Philipp Öttl

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Philipp Öttl auf dem Sachsenring 2013, mit einer Kalex-KTM

Philipp Öttl (* 3. Mai 1996 in Bad Reichenhall) ist ein deutscher Motorradrennfahrer.

Sein Vater Peter Öttl war ebenfalls Motorradrennfahrer und in den 1980er- und 1990er-Jahren in der Motorrad-WM aktiv.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 fuhr Öttl im Supermoto Cup bis 50 cm³ und wurde mit fünf Siegen Vizemeister. Im Jahr darauf holte er in der Klasse bis 65 cm³ weitere fünf Siege. 2007 und 2008 fuhr Öttl in der Junioren Meisterschaft Supermoto in Österreich, wo er 2008 mit sieben Siegen Meister wurde. Zugleich bestritt Öttl einige Gastrennen im ADAC Minibike Cup. Hierbei holte er vier Siege und zwei 2. Plätze. 2009 bestritt er die gesamte Saison im ADAC Junior Cup und wurde mit zwei Siegen und drei Podestplätzen Vizemeister.

2010 startete Öttl für das Team HP-Moto in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft und wurde Gesamt-Vierter. Gleiches Ergebnis erfuhr er dort 2011. 2010 und 2011 fuhr er zugleich im Red Bull MotoGP Rookies Cup und erreichte dort den 18. bzw. im Folgejahr den vierten Gesamtrang, wobei er 2011 mit einem Sieg und einem 2. Platz in den ersten zwei Rennen in Jerez überraschen konnte. Kurz darauf brach er sich bei einem Test am Lausitzring das Schlüsselbein, doch ab Saisonmitte ließ er mit einem Sieg am Sachsenring wieder aufhorchen.

Spanische Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 fuhr Öttl in der Spanischen Motorrad-Straßenmeisterschaft wo er nach seinem Sensations-Sieg in Jerez den vierten Gesamtrang einfuhr. Im selben Jahr bestritt Öttl wieder den Red Bull MotoGP Rookies Cup und konnte in Silverstone einen Sieg verzeichnen. Mit drei weiteren Podestplätzen gelang ihm auch hier der vierte Gesamtrang.

Motorrad-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 fuhr Öttl das letzte Rennen der Saison, den Großen Preis von Valencia, für Tec Interwetten Moto3 Racing in der Moto3-Klasse der Motorrad-WM und holte mit Platz elf auf Anhieb fünf Weltmeisterschaftspunkte und damit den Rang 31 in der Gesamtwertung. 2013 und 2014 fuhr er für das gleiche Team jeweils die gesamte Saison. Ab 2015 fuhr er für Schedl GP Racing. In der ersten Saison mit seinem neuen Team gelang ihm gleich sein erster Podestplatz mit einem dritten Platz beim Großen Preis von Indianapolis.

In der Saison 2018 gelang ihm beim Großen Preis von Spanien auf dem Circuito de Jerez sein erster Grand-Prix-Sieg.[1] Dennoch wurde die Saison zu seiner schlechtesten der vier für Schedl GP, er wurde lediglich 16. mit 58 Punkten.

In der Saison 2019 startete Öttl für das Red-Bull-KTM-Tech3-Team in der Moto2-Klasse der Weltmeisterschaft. Die Saison wurde jedoch zu einer Enttäuschung, in der gesamten Saison blieb der Bayer punktelos.

Seit 2020 tritt Öttl in der Supersport-Weltmeisterschaft an. Er wurde in seinem ersten Jahr mit vier Podestplätzen WM-Dritter.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Motorrad-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Klasse Motorrad Rennen Siege Podien Poles Schn. Rennrunden Punkte Ergebnis
2012 Moto3 Kalex-KTM 1 5 31.
2013 Moto3 Kalex-KTM 16 1 34 18.
2014 Moto3 Kalex-KTM 18 10 24.
2015 Moto3 KTM 18 1 73 15.
2016 Moto3 KTM 17 1 1 85 12.
2017 Moto3 KTM 17 1 105 10.
2018 Moto3 KTM 17 1 1 58 16.
2019 Moto2 KTM 16 0 33.
Gesamt 120 1 3 1 2 370

In der Supersport-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: Saisonende 2020)

Saison Team Motorrad Rennen Siege Zweiter Dritter Poles Schn. Rennrunden Punkte Ergebnis
2020 Kawasaki Puccetti Racing Kawasaki Ninja ZX-6 R 15 1 3 162 3.
2021 Kawasaki Puccetti Racing Kawasaki Ninja ZX-6 R
Gesamt 15 0 1 3 0 0 162

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RP Online: Öttl gewinnt Großen Preis von Spanien. RP Online, 6. Mai 2018, abgerufen am 11. April 2019.