Porte Dorée (Métro Paris)

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Metro-M.svg Porte Dorée
Station métro Porte-Dorée - 20130606 163840.jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 08Paris m 8 jms.svg
Ort Paris XII
Eröffnung 5. Mai 1931
Zugang mit Art-déco-Kandelaber
Mast mit „M“ in einem Doppelkreis

Der U-Bahnhof Porte Dorée ist eine unterirdische Station der Linie 8 der Pariser Métro.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station befindet sich an der Grenze des Quartier du Bel-Air zum Quartier de Picpus im 12. Arrondissement von Paris. Sie liegt längs unter dem Boulevard Poniatowski südwestlich der Porte Dorée.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namengebend ist die Porte Dorée, eines der siebzehn ehemaligen Tore in der Thiersschen Stadtbefestigung, die in den 1840er Jahren um Paris errichtet wurde. Der Name ist vermutlich eine Abwandlung von Porte de l’orée (Waldrandtor) aufgrund seiner Lage am nordwestlichen Rand des Stadtwalds Bois de Vincennes. Als „dorées“ wurde aber auch der Kot von Hirschen bezeichnet, die damals in großer Zahl dort lebten.[1] Auf die Existenz einer vergoldeten (fr: dorée) Statue in der Nähe ist die Namensgebung nicht zurückzuführen.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station wurde am 5. Mai 1931 in Betrieb genommen, als zu Beginn der Kolonialausstellung im Bois de Vincennes der Abschnitt von Richelieu – Drouot bis Porte de Charenton der Linie 8 eröffnet wurde.[2] Sie hat unter einem elliptischen, weiß gefliesten Deckengewölbe Seitenbahnsteige an zwei parallelen Streckengleisen und wurde mit einer Länge von 105 m errichtet, um Sieben-Wagen-Züge aufnehmen zu können.[3]

An beiden Stationsenden gibt es Zugänge. Sie sind zum Teil mit von Adolphe Dervaux im Stil des Art déco entworfenen Kandelabern oder Masten, die ein gelbes „M“ in einem Doppelkreis tragen, gekennzeichnet.

Nördlich der Station biegt die Strecke in einer engen 90-Grad-Kurve unter die Avenue Daumesnil ein, südlich der Station liegt ein einfacher Gleiswechsel.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Kolonialausstellung im Jahr 1931 verkehrten an der Station Sieben-Wagen-Züge[Anm. 1] der Bauart Sprague-Thomson,[2] später wurden die Zuglängen auf fünf Wagen verkürzt. Von 1975 an kamen MF-67-Züge auf die Linie 8, die ab 1980 durch die Baureihe MF 77 ersetzt wurden.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fontaine de la Porte Dorée mit vergoldeter Athene

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weil die westlich von Richelieu – Drouot gelegenen Stationen der Linie 8 zunächst nur 75 m lang waren, verkehrten die letzten beiden Wagen eines Zugs von dort an leer weiter, da sie deren Bahnsteigkanten nicht erreichten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Porte Dorée (Paris Metro) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 175.
  2. a b Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 241.
  3. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
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Michel Bizot
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Paris m 8 jms.svg Porte de Charenton
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Koordinaten: 48° 50′ 7,7″ N, 2° 24′ 22″ O