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Serpuchow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Stadt
Serpuchow
Серпухов
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Moskau
Stadtkreis Serpuchow
Bürgermeister Pawel Zalesow
Erste Erwähnung 1339
Stadt seit 1374
Fläche 33 km²
Bevölkerung 127.041 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 3850 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 140 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 4967
Postleitzahl 142200–142215
Kfz-Kennzeichen 50, 90, 150, 190, 750
OKATO 46 470
Website serpuhov.ru
Geographische Lage
Koordinaten 54° 55′ N, 37° 24′ OKoordinaten: 54° 55′ 0″ N, 37° 24′ 0″ O
Serpuchow (Europäisches Russland)
Serpuchow (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Serpuchow (Oblast Moskau)
Serpuchow (Oblast Moskau)
Lage in der Oblast Moskau
Liste der Städte in Russland

Serpuchow (russisch Се́рпухов) ist eine russische Großstadt in der Oblast Moskau mit 134.000 Einwohnern (Stand: 2025).[2] Sie liegt rund 90 km südlich von Moskau an der Oka.

Nach Serpuchow ist die geologische Stufe Serpukhovium benannt sowie ein Schiff der Bujan-Klasse.

Die Stadt, die schon seit dem 14. Jahrhundert besteht, wurde im 16. Jahrhundert zur Festung ausgebaut, um Moskau von Süden her zu schützen. In diesem Zusammenhang entstand der Kreml als befestigtes Zentrum, während sich außerhalb der Possad als Siedlung von Handwerkern und Händlern entwickelte und bis heute Teile des Stadtbildes prägt. Bereits während des Stehens an der Ugra war die Stadt Stützpunkt des Heeres des Großfürstentums Moskau unter Großfürst Iwan III. gewesen. Spuren älterer Siedlungsstrukturen zeigen sich unter anderem in Namen wie Iwanowskije Dworiki (Kleine Höfe des Iwan). Nach dem Wachsen des Russischen Reiches nach Süden entwickelte sich Serpuchow zu einer Handelsstadt und zu einem religiösen Zentrum, unter anderem durch die beiden Klöster in ihrer Nähe: das Wladytschny- und das Wyssozki-Kloster. Die Textilindustrie hielt im 19. Jahrhundert Einzug, was sich bis heute unter anderem im Namen des Wohngebiets Krasny Tekstilschtschik (Roter Textilarbeiter) widerspiegelt. In der Zeit der Sowjetunion wurde die Industrie ausgebaut, die heute unter anderem Maschinenbau (z. B. den zeitweiligen Automobilhersteller SeAZ), Möbel- und Kleiderherstellung umfasst.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr Einwohner
189730.571
192656.000
193990.727
1959106.387
1970124.293
1979139.717
1989143.618
2002131.097
2010127.041

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Die Stadt hat mehrere Schulen und Bildungsinstitutionen. Sie liegt an der russischen Fernstraße M 2, die von Moskau nach Charkiw führt, sowie an der ringförmig um Moskau herum verlaufenden A 108. Zudem hat Serpuchow einen Bahnhof an der Bahnstrecke Moskau – Kursk.

Etwa 35 km nordöstlich von Serpuchow, in Kurilowo in der Oblast Kaluga liegt die Militärbasis Serpuchow-15. Hier leistete Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow Dienst, als er sich bei dem Vorfall am 26. September 1983 entschied, einen von der Automatik fälschlich gemeldeten Angriff durch US-amerikanische Minuteman-Raketen als Fehlalarm zu werten und damit einen atomaren Erstschlag der Sowjetunion verhinderte.

Nach Serpuchow benannt wird auch manchmal das 15 km von Serpuchow in Protwino gelegene Institut für Hochenergiephysik (IHEP).

Söhne und Töchter der Stadt

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Städtepartnerschaften

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Serpuchow listet folgende achtzehn Partnerstädte auf:[3][4]

StadtLand
Alexin Russland
Antalya  Türkei
Balaklija Charkiw, Ukraine
Bobigny  Île-de-France, Frankreich
Ceadîr-Lunga  Gagausien, Republik Moldau
Çeşme Izmir, Türkei
Danilovgrad  Montenegro
Forssa  Kanta-Häme, Finnland
Iwano-Frankiwsk Ukraine
Lindau  Bayern, Deutschland
Malojaroslawez Russland
Mělník  Mittelböhmische Region, Tschechien
Prawez Sofia, Bulgarien
Richmond Indiana, Vereinigte Staaten
Saslauje  Minsk, Belarus
Sjewjerodonezk Luhansk, Ukraine
Sluzk  Minsk, Weißrussland
Sousse  Tunesien
Verona  Venetien, Italien
Wraza  Bulgarien
Zhanjiang Guangdong, Volksrepublik China

Einzelnachweise

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  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Russland: Föderationskreise und Großstädte. In: citypopulation.de. Abgerufen am 6. August 2026.
  3. О регионе (Über die Region). Industrie- und Handelskammer Union Serpuchow, abgerufen am 16. Januar 2024 (russisch).
  4. Города-побратимы. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2020; abgerufen am 2. März 2020.
Commons: Serpuchow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Serpuchow – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen