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Region Timbuktu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Timbuktu

Basisdaten
Staat Mali
Hauptstadt Timbuktu
Fläche 206.000 km²
Einwohner 1.047.917 (2023)
Dichte 5,1 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 ML-6
Koordinaten: 17° N,  W

Die Region Timbuktu liegt im Norden Malis und war bis zur Abtrennung von Taoudénit die größte Region des Landes mit Timbuktu als Hauptstadt. Sie hat 1.047.917 Einwohner (2023).[1]

Die Region Timbuktu ist weltberühmt für ihre Hauptstadt, die antike Stadt Timbuktu (französisch: Tombouctou), die für die Europäer des 19. Jahrhunderts gleichbedeutend war mit einem geheimnisvollen, schwer erreichbaren Reiseziel. Die Stadt erlangte 1390 Berühmtheit, als ihr Herrscher, Mansa Musa I., eine Pilgerreise nach Mekka unternahm, mit seinem Gefolge in Ägypten Halt machte und so viel Gold verteilte, dass es zur Entwertung der ägyptischen Währung führte.

Der Niedergang von Timbuktu begann mit der Eroberung der Stadt durch Marokko im Jahr 1592. Viele islamische Gelehrte wurden verstreut, einige davon nach Marokko. Letztendlich war es jedoch der Aufschwung des Seehandels entlang der westafrikanischen Küste, der den Landwegen, die Nordafrika mit Subsahara-Afrika verbanden, was der Ortschaft die ökonomische Basis entzog. Während der französischen Kolonialzeit vernachlässigt, fristete die Region ein Dasein als periphere Region im unabhängigen Mali.

Anfang 2012 fegten die Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad und andere militante Gruppen, die sich gegen die Regierung von Mali stellten, durch die Region und marschierten nach einer Vereinbarung mit lokalen arabischen Milizen kampflos in Timbuktu ein. Am 6. April 2012 wurde die Region als Teil des neuen Staates Azawad für unabhängig von Mali erklärt. Zwar geriet Timbuktu 2013 mit französischer Hilfe wieder unter Kontrolle der Regierung Malis, allerdings ist die staatliche Herrschaft über die Region auch in der Folgezeit nur unzureichend ausgeprägt.

Die Region ist in 13 Kreise (cercles) gegliedert.[2] Nach Angaben von OCHA umfasst sie 34 Arrondissements, 53 Gemeinden und 1220 Dörfer.[3]

Code Kreis Kreis Gemeinden
0601 Timbuktu 4
0602 Goundam 7
0603 Diré 13
0604 Soumpi 2
0605 Rharous 4
0606 Bintagoungou 4
0607 Saraféré 4
0608 Bambara-Maoudé 3
0609 Léré 2
0610 Gossi 2
0611 Tonka 2
0612 Ber 2
0613 Gargando 4

Die Hauptbevölkerungsgruppen sind Songhai (sesshaft, am Nigerbogen) und Tuareg (Berber, nomadisch), ergänzt durch Mauren (arabisch-berberisch) und Fulbe (Hausa-Fulani, Viehzüchter). Die Region erlebt durch sehr hohe Geburtenraten ein rasantes Bevölkerungswachstum und zunehmende Landkonflikte zwischen den Ethnien.

Bevölkerungsentwicklung[1]
Jahr Einwohnerzahl
1998 469.532
2009 653.331
2023 1.047.917

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Mali: Regionen, Städte & Orte - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 8. Mai 2026.
  2. Mali - Subnational Administrative Boundaries. (XLSX; GeoJSON; Shape; GDB) In: The Humanitarian Data Exchange (HDX) - OCHA Global Subnational Administrative Boundaries. UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - Field Information Services Section (FISS), Geneva, Switzerland, 2. April 2026 (englisch, Quelle: Mali Institut Géographique (IGM)).
  3. Carte de Référence - Région de Tombouctou - Nouveau Découpage administratif du Mali. (Karte) United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, 14. Januar 2026, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).