Prachtstaffelschwanz

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Prachtstaffelschwanz

Prachtstaffelschwanz (Malurus cyaneus), Pärchen, Männchen links

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Staffelschwänze (Maluridae)
Unterfamilie: Malurinae
Gattung: Malurus
Art: Prachtstaffelschwanz
Wissenschaftlicher Name
Malurus cyaneus
(Ellis, 1782)

Der Prachtstaffelschwanz (Malurus cyaneus) ist ein Singvogel aus der Familie der Staffelschwänze (Maluridae). Im Englischen wird der Prachtstaffelschwanz Blue Wren, Australian Fairywren oder Superb Fairywren genannt. Er gehört nicht zu den gefährdeten Arten.[1]

Der Prachtstaffelschwanz wurde in Australien zum Vogel des Jahres 2021 gewählt.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Prachtstaffelschwanz erreicht je nach Geschlecht und Unterart eine Länge von 13 bis 16 Zentimeter und ein Gewicht von 10 bis 15 Gramm. Weibchen bleiben naturgemäß etwas kleiner und sind daher leichter als Männchen. Das Männchen ist im Brutkleid prächtig gefärbt, außerhalb der Brutzeit sind beide Geschlechter unauffällig gefiedert (Saisondimorphismus).

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungsgebiet des Prachtstaffelschwanzes

Das Verbreitungsgebiet des Prachtstaffelschwanzes umfasst den Südosten Australiens sowie Tasmanien. Dort lebt der Vogel in Waldgebieten, hat sich aber auch an urbane Parklandschaften angepasst.

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind sechs Unterarten beschrieben worden:[3]

  • Malurus cyaneus ashbyi Mathews, 1912 – South Australia/Australien
  • Malurus cyaneus cyaneus (Ellis, 1782)[4] – Australien, Tasmanien
  • Malurus cyaneus cyanochlamys Sharpe, 1881 – Queensland, Victoria/Australien
  • Malurus cyaneus elizabethae Campbell, 1901 – Australien, Tasmanien
  • Malurus cyaneus leggei Mathews, 1912 – South Australia, Victoria/Australien
  • Malurus cyaneus samueli Mathews, 1912 – Australien, Tasmanien

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Prachtstaffelschwanz ernährt sich hauptsächlich von Insekten, seltener von Beeren und kleinen Früchten. Im Winter vertilgt er, wegen des geringeren Nahrungsangebots, zu einem Großteil Ameisen.

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um sich vor unerwünschten Kuckuckseiern zu schützen, bringen die Prachtstaffelschwänze ihren Nachkommen schon vor der Geburt im Ei eine bestimmte Tonfolge bei, mit der diese dann nach dem Schlüpfen nach Futter betteln. Da der Jung-Kuckuck dieses Passwort nicht erlernt, bleibt er bei der Fütterung unberücksichtigt und verhungert[5][6].

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Prachtstaffelschwanz (Malurus cyaneus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9: Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1993, ISBN 3-423-05970-2.
  • Fotolulu: Alle Vögel der Welt: Die komplette Checkliste aller Arten und Unterarten. Verlag: Books on Demand, 2015 ISBN 3734744075.
  • William Wade Ellis: An authentic narrative of a voyage performed by Captain Cook and Captain Clerke, in His Majesty's ships Resolution and Discovery during the years 1776, 1777, 1778, 1779 and 1780: in search of a North-West passage between the continents of Asia and America, including a faithful account of all their discoveries, and the unfortunate death of Captain Cook. Illustrated with a chart and a variety of cuts by W. Ellis. 1. Auflage. Band 1. Printed for G. Robinson, J. Sewell, Cornhill; and J. Debrett, London 1782 (archive.org).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Malurus cyaneus in der IUCN Red List, abgerufen am 22. August 2016.
  2. AngelaHeathcote: ‘Tiny little balls of pure joy’: why the superb fairywren took our 2021 Australian bird of the year. In: www.theguardian.com. The Guardian International, 14. November 2019, abgerufen am 21. November 2021 (englisch).
  3. IOC World Bird List Lyrebirds, scrubbirds, bowerbirds & Australasian wrens
  4. William Wade Ellis, S. 22.
  5. [2] Singvogel versieht seinen Nachwuchs mit Passwort, Welt online, abgerufen am 22. August 2016
  6. [3] Embryonic Learning of Vocal Passwords in Superb Fairy-Wrens Reveals Intruder Cuckoo Nestlings, Current Biology, abgerufen am 22. August 2016