Region Koulikoro
| Koulikoro | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Mali |
| Hauptstadt | Koulikoro |
| Fläche | 43.290 km² |
| Einwohner | 2.224.418 (2023) |
| Dichte | 51 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | ML-2 |

Koulikoro ist eine Verwaltungsregion Malis mit 2.224.418 Einwohnern (2023).[1][2] Ihre Hauptstadt ist der gleichnamige Ort Koulikoro.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region Koulikoro liegt im Südwesten Malis und grenzt im Süden an Guinea, im Norden an Mauretanien. Sie umschließt den Hauptstadtdistrikt Bamako. Die Flüsse Niger, Baoulé, Sankarani, Bagoé, Bani und Bafing durchziehen die Region. Der äußerste Süden Koulikoros ist relativ feucht, weiter nördlich herrscht das Klima der Sahelzone vor.
Gliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region ist in 13 Kreise (cercles) gegliedert.[3] Nach Angaben von OCHA umfasst sie 29 Arrondissements, 61 Gemeinden und 1218 Dörfer.[4]
| Code Kreis | Kreis | Gemeinden |
|---|---|---|
| 0201 | Koulikoro | 7 |
| 0202 | Banamba | 9 |
| 0203 | Kangaba | 8 |
| 0204 | Kati | 17 |
| 0205 | Kolokani | 10 |
| 0206 | Nyamina | 2 |
| 0207 | Siby | 4 |
| 0208 | Néguéla | 4 |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ethnien in der Region sind die Bambara, Malinke und Somono.
| Jahr[1] | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 919.345 |
| 2009 | 1.273.272 |
| 2023 | 2.224.418 |
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Land der Manding (oder Mandé) liegt in dieser Region. Es ist die Wiege des Mali-Reiches und bekannt dafür, dass es seine traditionelle Kultur mit seinen Griots und Jägern bewahrt hat. Wie weite Teile Malis ist die Region stark islamisiert, doch die Bräuche der Animisten sind in den Dörfern nach wie vor sehr präsent. Bambara ist die am häufigsten gesprochene Sprache der Region.
Koulikoro ist berühmt für sein traditionelles Puppentheater, das bei vielen Festen wie beispielsweise im Dorf Diarabougou zu sehen ist. Mehrere Musiker stammen aus dieser Region, darunter Salif Keita und Rokia Traoré.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koulikoro ist der Endbahnhof der Eisenbahnstrecke Dakar–Niger. Außerdem ist es ein wichtiger Hafen am Niger. Die Landwirtschaft ist nach wie vor der wichtigste Wirtschaftszweig, obwohl es im Gebiet auch verschiedene Industriezweige gibt, wie beispielsweise den Wasserkraftwerk von Sélingué, die Goldindustrie rund um Kangaba und den Baumwollanbau mitsamt Verarbeitung.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans-Heinrich Bass, Klaus von Freyhold, Cordula Weisskoeppel: Wasser ernten, Bäume schützen: Ernährungssicherung im Sahel. ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) Bremen 2013 (PDF; 2,9 MB)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Mali: Regionen, Städte & Orte - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 8. Mai 2026.
- ↑ INSTAT: Region de Koulikoro - Ergebnisse des Zensus 2009 ( vom 22. Juli 2011 im Internet Archive) (PDF; 747 kB)
- ↑ Mali - Subnational Administrative Boundaries. (XLSX; GeoJSON; Shape; GDB) In: The Humanitarian Data Exchange (HDX) - OCHA Global Subnational Administrative Boundaries. UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - Field Information Services Section (FISS), Geneva, Switzerland, 2. April 2026 (englisch, Quelle: Mali Institut Géographique (IGM)).
- ↑ Carte de Référence - Région de Koulikoro - Nouveau Découpage administratif du Mali. (Karte) United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, 14. Januar 2026, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).