Provinz Tungurahua

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Provinz Tungurahua
Provincia de Tungurahua
Flagge der Provinz Wappen der Provinz
Flagge Wappen
Lage in Ecuador
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Über dieses Bild
Basisdaten
Koordinaten 1° 14′ S, 78° 37′ WKoordinaten: 1° 14′ S, 78° 37′ W
Hauptstadt Ambato
Eingerichtet 3. Juli 1860
Gliederung 9 Kantone
Bevölkerung 590.600 (2020)[1]
– Anteil an Ecuador ca. 3,4 %
Fläche 3.386 km² (2010)[2]
– Anteil an Ecuador ca. 1,3 %
Bevölkerungsdichte 174 Einw./km²
Kennzeichen
Kfz-Kennzeichen T
Postleitzahl EC18
Vorwahl 03
ISO 3166-2 EC-T
Politik
Präfekt
Nationalversammlung 4 von 137 Sitzen
Karte
www.tungurahua.gob.ec
Landschaft in der Nähe von Baños

Tungurahua ist eine nach dem gleichnamigen Vulkan benannte Provinz im zentralen Andenhochland von Ecuador. Auf 2900 km² leben hier etwa 504.580 Menschen. Provinzhauptstadt ist Ambato. Eine weitere, besonders für den Tourismus wichtige Stadt ist Baños. Neben dem Tungurahua liegt mit dem Carihuairazo noch ein weiterer Fünftausender in Tungurahua. Von Norden nach Süden durchquert die Panamericana die Provinz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tungurahua liegt ziemlich genau in der Mitte Ecuadors. Im Nordwesten grenzt Tungurahua an die Provinz Cotopaxi, im Nordosten an Napo und im Osten an Pastaza. Im Südosten grenzt Tungurahua an Morona Santiago, im Süden an die Provinz Chimborazo und im Westen an Bolívar. Im äußeren Osten der Provinz befindet sich der Übergang zwischen Anden und Amazonasbecken. Mit seiner Fläche von knapp 3000 km² ist Tungurahua die kleinste der ecuadorianischen Provinzen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gesetz über die territoriale Aufteilung (span. Ley de División Territorial) Großkolumbiens vom 25. Juni 1824 wurde der Kanton Ambato als Untereinheit der Provinz Chimborazo des Departamento de Quito gegründet. Im Jahr 1860 richtete die provisorische Regierung von Quito unter Gabriel García Moreno die Provinz Ambato ein, die 1861 in Provinz Tungurahua umbenannt wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präfekt der Provinz ist Fernando Naranjo, der 2004 für ein Unidad Intercultural (zu dt. „Interkulturelle Einheit“) genanntes Wahlbündnis der sozialdemokratischen Izquierda Democrática, der Indigenabewegung Pachakutik und der politischen Bewegung Frente Cívico Nuevo País (FC-NP) gewählt wurde. Für dasselbe Wahlbündnis wurde auch der Bürgermeister der Hauptstadt Ambato, Fernando Callejas, gewählt.

Von der Regierung eingesetzter Gouverneur ist derzeit Fernando González.

Kantone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kantone

Die Provinz ist derzeit in neun Kantone unterteilt. Diese sind (in Reihenfolge ihrer Einrichtung):

  1. Ambato (eingerichtet 1824 als Kanton der großkolumbianischen Provinz Chimborazo, Hauptort: Ambato)
  2. Santiago de Píllaro (eingerichtet 1851, Hauptort: Píllaro)
  3. San Pedro de Pelileo (eingerichtet 1860, Hauptort: Pelileo)
  4. Baños de Agua Santa (eingerichtet 1936, Hauptort: Baños)
  5. Quero (eingerichtet 1972, Hauptort: Quero)
  6. Patate (eingerichtet 1973, Hauptort: Patate)
  7. Cevallos (eingerichtet 1986, Hauptort: Cevallos)
  8. Mocha (eingerichtet 1986, Hauptort: Mocha)
  9. Tisaleo (eingerichtet 1987, Hauptort: Tisaleo)

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística y Censos (Hrsg.): Proyección de la Población Ecuatoriana, por años calendario, según regiones, provincias y sexo. (abgerufen am 1. August 2022).
  2. www.ecuadorencifras.gob.ec. In: Zensus in Ecuador 2010. (abgerufen am 5. Juli 2022).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]