Pierre Maudet

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Pierre Maudet (2017).

Pierre Maudet (* 6. März 1978 in Genf) ist ein Schweizer Politiker (FDP).

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pierre Maudets Eltern sind Henri Maudet, geboren 1948, der zuerst Theologie in Paris studierte, bevor er nach Genf zog und Jurist wurde, und Susanna Willy, geboren 1943, die als Lehrerin arbeitete.[1][2] Pierre Maudet absolvierte seine Matura mit Latein und Griechisch im Collège Claparède in Conches bei Genf. Bis März 2006 studierte er an der zweisprachigen Rechtsfakultät der Universität Freiburg und erwarb seinen Master. Von 1997 bis 2007 war er Berater in einem Kommunikationsbüro. Im Militär ist er Hauptmann bei den Rettungstruppen. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Maudet ist schweizerisch-französischer Doppelbürger.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maudet ist Gründer des Jugendparlamentes der Stadt Genf. Von 1993 bis 1995 war er dessen Präsident. Am 28. März 1999 wurde er in den Conseil municipal (Stadtparlament) gewählt. Dort amtierte er auch als Vize-Präsident von 2006 bis 2007. Von 2003 bis 2005 war er Präsident des Parti radical (PR) (Freisinnige Partei) der Stadt Genf. Danach war er von 2005 bis 2007 Präsident der kantonalen Partei. Im Januar 2005 wurde Maudet von Bundesrat Pascal Couchepin zum Präsident von der Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) berufen: Er blieb bis 2015.

Am 29. April 2007 wurde er als Conseiller administratif (Mitglied der städtischen Regierung) gewählt. Er übernahm das Département de l’environnement urbain et de la sécurité (DEUS) (Umwelts- und Sicherheitsdepartement). Während seiner Amtszeit trug er dazu bei, mehr Agents de la Police Municipale (Stadtpolizisten) anzustellen und ihnen wichtigere Kompetenzen zu geben. Ferner stattete er die Stadt Genf mit einen Wi-Fi-Netz aus. Er amtierte vom Juni 2011 bis zum Mai 2012 als Stadtpräsident von Genf (französisch Maire de Genève).

Nach dem Rücktritt von Mark Muller wurde er als einziger Kandidat 2012 von der PLR (FDP) zur Nachfolge vorgeschlagen. In der Zusatzwahl vom Juni 2012 gelang ihm die Wahl in den Genfer Staatsrat (Conseil d’Etat).[3] Er wurde Vorsteher des Département de la sécurité – DS (Sicherheitsdepartement).

Im November 2013 wurde Maudet im zweiten Wahlgang mit 59'057 Stimmen von 112'750 wiedergewählt. Als einziger Kandidat des Conseil d’Etat (Regierungsrates) erreichte er die absolute Mehrheit (52,38 %).[4]

In der neuen Legislaturperiode übernahm Maudet zusätzlich das Wirtschaftsdepartement. So ist er für das Département de la Sécurité et de l’Économie – DSE (Sicherheits- und Wirtschaftsdepartement) zuständig. Zwei Jahre lang (2013–2015) war er Vize-Präsident des Conseil d’Etat [5] (Regierungsrat). In seiner Amtszeit brachte er mehrere wichtige Reformen durch, so das Loi sur la police – LPol (Polizeigesetz), das Loi sur les taxis et les véhicules de transport avec chauffeurs (LTVTC) (Taxi- und Fahrzeuge-mit-Fahrer-Gesetz) oder noch das Loi sur la restauration, le débit de boissons, l’hébergement et le divertissement (LRDBHD) (Restaurations-, Trinkstellens-, Unterkunfts- und Unterhaltungsgesetz).

Im Juni 2015 nahm er an der 63. Bilderberg-Konferenz im österreichischen Telfs-Buchen teil.

2017 präsentierte er der Presse die Opération Papyrus zur Regularisierung des Aufenthaltsstatus’ von illegalen Immigranten, sogenannten sans-papiers, im Kanton Genf.[6][7]

Maudet trat bei der Bundesratswahl 2017 an, wo er Ignazio Cassis unterlag. Maudet hatte im zweiten Wahlgang 90 Stimmen erhalten und Ignazio Cassis 125[8].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maudet est prêt à rendre son passeport français. In: Tribune de Genève. 7. August 2017 (tdg.ch).
  2. L’arbre généalogique de Pierre Maudet. In: generations-plus.ch. 1. September 2017 (generations-plus.ch).
  3. Election complémentaire d'un membre du Conseil d’Etat du 17 juin 2012. Abgerufen am 20. Juli 2017 (französisch).
  4. Résultats par commune – CANTON DE GENEVE – Election au système majoritaire – Élection du Conseil d’État du 10 novembre 2013 (Second tour). Abgerufen am 20. Juli 2017 (französisch).
  5. Département de la sécurité et de l’économie – Le département. Abgerufen am 20. Juli 2017 (französisch).
  6. Tausende Sans-Papiers erhalten Aufenthaltsbewilligung, Bericht der NZZ vom 21. Februar 2017
  7. Papyrus: les employeurs désarçonnés. In: tdg.ch/. (tdg.ch [abgerufen am 10. September 2017]).
  8. Die Wahl im Ticker: So wurde Cassis Bundesrat. In: Der Bund, Der Bund. ISSN 0774-6156 (derbund.ch [abgerufen am 20. September 2017]).