Peter Hänggi (Physiker)

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Peter Hänggi (* 29. November 1950 in Bärschwil) ist ein Schweizer theoretischer Physiker. Er ist Professor an der Universität Augsburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hänggi studierte Physik an der Universität Basel mit dem Diplom 1974 und der Promotion 1977. Als Post-Doktorand war er an der University of Illinois at Urbana-Champaign, an der Universität Stuttgart (Gastprofessur 1978/79) und an der University of California, San Diego. 1980 wurde er Assistant Professor und 1983 Associate Professor am Polytechnic Institute of New York University. Seit 1986 ist er Professor in Augsburg.

Er befasst sich mit Statistischer Mechanik mit Anwendungen zum Beispiel Quanten-Ratschen bzw. Brownschen Motoren (modernen Versionen des Maxwellschen Dämons) und Stochastische Resonanz zur Verstärkung. Weiter befasste er sich unter anderem mit nichtlinearer Dynamik, granularer Materie, Pfadintegralen und Tunneln, Transporttheorie, relativistischer Thermodynamik, Quanten-Informationstheorie, Mikrofluidik, stochastischen Prozessen, Biophysik und molekularer Elektronik.

Er war unter anderem Gastprofessor am Weizmann-Institut und an der Autonomen Universität Madrid und 1998 Fellow der Japan Society for the Promotion of Science in Kyoto. 2001 wurde er auswärtiges Mitglied des Max-Planck-Instituts für Physik komplexer Systeme in Dresden. 2003 wurde er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, 2005 der American Association for the Advancement of Science, 2010 Mitglied der Academia Europaea und 2014 der European Academy of Sciences (EURSAC).

1988 wurde er Fellow der American Physical Society und 1999 Fellow des Institute of Physics. Er ist zehnfacher Ehrendoktor (Universitat Barcelona, Kattowitz, Camerino, Kazan, Ukrainische Akademie der Wissenschaften, Beijing Normal University, Humboldt-Universität Berlin, Universdidad Sevilla, Bogoljubow Institut Kiew, Lobachevsky Universität Nizhny Novgorod). 2010 erhielt er den Lindhard Lectureship Prize, 2011 die Lars Onsager Lecture und die Onsager Medaille, 2014 den Distinguished Scientist Award and Medal der Ben-Gurion University.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit R. Bartussek Brownsche Motoren: Wie aus Brownscher Bewegung makroskopischer Transport wird, Physikalische Blätter 51/6, 506–507 (1995), Online
  • mit T. Dittrich Tunneln mit Antrieb, Physikalische Blätter, Band 51, 1995, Nr.10, Online
  • mit Peter Jung Stochastische Resonanz: Ein neues Verfahren, schwache verrauschte Signale zu verstärken, Physikalische Blätter, 47, 1991, Nr. 11, Online
  • mit P. Reimann, R. Grifoni Quantum Ratchets, Phys. Rev. Lett., 79, 1997, 10–13
  • mit Luca Gammaitoni, Peter Jung, Fabio Marchesoni Stochastic Resonance, Rev. Mod. Phys., 70, 1998, 223

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]