Otschakiw

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Otschakiw
Очаків
Wappen von Otschakiw
Otschakiw (Ukraine)
Otschakiw
Otschakiw
Basisdaten
Oblast: Oblast Mykolajiw
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: keine Angabe
Fläche: 12,49 km²
Einwohner: 14.513 (2016)
Bevölkerungsdichte: 1.162 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 57500-57014
Vorwahl: +380 5154
Geographische Lage: 46° 37′ N, 31° 33′ OKoordinaten: 46° 36′ 50″ N, 31° 32′ 44″ O
KOATUU: 4825100000
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Mykola Toptschyj
Adresse: вул. 50-річчя Жовтня 7-А
57500 м. Очаків
Statistische Informationen
Otschakiw (Oblast Mykolajiw)
Otschakiw
Otschakiw
i1

Otschakiw (ukrainisch Очаків; russisch Очаков/Otschakow, rumänisch Oceacov, türkisch-krimtatarisch: Özü) ist eine ukrainische Hafenstadt in der Oblast Mykolajiw mit etwa 14.500 Einwohnern und das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otschakiw liegt an der Schwarzmeerküste bei der Mündung des Dnepr-Bug-Liman und des Beresan-Liman 59 km südwestlich vom Oblastzentrum Mykolajiw und 67 km östlich von Odessa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird vermutet, dass eine griechische Kolonie im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus an der Stelle der heutigen Stadt Otschakiw bestanden hat. Im 14. Jahrhundert nach Christus erbaute der litauische Großfürst Vytautas, der Große, eine Festung mit dem Namen Dashiv an der gleichen Stelle. Am Ende des 15. Jahrhunderts war das nördliche Küstengebiet am Schwarzen Meer unter der Kontrolle der Krim Khanate und der Krim Tartaren, welche eine Festung errichteten. In kurzer Zeit bauten die Türken ihre Macht über die Tartaren und Steppe am Schwarzen Meer auf.[1]

Der Name Otschakiw stammt vom türkischen Namen der gestärkten Siedlung Achi-Kale. Im 16. und 17. Jahrhundert eroberten die Saporoger Kosaken die Festung Otschakiw mehrmals.[2] Otschakiw war eine an der strategisch wichtigen Mündung des Dnepr-Bug-Liman gelegene Festung der Osmanen und trat wiederholt als Schauplatz russisch-osmanischer Auseinandersetzung hervor.

Der als „Lügenbaron“ bekannte Münchhausen will bei der Belagerung dieser Festung 1737 im Russisch-Österreichischen Türkenkrieg seinen berühmten Ritt auf der Kanonenkugel vollführt haben.

January Suchodolski 1853: Stürmung von Otschakiw am 6. Dezember 1788

Konteradmiral Karl Heinrich von Nassau-Siegen (1743–1808) siegte 1788 in der Seeschlacht vor Otschakiw gegen eine weit überlegene türkische Flotte, worauf die Stadt von den russischen Truppen endgültig erobert werden konnte.

Nach der russischen Eroberung wuchs die Stadt schnell und durch ihren Hafen wurde sie zu einem bedeutenden Handelsplatz und ein Zentrum der Fischereiindustrie.

Heute besteht ein Fischkonservenkomplex, mehrere Weingüter und Nähereien in der Stadt. Es sind einige Museen und manche Sanatorien in der nahen Umgebung vorhanden.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1897 1923 1926 1959 1970 1979 1989 2001 2005 2014 2016
10.786 4.702 4.674 8.473 12.529 14.918 18.976 16.929 15.551 14.553[4] 14.513

Quelle:[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.encyclopediaofukraine.com/Land.asp#Topic_20
  2. http://www.encyclopediaofukraine.com/Land.asp#Topic_20
  3. http://www.encyclopediaofukraine.com/Land.asp#Topic_20
  4. http://www.encyclopediaofukraine.com/Land.asp#Topic_20
  5. Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org