Pia Döring

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Pia Döring (* 1. September 1960 in Illingen[1]) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke, SPD). Sie wurde bei der Landtagswahl im Saarland 2012 als Kandidatin der Partei Die Linke in den Landtag des Saarlandes gewählt, verließ kurz nach der Wahl ihre Partei und Fraktion und wechselte zurück in die SPD.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döring trat 1976 in die SPD ein, die sie 2004 verließ, da sie der Agendapolitik der damaligen Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder nicht zustimmte.[2] Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied der neugegründeten WASG.[1] Nach deren Zusammenschluss mit der PDS 2007 wurde Döring Mitglied der daraus entstandenen Partei Die Linke.

Für Die Linke war sie Fraktionsvorsitzende im Stadtrat von Ottweiler und auch Vorsitzende des Ortsverbands der Partei Die Linke. Von 2005 bis 2009 war sie Büroleiterin des Bundestagsabgeordneten Volker Schneider.[3] Bei der Landtagswahl am 25. März 2012 errang sie ein Mandat im Wahlkreis Neunkirchen. Am 12. April 2012 erklärte sie ihren Austritt aus der Partei Die Linke und ihren Eintritt in die SPD[4], was sie mit persönlichen Motiven begründete. Von Seiten ihrer ehemaligen Parteikollegen von der Linken wurde ihr Wahlbetrug vorgeworfen.[5] Sowohl eine Strafanzeige als auch eine Wahlbeschwerde vor dem Verfassungsgerichtshof des Saarlandes, das Die Linke angestrebt hat, scheiterte jedoch. Pia Döring durfte ihr Mandat behalten.[6]

Als Schwerpunkte ihrer Tätigkeit bezeichnete sie selbst den „Einsatz für die sozial Schwachen dieser Gesellschaft, allen voran: Kinder, Senioren und Alleinerziehende.“[7] Döring sitzt in den Ausschüssen für Eingaben, für Datenschutz, für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und Umwelt und Verbraucherschutz.[8] Arbeitskreisvorsitzende ist sie in den AK Datenschutz und Informationsfreiheit und Eingaben.[9]

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gelernte Friseurin arbeitete von 1988 bis 1998 als Büroangestellte, anschließend als Tierarzthelferin und danach als kaufmännische Sachbearbeiterin. Seit April 2012 arbeitet sie als Leiterin eines Integrationsbetriebes.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Die Linke, Landesverband Saar, abgerufen am 15. April 2012.
  2. Es rappelt gehörig bei den Linken: Pia Döring wechselt zur Saar-SPD. In: Saarbrücker Zeitung. 12. April 2012
  3. Mitarbeiter. Volker Schneider, MdB, abgerufen am 20. November 2014.
  4. Saarland: Linkspartei-Abgeordnete wechselt zur SPD. In: Spiegel Online. 12. April 2012
  5. Pia Döring wechselt die politischen Fronten – Linkspartei spricht von Wahlbetrug. In: Saarbrücker Zeitung. 13. April 2012
  6. Wolfgang Ihl: Pia Döring behält Sitz im Landtag. Saarbrücker Zeitung, 17. April 2013, abgerufen am 20. November 2014.
  7. Pia Döring. SPD Landtagsfraktion, abgerufen am 20. November 2014.
  8. Ausschüsse besetzt. SPD Fraktion Saar, abgerufen am 20. November 2014.
  9. Die Arbeitskreise der SPD-Landtagsfraktion. SPD-Fraktion, abgerufen am 20. November 2014.