Eine einfache und vermutlich sehr alte Pavanen-Melodie über einem einfachen Bassmodell, die in ganz Europa bekannt war und als Vorlage für Variationen diente, war die Pavana italiana (mit insg. 6 Variationen) von Antonio de Cabezón (1510-1566);[4] die gleiche Melodie heißt bei John Bull bezeichnenderweise The Spanish Pavan (insg. 8 Variationen).[5] Möglicherweise war diese 'spanische' Melodie ein Grund dafür, warum man den Ursprung der Pavane in Spanien suchte (oder in Italien).

Nach Arbeau (1967, S. 59–64) wurde die getanzte Pavane oft von Trommelschlägen begleitet, in dem oben beschriebenen Rhythmus der Tanzschritte: lang-kurz-kurz oder longa-brevis-brevis (1/21/4–1/4).

Die meisten Pavanen sind dreiteilig, wobei jeder Teil wiederholt wird: A–A′–B–B′–C–C′.

Kompositionen für Instrumentalensemble haben normalerweise keine ausgeschriebenen Verzierungen; es ist aber möglich, dass Verzierungen improvisiert wurden, besonders Triller, Doppelschläge u.ä., und vielleicht auch passaggi, solange sie den eigentlichen Tanz nicht störten - durch derartigen Zierat konnte der noble, feierliche Charakter der Pavane noch gesteigert werden. Schon Attaingnants (1531) Intabulierungen von Pavanen für Tasteninstrumente (Cembalo, Spinett, Virginal) enthalten solche ausgeschriebenen Verzierungen. In den Reprisen (A', B', C') konnte entsprechend mehr gemacht werden.

Beispielhaft dafür sind die Pavanen englischer Komponisten wie Dowland, Byrd, Bull, Peter Philips u.a.. Zugleich erreichte die Pavane gegen Ende des 16. Jahrhunderts in England eine immer größere Stilisierung und als Kunstform ihre allerhöchste Vollendung. Das ist bereits bei Byrds kontrapunktisch gestalteten Pavanen, mit Imitationen in den verschiedenen Stimmen, deutlich zu spüren. Trotz dieser großen Verfeinerung scheinen die meisten von Byrds Pavanen noch tanzbar, auch die Taktverhältnisse sind relativ einfach[6] (siehe oben). In der Folge und bei späteren Virginalisten, wird das Tempo jedoch immer langsamer, die Verzierungen immer virtuoser, bin hin zu Zweiunddreißigstelnoten am Rande des Spielbaren. Beispiele dafür sind: John Bulls Pavana of my Lord Lumley, Thomas Warrocks Pavana in B (d.h. in einer ungewöhnlichen Transposition des 6. Tons nach B; Fitzwilliam Virginal Book, XCVII), Thomas Tomkins Pavana in a (Fitzwilliam Virginal Book, CXXIII). Solche Stücke sind mit ziemlicher Sicherheit keine Tänze mehr, sie sind als reine Kunstmusik anzusehen. Manche Pavanen haben auch einen ganz unregelmäßigen Aufbau, z. B. haben die ersten beiden Abschnitte von Bulls Pavana of my Lord Lumley 11 Takte, und auch bei Morley kommen Abschnitte mit 20 oder 15 Takten vor.[7]

Gleichzeitig entwickelt sich die Pavane immer mehr zu einem Trauerstück, im Sinne einer allgemeinen zeittypischen Mode der Melancholie, aber auch als Lamento oder Tombeau. Bekannte Beispiele dafür sind: Peter Philips Pavana dolorosa mit Galiarda (1593; Fitzwilliam Virginal Book, Nr. LXXX und LXXXI), Anthony Holbornes Countess of Pembrokes Funeralle (1599), John Bulls Chromatic Pavan (mit Galliard), die auch als Queen Elisabeth's Pavan überliefert ist, und zum Tode der Königin geschrieben wurde (1603). Ein echtes Tombeau ist auch Thomas Tomkins Sad Pavan: for these distracted times, die er nach der Hinrichtung von Charles I 1649 komponierte.

Einen beispiellosen Erfolg hatte Dowlands Pavana Lachrimae aus seiner Sammlung Lachrimae, or Seaven Teares, Figured in Seaven Passionate Pavans (London, 1604), sieben Pavanen für fünf Violen und Laute über das Lautenlied "Flow my tears" ("Fließet, meine Tränen").[8] Die ausgeschriebenen fließenden Verzierungen der Lautenstimme sind in diesem Fall nicht nur als blumiger Zierrat zu verstehen, sondern wirken geradezu wie ein auskomponierter Fluss von Tränen. Dowlands Pavana Lachrimae kann als die berühmteste aller Pavanen gelten, es existieren auch mehrere reichverzierte Versionen von William Byrd, Giles Farnaby, Sweelinck u.a..

In der gleichen Epoche veröffentlichten Komponisten wie William Brade ("Newe ausserlesene Paduanen...", 1609 & 1614), Johann Hermann Schein (Banchetto musicale, 1617) oder Samuel Scheidt (Ludi Musici, 1621) in Norddeutschland Paduanen für Instrumentalensemble, die durchaus noch tanzbar wirken und vermutlich auch getanzt wurden. Auch Johann Rosenmüller schrieb noch Suiten mit Paduanen ("Paduanen,...", Leipzig 1645, und "Studenten-Music", Leipzig 1654). Kunstvolle Pavanen hielten sich auch in der Violenmusik Englands (Ferrabosco the Younger, William Lawes).

Einige wenige sehr schöne Pavanen schrieben noch die ersten Clavecinisten in Frankreich: Jacques Champion de Chambonnières (1601/2-1672), Henri Dumont und Louis Couperin (ca. 1626-1661). Diese Pavanen sind wieder viel einfacher als die der englischen Virginalisten, sie entsprechen der traditionellen Dreiteiligkeit, ohne ausufernde Verzierungen, aber innerlich belebt, und tendieren in Richtung Tombeau. Chambonnières bringt gerne einen auskomponierten Wechsel zu einem etwas lebhafteren Tempo (z.B. Pavane "L'entretien des Dieux" in: Pièces de Clavessin I). Ein harmonisch und melodisch besonders vollendetes Beispiel für eine Tombeau-Pavane ist Louis Couperins einzige Pavane in der zu seiner Zeit sehr außergewöhnlichen und ätherischen Tonart fis-moll (im Manuscrit Bauyn).[9] Sie steht am Ausklang der Epoche und könnte als letzter Schwanengesang auf die gesamte Gattung aufgefasst werden.

Komponisten, die Pavanen komponierten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joan-Ambrosio Dalza (als erster, erwähnt Venedig 1508), Pierre Attaingnant (ca. 1494–1552), Claude Gervaise (ca. 1510-nach 1558), Anthony Holborne (ca. 1545–1602), William Byrd (1543–1623), Thomas Morley (ca. 1557–1602), Peter Philips (ca. 1561-1628), John Bull (ca. 1562-1628), Giles Farnaby (ca. 1560-1640), John Dowland (ca. 1563–1626), Thomas Tomkins (ca. 1572-1656), Orlando Gibbons (1583–1625), Jan Pieterszoon Sweelinck (1562–1621), William Brade (1560-1630), Johann Hermann Schein (1586–1630),

Samuel Scheidt (1587–1654), Jacob van Eyck (ca. 1590–1657), Johann Rosenmüller (um 1619-1684), Jacques Champion de Chambonnières (1601 oder 1611-1672), Henri Dumont (1610-1684), Louis Couperin (1626-1661).

Auszug aus der Pavane von Pierre Attaignant, um 1530

Siehe auch: Historischer Tanz

Nachempfindende Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem späten 19. Jahrhundert finden sich nachempfindende Kompositionen oder Anspielungen auf die Pavane im Werk einiger Komponisten sowohl in der Kunst-, als auch in der Unterhaltungsmusik. Bekannte Beispiele sind:

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pavane ist auch der Titel eines klassischen Science-Fiction-Romans von Keith Roberts aus dem Jahr 1968, der eine alternative Entwicklung der Geschichte zur Zeit Elisabeths I. zur Handlung hat:

  • Keith Roberts: Pavane oder die folgenschwere Ermordung von Elisabeth I. Heyne, München 1977, ISBN 3-453-06224-8.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Apel, "Die Tanzsammlung von Attaingnant", "Byrds Pavanen und Galiarden", "Morley und Mundy", "Bull", in: Geschichte der Orgel-und Klaviermusik bis 1700, hrg. und Nachwort von Siegbert Rampe, Kassel: Bärenreiter, 2004 (urspr. 1967), S. 232-235 (Attaingnant), S. 247-253 (Byrds Pavanen...), S. 288-289 (Morley), S. 298-306, davon S. 304-305 (Bull, Pavanen).
  • Thoinot Arbeau, Orchésographie et Traicté en forme de dialogue, par lequel toutes personnes peuvent facilement apprendre & practiquer l'honneste exercice des dances. ( Langres: Jean des Preys, 1589 (privilège daté du 22 novembre 1588); réédition posthume: 1596) = Orchésographie. Reprint der Ausgabe 1588. Olms, Hildesheim 1989, ISBN 3-487-06697-1.
  • Pierre Attaingnant: Quatorze Gaillardes neuf Pavennes, sept Branles et deux Basses Dances le tout reduict de musique en la tabulature du jeu d'Orgues Espinettes Manicordions et telz semblables instrumentz musicaulx... (Frühjahr 1531), in: Keyboard Dances from the earlier sixteenth century (Corpus of Early Keyboard Music 8), ed. by Daniel Heartz, American Institute of Musicology, 1965.
  • John Bull, Keyboard Music I (Musica Britannica 14) und Keyboard Music II (Musica Britannica 19), hrsg. von J. Steele u. Francis Cameron, rev. by Alan Brown, London: Stainer & Bell, 1960 / 2001 & 2016.
  • William Byrd: My Ladye Nevells Booke of Virginal Music. Hilda Andrews (ed.). Dover Publications, New York 1969. ISBN 0-486-22246-2
  • Antonio de Cabezón, Claviermusik - Obras de Musica para tecla, arpa y vihuela, hrg. v. M.S. Kastner, Mainz et al.: Schott, 1951, rev. 1979.
  • Jacques Champion de Chambonnières, Les Pièces de Clavessin, Vol. I & II, Facsimile of the 1670 Paris Edition, New York: Broude Brothers, 1967.
  • The Fitzwilliam Virginal Book (Revised Dover edition), J. A. Fuller Maitland and W. Barclay Squire, corr., ed. and Preface by Blanche Winogron, New York: Dover Publications 1979-1980. SBN 486-21068-5.
  • Manuscrit Bauyn (3 Bde.), première partie: Pièces de Clavecin de Jacques Champion de Chambonnières, deuxième partie: Pièces de Clavecin de Louis Couperin, Facsimile, prés. par Bertrand Porot, Courlay: Édition J. M. Fuzeau, 2006.
  • Thomas Tomkins: Keyboard Music. (Musica Britannica 5), ed. by Stephen D. Tuttle, London: Stainer & Bell, 1955 (rev. 2010).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marco Facoli, Collected Works, ed. by Willi Apel, CEKM 2, American Institute of Musicology, 1963, S. 12-22 (Padoana prima - quarta).
  2. Il Primo Libro d'Intavolatura di Balli d'Arpicordo di Gio. Maria Radino Organista in S. Gio. di Verdara in Padova, nuovamente composti, & con ogni diligenza stampati. In Venetia, Appresso Giacomo Vincenti, M.D.XCII. Neuausgabe als Nr. 33 von Corpus of early keyboard music, American Institute of Musicology, 1968, S. 12-19 .
  3. The Jacob Paix Tablature: "Ein Schön Nutz und Gebreuchlich Orgel Tabulaturbuch", transl. & transcr. by Sherry Rudolph Seckler (Doktorarbeit), Iowa City: The University of Iowa, Dec. 1990, S. 559ff
  4. Nur die Intabulierung und Variationen sind von Cabezón, nicht die Vorlage. Das Stück wurde posthum veröffentlicht 1578 in Obras de Musica para tecla, arpa y vihuela; Neuausgabe in: Antonio de Cabezón, Claviermusik - Obras de Musica para tecla, arpa y vihuela, hrg. v. M.S. Kastner, Mainz et al.: Schott, 1951, rev. 1979, S.12-14.
  5. Nr. CXXXIX., in: The Fitzwilliam Virginal Book (Revised Dover edition), 2 Bde., J. A. Fuller Maitland and W. Barclay Squire, corr., ed. and Preface by Blanche Winogron, New York: Dover Publications 1979-1980, Bd. 2, S. 131ff.
  6. Willi Apel, "Byrds Pavanen und Galiarden", in: Geschichte der Orgel-und Klaviermusik bis 1700, hrg. und Nachwort von Siegbert Rampe, Kassel: Bärenreiter, 2004 (urspr. 1967), S. 247-253 (Byrd).
  7. Willi Apel, "Morley und Mundy", und "Bull", in: Geschichte der Orgel-und Klaviermusik bis 1700, hrg. und Nachwort von Siegbert Rampe, Kassel: Bärenreiter, 2004 (urspr. 1967), S. 288-289 (Morley), S. 304-305 (Bull, Pavanen).
  8. Die eigentliche Pavana Lachrimae heißt in der Sammlung: "Lachrymae antiquae". Es muss gesagt werden, dass die sieben Pavanen dieser Sammlung nicht Variationen im eigentlichen Sinne des Wortes sind, sondern durchaus eigenständige Stücke, mit einem jeweils anderen harmonischen Verlauf usw. Ihre Namen sind: Lachrimæ Antiquae (Alte Tränen), Lachrimæ Antiquae Novæ (Neue alte Tränen), Lachrimæ Gementes (Seufzende Tränen), Lachrimæ Tristes (Traurige Tränen), Lachrimæ Coactae (Gemeinsame Tränen), Lachrimæ Amantis (Tränen der Liebenden), Lachrimæ Veræ (Echte Tränen).
  9. Manuscrit Bauyn (3 Bde.), deuxième partie: Pièces de Clavecin de Louis Couperin, Facsimile, prés. par Bertrand Porot, Courlay: Édition J. M. Fuzeau, 2006, S. 145f.