Röntgenlauf

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Der Röntgenlauf ist ein deutscher Landschaftslauf, der seit 2001 jährlich am letzten Oktobersonntag in Remscheid stattfindet. Die Hauptwettbewerbe Ultramarathon über 63,3 km (1,5-fache Marathondistanz), Marathon und Halbmarathon verlaufen zum größten Teil auf dem Röntgenweg. Daneben gibt es eine Fülle weiterer Wettbewerbe (Distanzen von 400 m bis 10 km), die in der Nähe des Sportzentrums Hackenberg ausgetragen werden. Seit 2010 findet alle fünf Jahre auch ein 100-km-Lauf statt.

Auf den Distanzen ab Halbmarathon gibt es auch eine Wertung für Nordic-Walker und Walker. Eine weitere Nordic-Walking-Distanz über 13,3 Kilometer und der Staffelwettbewerb auf der Ultramarathon-Distanz (3 × 21,1 km) runden das umfangreiche Wettkampfangebot ab.

Beim Röntgenlauf gehen mehr als 4000 Sportlerinnen und Sportler an den Start. Angesichts des großen Zuschauerzuspruchs an den jeweiligen Zieleinläufen und vor allem rund um das Sportzentrum Hackenberg ist der Röntgenlauf auch zu einem wichtigen gesellschaftlichen Ereignis Remscheids geworden. Insbesondere die zentral gelegene Sporthalle des Sportzentrums Hackenberg erfreut sich als Treffpunkt der Aktiven und Zuschauer größter Beliebtheit. Hier finden sowohl die Siegerehrungen als auch weiteres Programm statt (u. a. diverse Vorführungen, die Marathonmesse, Imbiss-Stände).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Röntgenlaufs findet alljährlich auch die Deutsche Marathonmeisterschaft der Ärzte statt. Darüber hinaus wurde 2006 die sechste Deutsche Marathon- und Halbmarathon-Meisterschaft der Finanzverwaltung durchgeführt. 2007 wurde im Rahmen des Röntgenlaufs die Deutsche Meisterschaft im Cross- und Landschaftslauf der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung ausgetragen. Zum Jubiläum des Röntgenlaufs 2010 wurde erstmals auch ein Wettbewerb über 100 Kilometer ausgerichtet, bei dem 119 Männer und 16 Frauen das Ziel erreichten. Es siegten Alexander Wildschütz in 8:46:12 h und Claudia Stader in 10:15:53 h.

2002 musste der Ultramarathon wegen eines Sturmes abgebrochen werden.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestartet wird am Sportzentrum Hackenberg. Nach einer kleinen Runde durch die Lenneper Altstadt wird entgegen dem Uhrzeigersinn der Röntgenweg durchlaufen. In Clemenshammer befindet sich das Ziel für die Halbmarathonläufer, am Freibad Eschbachtal unterhalb der Eschbachtalsperre das Ziel für die Marathonläufer. Die Ultramarathonis legen eine volle Runde auf dem Röntgenweg zurück.

Beim Ultramarathon sind ca. 850 Höhenmeter bergauf und bergab zu überwinden, beim Marathon 540 Höhenmeter bergauf und 650 Höhenmeter bergab und beim Halbmarathon 265 Höhenmeter bergauf und 420 Höhenmeter bergab.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ultramarathon

  • Männer: 4:20:31 h, Jan Kaschura, 2016[1]
  • Frauen: 5:17:39 h, Nicole Kresse, 2007

Marathon

  • Männer: 2:41:52 h, Daniel Schmidt, 2014
  • Frauen: 3:22:33 h, Irina Kretschmann, 2005

Halbmarathon

  • Männer: 1:08:32 h, Daniel Schmidt, 2011
  • Frauen: 1:29:29 h, Nele Wild-Wall, 2006

Siegerlisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ultramarathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
30. Okt. 2016 Jan Kaschura -2- 4:20:31 Birte Bannert 5:55:55
25. Okt. 2015 Jan Kaschura 4:29:08 Silke Pfenningschmidt 5:18:24
26. Okt. 2014 Marcus Biehl 4:32:38 Mara Lückert -2- 5:25:12
27. Okt. 2013 Sven Hankemeier 4:44:26 Mara Lückert 5:43:27
28. Okt. 2012 Marcus Baldauf 4:35:13 Simone Durry -2- 5:43:34
30. Okt. 2011 Jörn Hesse 4:43:24 Conny Dauben 6:02:27
31. Okt. 2010 Uwe Mende 4:49:25 Simone Durry 6:11:24
25. Okt. 2009 Wouter Hamelinck 4:36:54 Inge Raabe 5:49:52
26. Okt. 2008 Winfried Huber 4:29:56 Claudia Stader 5:49:55
28. Okt. 2007 Sascha Velten -3- 4:23:07 Nicole Kresse -2- 5:17:39
29. Okt. 2006 Sascha Velten -2- 4:38:04 Karin Meuser 5:31:49
30. Okt. 2005 Sascha Velten 4:27:32 Christiane Zehrer 5:40:55
31. Okt. 2004 Helmut Peters -2- 4:27:06 Birgit Lennartz 5:24:45
26. Okt. 2003 Helmut Peters 4:30:47 Elena Wagner 5:38:17
27. Okt. 2002 Hartmut Seele 4:48:57 Nicole Kresse 5:35:39
27. Okt. 2001 Thomas Emde 5:02:45 Ulrike Steeger 5:29:15

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
2013 Philipp Zabel 2:54:30 Jacqueline Funke 3:25:39
2012 Sascha Velten 2:51:38 Doreen Ullrich 3:27:13
2011 Robin Breer 2:45:18 Ines Neumann 3:38:53
2010 Dennis Mehlfeld 2:44:11 Sabine Papendick -3- 3:26:09
2009 Petr Kulikov 2:54:34 Sabine Papendick -2- 3:24:00
2008 Winfried Huber 2:49:55 Claudia Niemeyer 3:37:40
2007 Christian Thiel 2:56:11 Sabine Papendick 3:23:51
2006 Arnd Bader -3- 3:03:12 Alexandra Bürger 3:26:31
2005 Harald Willms 2:51:39 Irina Kretschmann 3:22:33
2004 Sascha Velten 2:49:23 Stefanie Mollnhauer 3:37:34
2003 Gerald Lehrieder 3:01:29 Ines Neumann 3:42:08
2002 Arnd Bader -2- 2:59:42 Kornelia Kazior 3:43:59
2001 Arnd Bader 2:53:15 Juliane Stenzel 3:54:05

Halbmarathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
2013 Daniel Schmidt -7- 1:13:47 Corinna Mertens -2- 1:37:25
2012 Daniel Schmidt -6- 1:09:59 Maria Bader-Finelli 1:34:06
2011 Daniel Schmidt -5- 1:08:32 Birte Bannert 1:34:06
2010 Daniel Schmidt -4- 1:09:28 Ute Spicker -2- 1:30:14
2009 Daniel Schmidt -3- 1:11:10 Laura Gusik 1:32:55
2008 Daniel Schmidt -2- 1:10:37 Corinna Mertens 1:32:55
2007 Daniel Schmidt 1:11:47 Ute Spicker 1:33:27
2006 Dennis Böttcher -2- 1:14:47 Nele Wild-Wall 1:29:29
2005 Dennis Böttcher 1:13:31 Alexandra Specht 1:37:08
2004 Arnd Bader -2- 1:13:56 Caroline Herrmann 1:41:24
2003 Arnd Bader 1:12:07 Sabine Mollus -2- 1:35:55
2002 Sascha Velten -2- 1:17:36 Sabine Mollus 1:39:47
2001 Sascha Velten  ??? Saskia Rohde  ???

Entwicklung der Finisherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 100 km Ultramarathon davon
Frauen
Marathon davon
Frauen
Halbmarathon davon
Frauen
2016 314 66 210 39 1173 375
2015 187 (28 w) 232 44 224 48 1151 319
2014 362 60 210 52 1171 314
2013 383 78 201 45 984 263
2012 366 59 319 49 1179 280
2011 386 61 224 46 1095 252
2010 135 (16 w) 260 30 267 56 1328 340
2009 381 51 268 33 1270 313
2008 377 53 229 33 1320 371
2007 456 72 244 39 1266 305
2006 321 41 281 41 1344 331
2005 361 48 320 67 1251 329
2004 299 35 289 45 1182 328
2003 261 31 183 26 0955 245
2002 55[2] 6 183 18 0821 220
2001 189 25 202 22 0692 199

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 16. REMSCHEIDER RÖNTGENLAUF. In: results.frielingsdorf-datenservice.de. Abgerufen am 31. Oktober 2016.
  2. Abbruch wegen Sturms. 182 Teilnehmer (davon 32 Frauen) kamen in die Wertung Marathon statt Ultra.