Raphael Thelen

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Raphael Thelen (* 1985 in Bonn) ist ein deutscher Journalist. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thelen studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Volkswirtschaftslehre auf Magister an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.[1] Nach seinem Abschluss 2011 zog er nach Kairo und berichtete über das postrevolutionäre Ägypten. Im Anschluss lebte er im Libanon und berichtete über den syrischen Bürgerkrieg und seine Folgen für die Region.[2]

2014 absolvierte Thelen ein Jahr an der Zeitenspiegel Reportageschule und wurde im Anschluss Mitglied der gleichnamigen Agentur.[3] Aus Ostdeutschland berichtete er in mehreren Reportageserien auf dem von ihm gegründeten Blog Neue Normalität[4], auf Zeit Online[5] und Spiegel Online[6] über den Aufstieg der Neuen Rechten. Seine Berichte führten mancherorts zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über den Umgang mit Rechts.[7]

In seinem 2018 veröffentlichten Buch „Straße der Träume“ vertritt Thelen die These, dass der Blick vieler Medien auf Ostdeutschland nicht mehr zeitgemäß ist und den Aufstieg der Neuen Rechten mitbefördert hat. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat das Buch in ihr Programm aufgenommen.

Thelen ist Mitglied der Jury des Hansel-Mieth-Preis Digital und des Kuratoriums des Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit.[8]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es auf einen Twitter–Beitrag von Thelen öffentliche Kritik über unangemessene Nähe zu rechten Politikern. Er hatte in der in der Süddeutschen einen Politiker der rechtspopulistischen Partei AfD ausführlich porträtiert und dieses auf Twitter mit den Worten „Anderthalb Jahre mit dem AfD-Mann Markus Frohnmaier gestritten, gelacht und Rum getrunken. Obwohl er radikal ist, wie nur geht, war es mir beim Schreiben wichtig, fair mit ihm zu sein.“ beworben. Daraufhin wurde ihm unter anderem „eine allzugroße Nähe“ zu dem portraitierten AfD-Politiker attestiert. Thelen schätzte die Kritik als überzogen ein.[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Medium Magazin zeichnete Thelen 2016 als einen der besten 30 Journalisten bis 30 Jahre aus.[10]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Raphael Thelen, M.A. || Nachwuchsförderung und Lehre || Universität Bonn – Center for Global Studies (CGS). Abgerufen am 19. April 2018.
  2. raphaelthelen.de. Abgerufen am 19. April 2018.
  3. Zeitenspiegel: Raphael Thelen – Autoren : Zeitenspiegel Reportagen. Abgerufen am 19. April 2018.
  4. Neue Normalität. Abgerufen am 19. April 2018 (deutsch).
  5. Serie: 30 Tage oben rechts. In: ZEIT ONLINE. (zeit.de [abgerufen am 19. April 2018]).
  6. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Roadtrip durch Ostdeutschland: Unterwegs auf der Straße der Träume - SPIEGEL ONLINE - Panorama. Abgerufen am 19. April 2018.
  7. Anne Hähnig: Rassismus: Haue in Aue. In: Die Zeit. 7. Juli 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. April 2018]).
  8. Vita. 4. März 2018 (wordpress.com [abgerufen am 19. April 2018]).
  9. Raphael Thelen: „Wie sollen wir uns diese Leute vom Leib halten, wenn wir sie nicht verstehen?“ auf uebermedien.de vom 6. April 2019
  10. Raphael Thelen – medium magazin. Abgerufen am 19. April 2018 (deutsch).