Richard Birnstengel

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Richard Theodor Birnstengel[1] (* 27. Oktober 1881 in Dresden; † 8. April 1968 ebenda) war ein deutscher Maler, der in Sachsen sowie auch in Ostpreußen wirkte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Birnstengel wurde in ärmlichen Verhältnissen geboren. Seine Mutter war von Beruf Hebamme, die drei Söhne allein großgezogen hat. Er studierte von 1901 bis 1909 an der Kunstakademie Dresden bei Oskar Zwintscher und Gotthardt Kuehl. Dort lernte er auch Georg Gelbke kennen, mit dem ihn viele Gemeinsamkeiten verbanden. Seine Studienreisen führten ihn nach Böhmen, Paris, Korsika und Dalmatien.

Ein kunstsinniger Gutsverwalter bei Dresden ließ seine Töchter von Birnstengel und Gelbke im Zeichnen unterrichten, mit der Folge, dass beide eine der Töchter heirateten. In einem Haus in der Nähe des Dresdner Hauptbahnhofes befanden sich ihre Ateliers.

In Nidden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Wasser und Raum, Himmel und Wind", diese Beschreibung der Kurischen Nehrung zog 1930 Richard Birnstengel in die bekannte Künstlerkolonie nach Nidden, wo er selbst ein Haus errichtete. Er malte dort lebensnahe Fischermotive, später auch charaktervolle Kopfbildnisse aus der Zeit der Flucht aus Ostpreußen im Zweiten Weltkrieg und immer wieder Kurenkähne und Bootsbauer. Ein Teil dieser Gemälde ist heute in den Archivbeständen des Kulturhistorischen Museums der Hansestadt Stralsund zu finden, der andere Teil befindet sich in Privatbesitz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Zweitname "Theodor" wird bei der DNB aufgeführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Albert: Richard Birnstengel (1881-1968): Ein Dresdner Maler und seine Wahlheimat auf der Kurischen Nehrung, Husum Verlag, 2011.
  • Deutsches Biographisches Archiv (DBA) II 127,248