Petra Kipphoff

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Petra Kipphoff (eigentlich: Petra Kipphoff von Huene, * 5. Januar 1937 in Hamburg) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin, Kunsthistorikerin, Kulturjournalistin und Autorin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kipphoff wurde als Tochter des Kaufmanns Heinz Kipphoff und seiner Frau Erika Kipphoff (geb. Stuber) geboren. Sie wuchs in Thüringen auf, wohin die Familie während des Zweiten Weltkrieges (bis 1946) umgesiedelt war. Sie besuchte das Heilwig-Gymnasium in Hamburg, das sie 1956 mit dem Abitur abschloss. Anschließend studierte sie Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte in Kiel, Hamburg und München. Beeindruckt war sie von den Vorlesungen des Literaturwissenschaftlers Adolf Beck (1906–1981), des Anglisten Ludwig Borinski (1910–1998), von Ulrich Pretzel (1898–1981), Hans Pyritz (1905–1958) und des Literaturkritikers Hans Wolffheim (1904–1973), die alle in Hamburg lehrten.

1961 wurde sie an der Hamburger Universität mit einer Arbeit zu Karl Kraus zum Dr. phil. promoviert.[1] Bereits am 8. April 1960 erschien ihr erster Artikel Adolf Butenandt: Ein korrekter Lehrer, ein strenger Prüfer, ein großer Forscher in der Wochenzeitung Die Zeit. Deren Feuilleton gehörte sie anschließend ununterbrochen bis 2002 als Redakteurin an. Von 1960 bis 2013 waren in der Zeit und in Zeit online von Kipphoff 725 Artikel erschienen, vor allem vielbeachtete und -zitierte Literatur- und Kunstkritiken. Die Ausstellungen der documenta hat sie regelmäßig sehr kritisch, aber wohlwollend begleitet.

Mit ihrem Mann, dem Künstler Stephan von Huene, gestaltete sie einen Zyklus aus Zeit-Collagen, der sich aus einem Briefwechsel entwickelte. Kipphoff sandte von Huene Zeitungsausgaben, dieser schickte Wortfragmente, ergänzt um Zeichnungen, zurück. Die Arbeiten wurden 2003 in der Hamburger Kunsthalle ausgestellt.[2]

Kipphoff gehört dem Redaktionsbeirat der Publikation Künstler – Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst an. Seit 2003 schreibt sie für Die Zeit als freie Autorin.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Aphorismus im Werk von Karl Kraus. A. Schubert, 1961 (Dissertation),
  • mit Thomas von Randow, Dieter E. Zimmer: Hochschulführer. Nannen, Hamburg 1964,
  • Moderne Grafik international '79. Estampes modernes international '79 . Art Cooperation, Zug 1979.
  • mit Marianne Bernhard (Hrsg.): Deutsche Romantik. Handzeichnungen. Band 1 und 2. Rogner & Bernhard, München 1974.
  • Kopenhagen und Dänemark. Merian – das Monatsheft der Städte und Lände. Heft 7 / Juli 1992.
  • mit Brigitte Blobel, Utta Danella: Der schönste Platz der Welt, Sylt. Wunderlich, Reinbek 2000, ISBN 978-3-49926254-8.
  • Stephan von Huene. Die gespaltene Zunge. Split Tongue. Hirmer, München 2012, ISBN 978-3-77745501-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Petra Kipphoff: Der Aphorismus im Werk von Karl Kraus, A. Schubert, 1961.
  2. Stephan von Huene - Tune the World. Retrospektive, Hamburger Kunsthalle vom 23. Mai bis 24. August 2003.