Rhodia Acetow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Rhodia Acetow GmbH

Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1927
Sitz Freiburg im Breisgau, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Philippe Rosier, Mani Herold
Mitarbeiterzahl 794
Branche Chemie
Stand: 6. September 2017

Niederlassung in Freiburg

Die Rhodia Acetow GmbH ist ein weltweit operierendes Chemieunternehmen und Hersteller von Celluloseacetat-Tow für die Zigarettenfilterherstellung, Celluloseacetat-Flakes und weiteren Celluloseacetat-Produkten.

Hauptsitz von Rhodia Acetow ist Freiburg im Breisgau. Weitere Produktionsstandorte sind in Roussillon (Frankreich), Kingsport (Tennessee, USA), Santo André (São Paulo, Brasilien) und Serpuchow (Russland) angesiedelt. An den fünf Standorten sind zusammen rund 1.300 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhodia Acetow gehörte zu den ersten Acetatherstellern. Nachdem 1911 erste Verfahrenspatente erteilt wurden, stellte Rhodia ab 1912 im französischen Saint-Fons zunächst Celluloseacetat-Flakes (heutiger Handelsname Rhodia Acetol) her, die in Farben und Lacken eingesetzt werden. 1921 wurde in Roussillon, Frankreich, begonnen, synthetische Garne herzustellen, ab 1927 unter der Firmierung Deutsche Acetat-Kunstseiden Aktiengesellschaft Rhodiaseta auch in Freiburg. Um die Verwechslung mit Seta, einer Bezeichnung für reine Seide, zu vermeiden, wurde das Freiburger Unternehmen 1951 in Deutsche Rhodiaceta AG umbenannt.

1937 entstand das Garnwerk in Santo André, Brasilien (Rhodia Acetow Brasil). Kurz nach Erfindung der Zigarettenfilterkabel in den USA (die Kabel werden als Verbund von Einzelfasern aus in Aceton gelösten Zelluloseacetatflocken hergestellt) startete Rhodia Acetow 1956 auch in Freiburg mit dieser Produktion (anfänglich unter der Markenbezeichnung Rhiakabel, heute Rhodia Filter Tow), 1968 desgleichen in Santo André. 1992 übernahm Acetow die Mehrheit der Anteile des venezolanischen Unternehmens Acetco.

Zwei Jahre darauf wurde das Werk Primester in Kingsport (USA) in Betrieb genommen. 1997, 2001 und 2005 wurden in Serpuchow, Russland, die Werke Sertow I–III eröffnet.

Im September 2011 übernahm die belgische Solvay-Gruppe das französische Chemieunternehmen Rhodia. Die deutschen Rhodia-Gesellschaften hatten zum 2. April 2013 umfirmiert. Die Rhodia Acetow GmbH hatte sich in Solvay Acetow GmbH umbenannt. Die Rhodia GmbH änderte ihren Namen in Solvay P&S GmbH. Beide Gesellschaften agierten unter dem Dach der bisherigen Rhodia Deutschland GmbH, die dann den Namen Solvay Holding Freiburg GmbH trug.

Ende 2016 kaufte der US-Finanzinvestor Blackstone die Acetow-Sparte von Solvay. Zum 1. Juni 2017 benannte sich die Solvay Acetow GmbH wieder in Rhodia Acetow um. Mitte Juni 2017 wurde bekannt, dass Rhodia Teil eines globalen Joint Ventures mit dem amerikanischen Chemie-Riesen Celanese werden soll.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Badische Zeitung: Rhodia kommt nicht zur Ruhe. Filterhersteller wird Teil eines Gemeinschaftsunternehmens.

Koordinaten: 48° 1′ 18,2″ N, 7° 50′ 55,8″ O