Rebecca Black

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Rebecca Black (2014)
Rebecca Black (2014)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Friday
  UK 60 02.04.2011 (4 Wo.)
  US 58 02.04.2011 (6 Wo.)
Saturday (mit Dave Days)
  US 55 28.12.2013 (1 Wo.)

Rebecca Black (* 21. Juni 1997 in Anaheim, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Sängerin. Bekanntheit erlangte sie 2011 im Alter von 13 Jahren durch die Veröffentlichung des Pop-Songs Friday auf der Videoplattform YouTube. In wenigen Tagen wurde das Musikvideo millionenfach aufgerufen.[2]

Biografisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rebecca Black lebt in Anaheim, ihre Eltern sind Tierärzte. Im Alter von zwei Jahren begann sie, Ballettunterricht zu nehmen. Seit 2008 ist sie Mitglied in einem Chor namens Celebration USA, der auf verschiedenen Veranstaltungen und zu verschiedenen Anlässen die Nationalhymne der USA singt. Dadurch wurde ihr Interesse am Gesang geweckt und Black nahm an Talentwettbewerben und am Sommerlager der Orange County High School of the Arts teil.[3]

Songs und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistische Übersicht der Musikvideos von Rebecca Black auf YouTube Stand: 5. Februar 2017
Titel Länge Uploaddatum Aufrufe Bewertungen Link
positiv negativ
Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Friday1 3:47 10. Feb. 2011 167.000.000 462.000 12,28 % 3.300.000 87,72 %
My Moment 3:25 18. Juli 2011 41.000.000 448.000 38,23 % 724.000 61,77 % YouTube
Friday 3:47 16. Sep. 2011 104.000.000 651.000 20,66 % 2.500.000 79,34 % YouTube
Person Of Interest 3:20 15. Nov. 2011 8.600.000 87.000 37,50 % 145.000 62,50 % YouTube
Sing It 2:52 08. Mai  2012 3.500.000 65.000 67,71 % 31.000 32,29 % YouTube
In Your Words 3:05 23. Nov. 2012 2.700.000 60.000 83,33 % 12.000 16,67 % YouTube
Saturday 4:08 07. Dez. 2013 30.000.000 403.000 66,50 % 203.000 33,50 % YouTube
The Great Divide2 3:51 03. Sep. 2016 2.700.000 84.000 94,38 % 5.000 5,62 % YouTube

Eine Freundin machte sie im Herbst 2010 auf das Plattenlabel ARK Music aufmerksam. Black sang einige Probeaufnahmen ein, von denen ihr Friday am besten gefiel. Obwohl ihre Mutter an der Qualität des Textes zweifelte, gab sie dem Willen ihrer Tochter nach.[4]

Anfang Januar 2011 wurde dazu ein Musikvideo gedreht. Die Produktionskosten übernahmen teilweise Blacks Eltern, um ihrer Tochter die Rechte an dem Lied zu sichern.[5] Das fertige Video wurde vom Label beim Online-Netzwerk YouTube eingestellt, wo es die Aufmerksamkeit des Comedians Daniel Tosh erregte, der am 11. März 2011 über das Video in seinem Blog Tosh.0 negativ berichtete.[6] Binnen weniger Stunden stiegen die Zugriffszahlen auf über 100.000 und ARK Music erhielt Anfragen von Fernsehsendern nach dem Lied. Die Popularität von Friday stieg rasant, sodass es bis zum 16. Juni 2011 fast 167 Millionen Mal angesehen wurde.[7] Bis zur endgültigen Entfernung am 16. Juni 2011 wurde das Video bei YouTube ca. 3,3 Millionen Mal negativ und über 462.000 Mal positiv bewertet. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Video weltweit auf Platz eins der Videos mit den meisten Negativbewertungen. Auch die meisten Kritiken fielen negativ aus, so wurde Friday als „schlechtester Song aller Zeiten“, „bizarr“ und „unbeholfen“ bezeichnet.[8][9][10]

Über iTunes und andere Plattformen wurde der Titel in der ersten Woche rund 43.000-mal kostenpflichtig heruntergeladen, das Musikmagazin Billboard schätzt Blacks Einnahmen daraus auf rund 25.000 US-Dollar.[7] In der Chartwoche ab 28. März 2011 debütierte das Lied auf Platz 72 der Billboard Hot 100. Zwischenzeitlich wurde das Lied als Klingelton angeboten, in den iTunes-Charts stand es auf Platz 13. Darüber hinaus wurden einige Coverversionen und viele Parodien des Stücks auf YouTube veröffentlicht. Der Song wurde auch in der Serie Glee (Staffel 2, Folge 20) gecovert.[2]

Am 25. März engagierte Black einen Manager, der laut seinen Angaben von mehreren Songwritern und Labels mit Ideen für weitere Veröffentlichungen und Alben kontaktiert wurde.[11] In einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Sun kündigte Black an, ein neues Lied mit dem Titel LOL aufzunehmen, der auch in ein bei dem Flying Pig Productions studio in Vorbereitung befindliches Album einfließen solle.[12] Dieses Album soll in Aufbau und Inhalt Friday ähnliche Lieder beinhalten, die laut Black „angemessen und sauber“ sein sollen.[12]

Am 16. Juni 2011 wurde ihr Musikvideo von YouTube mit der Begründung „Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Rebecca Black nicht mehr verfügbar“ entfernt. Grund sind Streitigkeiten mit dem Label Ark Music, welches das Video nur noch kostenpflichtig (für den Preis von 2,99 US-Dollar) zugänglich machen wollte.[13]

Als Hommage an ihr Lied Friday durfte Black im Musikvideo zu Last Friday Night (T.G.I.F.) von Katy Perry mitspielen.[14]

Am 18. Juli 2011 wurde ein neues Lied namens My Moment samt Video auf einem neuen Kanal auf YouTube veröffentlicht, welches innerhalb von 24 Stunden bereits über zwei Millionen Aufrufe verzeichnen konnte. Wie auch bei Friday gab es einen regelrechten „Aufruf-Wahn“, der allerdings nach einer Woche wieder nachließ. Am 30. August 2011 gab sie in einem weiteren Video auf YouTube bekannt, dass demnächst ihr erstes Album erscheinen werde.[15] Am 16. September 2011 lud Black ihr erstes Musikvideo zu Friday erneut auf YouTube.

Am 23. November 2012 veröffentlichte sie ihren Song In Your Words wie üblich mit Video auf YouTube. Der Musikstil und die Aufbereitung des Videos ist mit den musikalischen Anfängen Blacks nicht mehr zu vergleichen. Am 7. Dezember 2013 veröffentlichte sie ihren Song Saturday, der auch wie die vorangegangenen Songs als Musikvideo auf YouTube abrufbar ist und erreichte in den ersten 24 Stunden 3,7 Millionen Aufrufe. Angeblich soll er eine nicht ernst gemeinte Fortsetzung von Friday sein.

Anmerkungen

1 Video am 16. Juni 2011 gelöscht
2 nur als Crash Cove Remix veröffentlicht

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Friday
  • 2011: My Moment
  • 2011: Person of Interest
  • 2012: Sing It
  • 2012: In Your Words
  • 2013: Saturday
  • 2016: The Great Divide

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rebecca Black – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: UK US
  2. a b Frank Patalong: Web-Anti-Popstar Rebecca Black. Hallo, ich bin deine Hassfigur. Spiegel Online, 22. März 2011, abgerufen am 23. März 2011.
  3. Peter Larsen: O.C.'s Rebecca Black talks about 'Friday' (Page 2 of 6). The Orange County Register, 17. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  4. Chris Lee: Rebecca Black: 'I'm Being Cyberbullied'. In: The Daily Beast. 17. März 2011. Abgerufen am 27. März 2011.
  5. Peter Larsen: O.C.'s Rebecca Black talks about 'Friday'. The Orange County Register, 17. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  6. Tosh.0 Blog: Songwriting Isn't For Everyone
  7. a b Glenn Peoples: Rebecca Black's 'Friday' First-Week Sales High But Not in Millions. billboard.com, 22. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  8. Lyndsey Parker: Is YouTube Sensation Rebecca Black's „Friday“ The Worst Song Ever?. In: Yahoo! Music, 14. März 2011. Abgerufen am 19. März 2011. 
  9. Joseph Brannigan Lynch: Rebecca Black’s 'Friday': The Internet’s latest bizarre music video obsession. In: Entertainment Weekly, 14. März 2011. Abgerufen am 14. März 2011. 
  10. Megan Gibson: Rebecca Black’s Bizarrely Bad Video for 'Friday': Is This For Real?. In: Time, 14. März 2011. Abgerufen am 14. März 2011. 
  11. Gail Mitchell: Rebecca Black Looks To Move Beyond 'Friday'. In: Billboard, Prometheus Global Media, 25. März 2011. Abgerufen am 27. März 2011. 
  12. a b Rebecca Black following 'Friday' with 'LOL' single and album. In: New Musical Express. Time Inc.. 26. März 2011. Abgerufen am 28. März 2011.
  13. Rebecca Black YANKS 'Friday' Off YouTube
  14. Rebecca Black im Musikvideo zu Last Friday Night (T.G.I.F.)
  15. Albumbekanntgabe