Philippe Leclerc

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Philippe Adolf Leclerc, auch Philipp Leclerc und Philipp Le Clerc, (* 15. Juli 1755 in Zweibrücken; † 19. April 1826 in München) war ein deutscher Maler und Zeichner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leclerc wurde 1755 als Sohn des Zweibrücker Hofmalers Jakob Friedrich Leclerc geboren. Seine erste Ausbildung erhielt Leclerc von seinem Vater, bevor er 1770/71 an die Kunstakademie in Mannheim zu Georg Friedrich Meyer wechselte und von dem Tier- und Landschaftsmaler Daniel Hien in Zweibrücken ausgebildet wurde. 1773 bis 1779 stand er in Diensten der Herzoglichen Dragoner-Leibgarde.

Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken ernannte ihn 1781 zum Hofmaler. 1785 zog er auf Schloss Karlsberg bei Homburg, musste aber 1793 vor den französischen Revolutionstruppen mit dem Hof des Herzogs nach Mannheim fliehen. Ab 1794 war er als Zeichenlehrer der Kinder von Prinz Max Joseph von Pfalz-Zweibrücken in Heidelberg angestellt. 1799 ging Leclerc mit Maximilian I. Joseph nach München, als dieser bayerischer Kurfürst wurde. Leclerc war in München als Jagdmaler und weiterhin als Zeichenlehrer der Kinder des Kurfürsten tätig. Mehrere seiner Landschaftsgemälde hängen heute in Museen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leclerc, Philippe. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 22: Krügner–Leitch. E. A. Seemann, Leipzig 1928, S. 523.
  • J. Dahl, K. Lohmeyer: Das barocke Zweibrücken und seine Meister. S. 303, 358 ff., 793.
  • J. Dahl: Zweibrückens letzter Hofmaler Philippe Adolf Leclerc, Betrachtungen zu 6 neu entdeckten Porträtzeichnungen. In: Saarheimat. April 1960, S. 24 ff.
  • B. Roland: Die Pfalz-Zweibrücker Maler des 18. Jahrhunderts. Dissertation, München 1955/56, S. 111 ff., 204 ff.
  • B. Roland: Die Malergruppe von Pfalz-Zweibrücken. In: Studien zur deutschen Kunstgeschichte. Nr. 324, 1959, S. 76 ff., Abb. 10 f.
  • B. Hardtwig: Nach-Barock u. Klassizismus. Katalog der Bayer. Staatsgemäldesammlung III, 1978, S. 250 ff.
  • Berthold Roland: Leclerc (Le Clerc), Philipp (Adolf). In: Neue Deutsche Biographie. Band 14: Laverrenz–Locher-Freuler. Duncker & Humblot, Berlin 1985, S. 35 f. (deutsche-biographie.de).
  • Leclerc, Philippe Adolph. In: Günter Scharwath: Das große Künstlerlexikon der Saar-Region. Geistkirch-Verlag, Saarbrücken 2017, S. 618.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]