Perwomajsk (Mykolajiw)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Perwomajsk
Первомайськ
Wappen von Perwomajsk
Perwomajsk (Ukraine)
Perwomajsk
Perwomajsk
Basisdaten
Oblast: Oblast Mykolajiw
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: 75 m
Fläche: 25,14 km²
Einwohner: 64.909 (2019[1])
Bevölkerungsdichte: 2.582 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 55200–55219
Vorwahl: +380 5161
Geographische Lage: 48° 3′ N, 30° 51′ OKoordinaten: 48° 2′ 38″ N, 30° 51′ 0″ O
KOATUU: 4810400000
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Ljudmyla Dromaschko
Adresse: вул. Грушевського 3
55213 м. Первомайськ
Website: http://www.pervomaisk.mk.ua/
Statistische Informationen
Perwomajsk (Oblast Mykolajiw)
Perwomajsk
Perwomajsk
i1

Perwomajsk (ukrainisch Первомайськ; russisch Первомайск Perwomaisk) ist eine am Südlichen Bug gelegene Stadt in der Oblast Mykolajiw in der Ukraine mit 65.000 Einwohnern (2019)[1].

Haus der Kultur in Perwomajsk

Sie ist eine kreisfreie Stadt und Verwaltungssitz des Rajon Perwomajsk, jedoch selbst kein Teil von ihm. Im Ort befindet sich ein Bahnhof an der Bahnstrecke Borschtschi–Charkiw, außerdem verläuft die Fernstraße M 24 und die Regionalstraße R-75 durch die Stadt und südlich von ihr die Fernstraße M 13.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abbau eines Raketensilos bei Perwomajsk

Die Stadt wurde am 1. Mai 1919 durch den Zusammenschluss der drei Ortschaften Holta (Голта), Bohopil (Богопіль) und Olwiopol (Ольвіополь), deren Besiedlungsspuren bis ins ausgehende 17. Jahrhundert zurückreichen, gegründet.

Raketensilo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kalten Krieg befand sich in der Nähe der Stadt eine Militärbasis, die in ihrer aktiven Zeit als Wetterstation getarnt war, mit bis zu zehn RT-23-Atomraketen. Die Silos wurden in den 1990er Jahren zwecks Abrüstung stillgelegt und die Basis für Touristen geöffnet.[2] Ausgestellt werden dort, neben zahlreichen Raketen (unter anderem eine RT-23 und eine RS-20), die ehemaligen unterirdischen Abschussrampen und Raketentransportfahrzeuge. Die Kommandozentrale befand sich etwa 30 Meter unter der Erde. Das Zentrum der atomaren 43 Raketenarmee war in Schytomyr, Pervomajsk war eine Außenstelle. Ehemalige Militärs, alle mit fünfjähriger Spezialausbildung, führen durch die Anlage.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1897 1923 1926 1939 1959 1970 1979 1989 2001 2005 2010 2019
6.884 24.870 31.730 32.975 44.330 59.424 72.416 81.652 70.170 68.178 67.184 64.909

Quelle:[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pervomaisk, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009 ISBN 978-965-308-345-5, S. 580f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Perwomajsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Bevölkerungsentwicklung auf pop-stat.mashke.org
  2. André Eichhofer: Ganz nah am Drücker bei einestages.spiegel.de. Abgerufen am 7. März 2012