Rambutan

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Rambutan
Rambutan (Nephelium lappaceum), Frucht (mit Schale und geschält)

Rambutan (Nephelium lappaceum), Frucht (mit Schale und geschält)

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: Sapindoideae
Gattung: Nephelium
Art: Rambutan
Wissenschaftlicher Name
Nephelium lappaceum
L.

Rambutan (Nephelium lappaceum) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Diese tropische Pflanzenart ist mit dem Litschibaum (Litchi chinensis) verwandt. Der Trivialname Rambutan leitet sich vom malaiischen Wort rambat ab, das „Haar“ bedeutet und verweist auf die dicht mit Borsten besetzte Frucht. Daher wird die Frucht auch behaarte oder falsche Litschi genannt. Im Malaiischen Archipel ist der Rambutan einer der häufigsten Obstbäume.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früchte an einem Rambutan
Rambutanblätter

Rambutan wächst als immergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von 7 bis 10 Meter, in Kultur nur 3 bis 5 Meter. Er ist von aufrechtem Habitus. Die wechselständig stehenden Laubblätter sind gefiedert und aus ein bis vier Paaren von Fiederblättchen zusammengesetzt. Die elliptisch geformten, ledrigen Blättchen sind matt gelblichgrün bis dunkelgrün gefärbt, im Austrieb rötlich überhaucht.

Die Pflanze blüht und trägt zweimal jährlich; die 2,5 bis 5 mm kleinen, süß duftenden Blüten stehen in aufrecht endständigen, 30 Zentimeter langen Rispen, die Frucht reift 15 bis 18 Wochen nach der Blüte. Die etwa 5 Zentimeter großen rundlich-ovalen Früchte hängen lose zu 10 bis 20 in einer Rispe. Sie sind von einer rosafarbenen bis leuchtend-roten, ledrigen, dicht mit grünlich-gelben Borsten besetzten Schale umgeben, die das süß-aromatisch schmeckende, milchig-weiße, geleeähnliche Fruchtfleisch schützt. Der mandelähnliche Samen hängt fest am Fruchtfleisch. Der tragende Baum kann auf dem Höhepunkt seiner Kraft bis zu 6.000 Früchte mit einem Gesamtgewicht von rund 70 Kilogramm ausbilden.

Varietäten und Sorten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Nephelium lappaceum existieren vier Varietäten:

  • Nephelium lappaceum var. lappaceum
  • Nephelium lappaceum var. pallens
  • Nephelium lappaceum var. xanthioides
  • Nephelium lappaceum var. babusch

Des Weiteren existieren weit über 200 Zuchtformen.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rambutan ist ursprünglich in Südostasien weitverbreitet. Als Kulturpflanze findet er sich in den Tropen 15° entlang des Äquators in Afrika, der Karibik, Mittelamerika, Indien, Indonesien, Malaysia, Kambodscha, Ecuador[2] und Vietnam, den Philippinen und Sri Lanka, zunehmend auch in Teilen Australiens und Hawaiis. Der größte Produzent allerdings ist Thailand. Die ursprüngliche Heimat des Baumes ist Indonesien. Als tropische Pflanze bedarf er Temperaturen oberhalb von 10 °C sowie humoser und nährstoffreicher, gut drainierter Böden.

Vermehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rambutan vermehrt sich über die haselnussgroßen Samen in der Frucht, wird aber in Kultur meist über Stecklinge vermehrt. Die Pflanze ist entweder männlich oder zwittrig und nicht selbstbefruchtend. Rambutan ist in Indonesia eine wichtige Nektarquelle für Bienen, die zugleich den Hauptbestäuber darstellen; weitere Bestäuber sind Schmetterlinge und Fliegen.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frucht ist ein besonders in Asien weithin geschätztes Lebensmittel. Sie wird sowohl roh als auch verschieden zubereitet gegessen. Bei Konservenware ist der Samen manchmal durch ein Stück Ananas ersetzt.

Samen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samen der Pflanze, die Fette und Öle – hauptsächlich Ölsäure und Arachinsäure – enthalten, finden Verwendung in der Herstellung von Speiseölen und Seifen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln, die Rinde und die Blätter des Rambutan werden vielfältig als Heilpflanze in der asiatischen Volksmedizin gebraucht, finden aber auch als Farbstoff Verwendung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waldemar Ternes, Alfred Täufel, Lieselotte Tunger, Martin Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4., umfassend überarbeitete Aufl. Behr, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2., S. 1533
  2. Projektbeschreibung zum Export in die EU

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rambutan (Nephelium lappaceum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Rambutan – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen