Balard (Métro Paris)

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Metro-M.svg Balard
Station métro Balard - IMG 3594.jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 08Paris m 8 jms.svg
Ort Paris XV
Eröffnung 27. Juli 1937
Verbundene Stationen Balard
T3Logo Paris tram ligne3.svg
Eingefahrener Zug der Baureihe MF 77 am westlichen Gleis de Mittelbahnsteigs
Zugang mit Art-déco-Kandelaber, im Hintergrund ein Straßenbahnzug der Linie 3a

Der U-Bahnhof Balard ist eine unterirdische Station und zugleich südwestlicher Endpunkt der Linie 8 der Pariser Métro. An der gleichnamigen oberirdischen Haltestelle kann zur Linie 3a der Pariser Straßenbahn umgestiegen werden, an der nahen Haltestelle „Suzanne Lenglen“ zu deren Linie 2.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station befindet sich im Quartier de Javel des 15. Arrondissements von Paris. Sie liegt längs unter der Avenue de la Porte de Sèvres südlich des kreuzenden Straßenzugs Boulevard du Général Martial Valin – Boulevard Victor, der zu den Boulevards des Maréchaux gehört.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namengebend ist die nahe Place Balard. Der Chemiker Antoine-Jérôme Balard (1802–1876) entdeckte 1826 das Element Brom.[1]

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Juli 1937 wurde die Station in Betrieb genommen, als der Abschnitt von La Motte-Picquet – Grenelle bis Balard der Linie 8 eröffnet wurde.[2] An jenem Tag wurde deren alte Linienführung von La Motte-Picquet – Grenelle nach Porte d’Auteuil aufgegeben und dieser Streckenabschnitt der Linie 10 zugeordnet.

Die unter einem elliptischen Gewölbe liegende Station wurde von Anbeginn mit einer Länge von 105 m, ausreichend für Sieben-Wagen-Züge, errichtet.[3] Sie hat drei Gleise an einem Seiten- und einem Mittelbahnsteig. Am Seitenbahnsteig können nur ankommende Züge halten, abfahrende an beiden Gleisen des Mittelbahnsteigs. Das mittlere Gleis kann in beiden Richtungen befahren werden, es wird in der Regel von den ankommenden Zügen benutzt, die dort kopfmachen. Südlich der Station schließt eine viergleisige Wende- und Abstellanlage an, nördlich befindet sich ein einfacher Gleiswechsel.

Zwei Eingänge liegen nahe der Haltestelle der Straßenbahnlinie T3a, beiderseits der Avenue de la Porte de Sèvres an deren Einmündung in die Boulevards des Maréchaux. Sie sind durch von Adolphe Dervaux[4] im Stil des Art déco entworfene Kandelaber mit dem Schriftzug METRO markiert. Ein dritter Zugang liegt am südlichen Stationsende, er dient u. a. den Umsteigern zur Straßenbahnlinie 2.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der Länge der Bahnsteige wurden stets nur Fünf-Wagen-Züge eingesetzt, da fünf Stationen der Linie 8 nach wie vor nur 75 m lang sind. Bis 1975 verkehrten Züge der Bauart Sprague-Thomson.[5] In jenem Jahr kamen MF-67-Züge auf die Linie, die ab 1980 durch die Baureihe MF 77 ersetzt wurden.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2009 und 2015 entstand mit dem Hexagone Balard an der Métrostation ein spektakulärer Neubau des französischen Verteidigungsministeriums.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Balard (Paris Metro) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 59.
  2. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 243.
  3. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  4. Jean Tricoire: op. cit., S. 74.
  5. Jean Tricoire: op. cit., S. 241.
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Endstation Paris m 8 jms.svg Lourmel
Pointe du Lac →

Koordinaten: 48° 50′ 12,6″ N, 2° 16′ 42,7″ O