Radzionków
| Radzionków | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: |
| |
| Woiwodschaft: | Schlesien | |
| Powiat: | Tarnowskie Góry | |
| Fläche: | 13,26 km² | |
| Geographische Lage: | 50° 23′ N, 18° 53′ O | |
| Einwohner: | 16.034 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 41-922 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 32 | |
| Kfz-Kennzeichen: | STA | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Eisenbahn: | Bytom–Tarnowskie Góry | |
| Nächster int. Flughafen: | Katowice | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Stadtgemeinde | |
| Einwohner: | 16.034 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Gemeindenummer (GUS): | 2413031 | |
| Verwaltung (Stand: 2006) | ||
| Bürgermeister: | Gabriel Tobor | |
| Adresse: | ul. Męczenników Oświęcimia 42 41-922 Radzionków | |
| Webpräsenz: | www.radzionkow.pl | |
Radzionków [] (deutsch Radzionkau, in Schlesien auch Cidry) ist eine Industriestadt mit etwa 17.000 Einwohnern in Polen. Sie liegt sieben Kilometer nördlich von Bytom (Beuthen) im Powiat Tarnogórski, Woiwodschaft Schlesien.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf Radzionkau im Beuthener Land, in dem schon im Mittelalter Bergbau nachweisbar ist, war schon 1326 ein Pfarrort. Die Erwähnung als Pfarrort ist der erste schriftliche Nachweis des Ortes.
Ab dem 18. Jahrhundert erlangte der Ort durch den Abbau von Galmeierz (Zinkerz) große Bedeutung. Die Bergwerksgesellschaft Georg von Giesche’s Erben wurde in der Folgezeit zum größten Unternehmen des Ortes. 1868 erhielt Radzionkau, gelegen im preußischen Kreis Tarnowitz, eine Eisenbahnverbindung nach Tarnowitz und Beuthen.
Zwischen 1871 und 1877 stand auch eine Steinkohlegrube namens Radzionkau in Betrieb, außerdem wurden auch Eisenerz und Kalkstein gefördert. Giesche errichtete 1883 eine Zinkhütte und wenig später auch eine Rösterei zur Aufbereitung von Zinkblende.
Nach der Volksabstimmung in Oberschlesien kam der Ort 1922 zu Polen.
Radzionków erhielt am 28. Juli 1951 Stadtrecht. Am 1. Juli 1975 wurde die Stadt nach Bytom eingemeindet.
Die Bergwerke in Radzionków wurden am 31. Dezember 1996 stillgelegt, damit ging die lange Bergbautradition zu Ende und 3000 Bergleute verloren ihre Arbeit. Seit dieser Zeit ist die Einwohnerzahl der Stadt stark rückläufig.
Zum 1. Januar 1998 erlangte Radzionków wieder die Selbständigkeit als Stadt.
Einwohnerentwicklung
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Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An der Spitze der Verwaltung steht der Bürgermeister. Seit 2006 ist dies Gabriel Tobor. Bei der turnusmäßigen Wahl im April 2024 wurde folgendes Ergebnis ermittelt:[3]
- Gabriel Tobor (Wahlkomitee „Initiative der Einwohner von Radzionków“) 50,7 % der Stimmen
- Justyna Janiczek (Wahlkomitee „Gemeinsames Radzionków“) 49,3 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Tobor erneut bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
Bei der turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 gab es folgendes Resultat:[4]
- Gabriel Tobor (Wahlkomitee „Initiative der Einwohner von Radzionków“) 66,3 % der Stimmen
- Krzysztof Banek (Wahlkomitee „Sozial- und Kulturverein Radzionków“) 21,5 % der Stimmen
- Ryszard Chroboczek (PiS) 12,5 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Tobor bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung direkt in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[5]
- Wahlkomitee „Gemeinsames Radzionków“ 50,7 % der Stimmen, 11 Sitze
- Wahlkomitee „Initiative der Einwohner von Radzionków“ 44,9 % der Stimmen, 4 Sitze
- Übrige 4,4 % der Stimmen, kein Sitz
Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:[6]
- Wahlkomitee „Initiative der Einwohner von Radzionków“ 45,1 % der Stimmen, 9 Sitze
- Wahlkomitee „Sozial- und Kulturverein Radzionków“ 32,2 % der Stimmen, 5 Sitze
- Wahlkomitee „Unser Radzionków“ 10,4 % der Stimmen, 1 Sitz
- Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 9,8 % der Stimmen, kein Sitz
- Übrige 2,4 % der Stimmen, kein Sitz
Partnerstädte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dobre Miasto, Polen
- Boguszów-Gorce, Polen
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bahnhof Radzionków liegt an der Bahnstrecke Chorzów–Tczew und ist Endpunkt der nicht mehr im Personenverkehr betriebenen Bahnstrecke Chorzów–Radzionków.
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Deportationszentrum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2015 wurde im ehemaligen Bahnhof ein Dokumentationszentrum der Deportation von Oberschlesiern zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion zum Ende des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Neben seinen Ausstellungsstücken biete es einen interaktiven Zugang.[7]
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Paul Letocha (1834–1911), deutscher Jurist und Politiker
- Paul Othma (1905–1969), deutscher Handwerker, Opfer der Diktatur in der DDR
- Eugeniusz Juretzko (1939–2018), polnischer Ordensgeistlicher, römisch-katholischer Bischof von Yokadouma in Kamerun
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
- ↑ für 2005; Główny Urząd Statystyczny, https://www.stat.gov.pl/dane_spol-gosp/ludnosc/stan_struk_teryt/2005/30_06/Tablica8.xls
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ VDG: Neues Buch über Deportationen in Oppeln präsentiert ( des vom 31. Juli 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; 15. Oktober 2014
