Pazifischer Kabeljau

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Pazifischer Kabeljau
Gadus macrocephalus.png

Pazifischer Kabeljau (Gadus macrocephalus)

Systematik
Acanthomorphata
Paracanthomorphacea
Ordnung: Dorschartige (Gadiformes)
Familie: Dorsche (Gadidae)
Gattung: Gadus
Art: Pazifischer Kabeljau
Wissenschaftlicher Name
Gadus macrocephalus
Tilesius, 1810

Der Pazifische Kabeljau (Gadus macrocephalus) ist ein Vertreter aus der Fischfamilie der Dorsche. Er lebt in bodennahen Gewässern des nordwestlichen Pazifiks, hauptsächlich im Bereich des Kontinentalschelfs und der Kontinentalhänge in einer Meerestiefe von bis zu 900 Metern. Die Art wird intensiv kommerziell befischt, da sie ein begehrter Speisefisch ist.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tiere besitzen drei voneinander getrennte Rückenflossen und eine Bartel am Unterkiefer. Die Individuen erreichen Körperlängen von etwa einem Meter bei einem Gewicht von 15 Kilogramm und bilden große Schwärme. Optisch ähnelt die Art dem Kabeljau (Gadus morhua) aus dem Atlantik. Die bewohnten bodennahen Biotope liegen rund um den nördlichen Pazifik, vom Gelben Meer zur Beringstraße, entlang der Aleuten und kommen südlich noch bis Los Angeles.[1]

Molekulargenetische Untersuchungen aus dem Jahr 1999 erlauben die starke Vermutung, dass Gadus macrocephalus identisch mit der Art Gadus ogac aus grönländisch-arktischen Gewässern ist, letzteres Artepitheton wäre dann ein jüngeres Synonym für G. macrocephalus.[2] Mit einer eventuellen Ankunft dieses Wissens im Kanon der Taxonomie wäre das geographische Verbreitungsareal der Art beträchtlich erweitert. Diesen Forschungen zum Trotz wird Gadus ogac weiterhin im Integrated Taxonomic Information System (ITIS) als valide Art geführt.[3]

Fischerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit der FAO gemeldete Fänge an Pazifischem Kabeljau von 1950 bis 2010[1]

Im nordwestlichen Pazifik durch US-amerikanische Fischer angelandete Fänge an Pazifischem Kabeljau wuchsen von weniger als 1 000 Tonnen im Jahr 1979 auf fast 91 000 Tonnen im Jahr 1984 um kulminierten bei 430 196 Tonnen im Jahr 1995. Heutzutage gibt es strikte Fangquoten, die auf unterschiedliche Fischereimethoden (wie Grundschleppnetze und Angelei bzw. Langleinen) differenziert angerechnet werden.

Management und Erhalt der Art[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Population der Salish Sea wird vom National Marine Fisheries Service aufgrund von Befürchtungen möglicher Gefahren beobachtet (es handelt sich um eine sog. Species of concern), doch liegen der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zuwenig Informationen für eine Schutz-Einstufung nach US-amerikanischen Artenschutzgesetzen (Endangered Species Act) vor.[4]

Bildgalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b FAO Fisheries & Aquaculture - Species Fact Sheets Gadus macrocephalus (Tilesius, 1810) (englisch) Abgerufen am 24. Januar 2016.
  2. S. M. Carr, D. S. Kivlichan, P. Pepin, D. C. Crutcher: Molecular systematics of gadid fishes: Implications for the biogeographic origins of Pacific species. In: Canadian Journal of Zoology. 77, 1999, S. 19–26. doi:10.1139/z98-194.
  3. Gadus ogac im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 25. Januar 2016.
  4. Species of Concern der NOAA

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gadus macrocephalus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien