Blackstone Group

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The Blackstone Group L.P.
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Rechtsform Limited Partnership
ISIN US09253U1088
Gründung 1985
Sitz New York, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Stephen A. Schwarzman (Chairman & CEO)[1]
Mitarbeiter 2.190 (2014)[2]
Branche Private Equity
Website www.blackstone.com

The Blackstone Group L.P. ist eine an der Börse notierte US-amerikanische Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in New York.

Der Wert der Beteiligungen des Unternehmens lag zum 30. September 2014 bei 284 Milliarden US-Dollar.

Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blackstone Group besitzt Niederlassungen in New York (345 Park Avenue), Atlanta, Boston, Chicago, Dallas, Düsseldorf, Hongkong, Houston, London, Los Angeles, Menlo Park, Mumbai, Paris, San Francisco und Tokio.

Das Unternehmen ist in die vier Geschäftsfelder Corporate Private Equity, Real Estate, Marketable Alternative Asset Management und Financial Advisory aufgeteilt.

GSO Capital ist die Tochtergesellschaft der Blackstone Group auf dem Gebiet des kreditorientierten Asset Managements.[3]

Den Vorsitz des Aufsichtsrates hat der Gründer des Unternehmens Stephen A. Schwarzman inne, der gleichzeitig auch Chief Executive Officer ist.

Bekannte Beteiligungen der Blackstone Gruppe (Stand April 2016):

Laut eigenen Angaben plant Blackstone, verstärkt Geschäfte in Europa zu tätigen. Im „International Advisory Board“ des Unternehmens sind daher unter anderem Roland Berger (als „Chairman of Blackstone Germany“) und Ron Sommer vertreten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Das Unternehmen wurde 1985 vom früheren US-Handelsminister Peter George Peterson, der sich 2008 aus dem Unternehmen zurückzog, und von Stephen A. Schwarzman gegründet.

Ende 2004 übernahm das Unternehmen 31.000 Wohnungen von der Beteiligungsgesellschaft WCM für 1,4 Milliarden Euro. Es handelte sich dabei um den Wohnungsbestand der Kieler Wohnungsbaugesellschaft mit 9500 Wohnungen. Ferner um 3800 Wohnungen in Wuppertal, 5800 in der Region Mönchengladbach sowie 500 in weiteren Regionen.

Ende April 2006 erwarb Blackstone für 2,68 Milliarden Euro einen 4,6-prozentigen Anteil an der Deutschen Telekom von der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die weitere 17,5 Prozent an der Telekom hält. Blackstone verpflichtete sich, die Aktien für mindestens zwei Jahre zu halten.

Am 19. November 2006 wurde zwischen Blackstone und der amerikanischen Immobilienfirma Equity Office Properties eine Übernahmevereinbarung unterzeichnet. Die Transaktion sollte ein Volumen von 36 Milliarden US-Dollar haben.[8] Im Februar 2007 kam die bis dahin größte fremdfinanzierte Übernahme einschließlich Schulden für 39 Milliarden US-Dollar zu Stande.[9]

Gegen den Widerstand des US-Senats fand am 22. Juni 2007 der Börsengang der Blackstone Group zu einem Emissionskurs von 31 US-Dollar an der New York Stock Exchange statt. Dabei überstieg die Nachfrage nach Aktien das Angebot von 133 Millionen Stückaktien um etwa das 6-fache. Der Börsengang erzielte 4,13 Milliarden US-Dollar. Seither wird die Aktie unter dem Kürzel BX gehandelt.

Bereits im Vorfeld des Börsengangs wurde über eine Beteiligung eines chinesischen Staatsfonds in Höhe von drei Milliarden US-Dollar berichtet.[10] Die China Investment Corporation sicherte sich 9,3 Prozent der Anteile von Blackstone.

Im Juli 2007 übernahm Blackstone die Hotelkette Hilton und wurde damit zum viertgrößten Hotelbetreiber der Welt. Mit einem Gesamtpreis von 26 Milliarden US-Dollar ist die Transaktion die bislang größte Übernahme in der Touristik.

Im Zuge der Finanzkrise musste auch die Blackstone Group mehrere Quartalverluste in Millionenhöhe melden. Der Wert der Aktie hatte verglichen mit dem Börsengang im Juni 2007 zeitweise mehr als 90 Prozent an Wert verloren,[11] sich inzwischen aber wieder etwas erholt (Stand April 2012). Im Sommer 2015 lag der Wert der Aktie bei ca. 44 bis 32 USD; im Sommer 2016 hatte er sich wieder etwas vermindert auf Werte zwischen 20 und 30 USD.

Im Oktober 2011 wurde bekannt, dass Blackstone 44 % der Anteile der Salzburger Holding ACM Projektentwicklung von Leica Camera übernehmen will.[12]

2014 beschäftigte die Blackstone Group 2.190 Mitarbeiter.[2]

2015 verdiente Stephen A. Schwarzman als CEO der Blackstone Group 810,6 Millionen US-Dollar.[13]

Im zweiten Quartal 2016 verwaltete die Blackstone Group ein Vermögen von 356,3 Milliarden US-Dollar.[14]

Ende 2016 kaufte Blackstone Solvay Acetow in Freiburg im Breisgau.[15]

Im November 2016 kaufte Blackstone Officefirst, die Bürosparte von IVG Immobilien. Der Kaufpreis betrug 3,3 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete.[16]

Im Februar 2017 kaufte Blackstone die Cloud-Operations Firma Cloudreach.[17]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde kritisiert, dass im Rahmen des Erwerbes tausender Wohnungen Investitionen des öffentlichen Wohnungsbaus nun auf dem freien Markt „verschleudert“ werden.[18]

Beteiligungsgesellschaften wie die Blackstone Group waren im April 2005 Anlass für die Heuschreckendebatte in Deutschland. Franz Müntefering sprach damals von Finanzinvestoren als „Heuschrecken“. Im Zuge der steigenden Investitionen in Deutschland nahm der Mitgründer und derzeitige Vorstandschef der Blackstone Gruppe Stephen A. Schwarzman darauf Bezug und fragte die Bundeskanzlerin Angela Merkel im November 2006, wie es denn sein könne, dass er von einem Minister ihres Kabinetts als Insekt betrachtet werde.[19]

Auch in der Diskussion um sehr hohe Managergehälter wurde der Name des Unternehmens an vorderster Front genannt. So erhielt Stephen A. Schwarzman im Jahre 2006 398,3 Millionen US-Dollar,[20] im Jahr 2007 350 Millionen US-Dollar,[21] und 2008 waren es sogar 702 Millionen US-Dollar.[22]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Our People
  2. a b Pay at Blackstone is a lot higher than at Goldman Sachs. 16. Oktober 2015, abgerufen am 29. September 2016 (britisches englisch).
  3. Demystifying GSO Capital (Blackstone). In: Wall Street Oasis. 25. Dezember 2015, abgerufen am 25. Dezember 2015.
  4. http://www.mbaerospace.com/news/blackstone-to-acquire-mb-aerospace/
  5. http://www.blackstone.com/news/press_releases/07-03-2007.pdf
  6. http://lasvegassun.com/news/2014/may/15/deutsche-bank-sells-cosmopolitan-blackstone-17-bln/
  7. http://www.ft.com/cms/s/0/7eaceedc-fa2c-11e0-8e7e-00144feab49a.html#axzz46GmQP9j6
  8. Equity Office Agrees to be Acquired by The Blackstone Group, phx.corporate-ir.net, 19. November 2006.
  9. Blackstone has sold most Equity Office property: WSJ. In: reuters.com. 26. Juli 2007, abgerufen am 16. Februar 2015.
  10. Blackstone: China legt drei Milliarden Dollar bei Heuschrecke an. In: Spiegel Online. 19. Mai 2007, abgerufen am 16. Februar 2015.
  11. Tiefrote Zahlen: Blackstone-Gründer verzichten auf Boni. In: Spiegel Online. 27. Februar 2009, abgerufen am 16. Februar 2015.
  12. Finanzinvestor Blackstone steigt bei Leica ein (Memento vom 21. Oktober 2011 im Internet Archive) In: tagesschau.de
  13. Koh Gui Qing: Blackstone CEO took home $810.6 million in 2015. In: Reuters. 26. Februar 2016, abgerufen am 29. September 2016 (englisch).
  14. Konrad Putzier: Real estate boosts Blackstone’s profits in Q2. In: The Real Deal New York. 21. Juli 2016, abgerufen am 29. September 2016 (englisch).
  15. Jörg Buteweg: Wirtschaft: Freiburg: Alter Name, neue Chefs: Solvay heißt bald wieder Rhodia. Badische Zeitung, 9. Dezember 2016, abgerufen am 18. Dezember 2016.
  16. Blackstone kauft IVG-Tochter Officefirst. In: finanzen.net. 8. November 2016, abgerufen am 14. Februar 2017.
  17. Blackstone Acquires a Majority Stake in Leading Global Public Cloud Enabler Cloudreach. Abgerufen am 20. Februar 2017 (englisch).
  18. Immobilien: Heuschrecken spielen Monopoly. In: stern.de. 29. Oktober 2005, abgerufen am 16. Februar 2015.
  19. Daniel Schäfer: Herrscher der Welt GmbH. In: FAZ.net. 21. November 2006, abgerufen am 16. Februar 2015.
  20. Blackstone-Chef: 400 Millionen US-Dollar Jahresgehalt. In: Focus Online. 12. Juni 2007, abgerufen am 16. Februar 2015.
  21. Unbekannter Titel. In: nytimes.com. Abgerufen am 16. Februar 2015 (englisch). (Abonnement notwendig)
  22. Blackstone-Chef bekam 700-Millionen-Gehalt. In: handelsblatt.com. 14. August 2009, abgerufen am 16. Februar 2015.