„Ried im Traunkreis“ – Versionsunterschied

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=== Ortsteile der Gemeinde ===
=== Ortsteile der Gemeinde ===
Großendorf, Hammersdorf, Maidorf, Penzendorf, Pesendorf, Ried im Traunkreis, Rührndorf, Schachadorf, Voitsdorf, Weigersdorf, Zenndorf, Dambach.
Großendorf, Hammersdorf, Maidorf, [http://www.benz-lenggries.de/penzorte%F6ster.html Penzendorf], Pesendorf, Ried im Traunkreis, Rührndorf, Schachadorf, Voitsdorf, Weigersdorf, Zenndorf, Dambach.


=== Einwohnerentwicklung ===
=== Einwohnerentwicklung ===

Version vom 16. August 2010, 14:59 Uhr

Ried im Traunkreis
Wappen Österreichkarte
Wappen von Ried im Traunkreis
Ried im Traunkreis (Österreich)
Ried im Traunkreis (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Kirchdorf
Kfz-Kennzeichen: KI
Fläche: 31,14 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 14° 4′ OKoordinaten: 48° 1′ 30″ N, 14° 4′ 22″ O
Höhe: 469 m ü. A.
Einwohner: 2.962 (1. Jän. 2023)
Bevölkerungsdichte: 95 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4551
Vorwahl: 07588
Gemeindekennziffer: 4 09 13
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 27
4551 Ried im Traunkreis
Website: www.ried-traunkreis.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Hechwarter (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2003)
(25 Mitglieder)

8 SPÖ, 14 ÖVP, 3 FPÖ

Lage von Ried im Traunkreis im Bezirk KirchdorfVorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan vorhandenVorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap explizit
Lage der Gemeinde Ried im Traunkreis im Bezirk Kirchdorf (anklickbare Karte)EdlbachGrünburgHinterstoderInzersdorf im KremstalKirchdorf an der KremsKlaus an der PyhrnbahnKremsmünsterMicheldorf in OberösterreichMollnNußbachOberschlierbachPettenbachRied im TraunkreisRosenau am HengstpaßRoßleithenSt. PankrazSchlierbachSpital am PyhrnSteinbach am ZiehbergSteinbach an der SteyrVorderstoderWartberg an der KremsWindischgarstenOberösterreich
Lage der Gemeinde Ried im Traunkreis im Bezirk Kirchdorf (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Ried im Traunkreis ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Kirchdorf an der Krems im Traunviertel mit 2962 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2023). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Kirchdorf an der Krems.

Geografie

Ried im Traunkreis ist eine Gemeinde des Bezirk Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich. Die Gemeinde liegt auf 469 m Höhe im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,2 km und von West nach Ost 7,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 31 km². 9 % der Fläche sind bewaldet und 81,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde wird im Norden von der Gemeinde Sattledt und im Nordwesten von Eberstalzell begrenzt. Diese Gemeinden gehören bereits zum politischen Bezirk Wels-Land und somit stellt Ried auch eine Grenze zwischen den Bezirk Kirchdorf und Wels-Land. Die Nachbargemeinde im Osten ist Kremsmünster, im Süden grenzt bereits das Gemeindegebiet von Wartberg an Ried. Der westliche Nachbar ist die Gemeinde Pettenbach.

Ortsteile der Gemeinde

Großendorf, Hammersdorf, Maidorf, Penzendorf, Pesendorf, Ried im Traunkreis, Rührndorf, Schachadorf, Voitsdorf, Weigersdorf, Zenndorf, Dambach.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahl nach Volkszählung
1870
1.945 Personen
1900
1.834 Personen
1920
2.010 Personen
1934
2.120 Personen
1961
2.019 Personen
1971
1.973 Personen
1981
2.106 Personen
1991
2.262 Personen
2001
2.418 Personen

Wappen

Blasonierung: Zwischen zwei schwarzen Wellenflanken von Gold und Grün geteilt; oben eine rote, mit einem goldenen, oben gespitzten Pfahl, der mit drei roten, schwebenden Kreuzen bestickt ist, belegte Mitra mit zwei roten, nach oben geschwungenen Bändern; unten ein goldener, linksgewendeter, springender Hirsch. Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün-Gelb.

Politik

  • Bürgermeister Helmut Hechwarter[1] (ÖVP)
  • Vizebürgermeister Leopold Leitenmair (ÖVP)

Gemeindevorstand

  • Maria Fischer (ÖVP)
  • Irene Krumphuber (ÖVP)
  • Adolf Stepan (ÖVP)
  • Gerhard Ameshofer (SPÖ)
  • Friedrich Langeder (FPÖ)

Der Gemeinderat schliesst sich aus 25 Mitglieder zusammen (16 ÖVP, 5 SPö, 4 FPÖ)

Geschichte

Frühe Besiedlung

Jüngere Steinzeit

Der Fund eines Steinkeiles aus Serpentin, in der Rosenpoint und eines Antigorit-Serpentin Steinhammers auf dem Pfarrhoffeld, können dem Zeitraum der jüngern Steinzeit von 3500 bis 1700 v. Chr. zugeordnet werden.

Keltenzeit

Ca. 600 Jahre v. Chr. zogen Kelten aus dem heutigen Frankreich über den Rhein bis an die Donau. Keltische Namen wie Hall, Alm, Traun, aber auch ein Fund eines Keltenbeils östlich vom Almsee, im Jahre 1809 vom Revierförster Bainiger lassen annehmen, dass auch die Gegend von Ried schon zu Keltenzeit bewohnt war.

Römerzeit

Bereits zur Römerzeit lag Ried auf der Hauptverbindung von Wels zum Pyhrnpass. Es handelte sich um eine Via Militaris[2]. Die wahrscheinlichste Streckenführung führte von Wels (Ovilava) über Steinhaus kommend, entlang des Aiterbaches nach Pettenbach Ein eingelassener Römerstein an der Südwand der Kirche, der Reste von Blattornamenten zeigt, sowie eine Münze des Kaisers Probus (282 n. Chr.) der auf einem Acker in Ried im Traunkreis 1850 gefunden wurde zeugen von diese Zeit.

Mittelalter

Bajuwaren und Slawen

Mitte des 6. Jahrhunderts drängten die Bajuwaren (Bayern) in das Gebiet ein. Anfang des 7. Jahrhunderts kamen von Süden slawische Siedler. Vorrangig siedelten die Bajuwaren im Alpenvorland, entgegen sich die Slawen in den Gebirgstälern niederließen. In der Gegend um Ried wurden beide Volksstämme ansässig.

777 gründete Herzog Tassilo III., das Stift Kremsmünster und vom Kloster aus wurde die Gegend Urbar gemacht. Gerade die Nähe des Klosters brachte eine frühzeitige Kultivierung, welche durch Slawen aber auch durch bayrische Kolonisten erfolgte.

Die erste Urkundliche Erwähnung

Die erste Urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 993. Im Origianal hieß es:

„Conoucatis itaque in eadem predia non paucis amborum amicis idem iam dictus Arnoldus comes, quod sibi inscienter ursurpauit, prosus in posterum abdiuit duobus in Stainfeld receptis mansis et loco Rivt a quodam illius monasterri servo Mazilino nomine exculto et noualia suo sclauo nomine Wenco posseo.“

Grob übersetzt

"...verzichtete der schon erwähnte Graf Arnold für die Zukunft völlig auf das, was er unwissentlich usurpiert hatte, nachdem er 2 Mansen im Steinfeld erhalten hatte, sowohl auf den Ort Rivt, der von einem Hörigen des Klosters Mazilinus gerodet worden war, als auf einen Neubruch im Besitze seine Sklavne Wenco."

Ursprung des Ortsnamens

Der Name Ried leitet sich von älteren Schreibweisen Rivt, Riut, Reuth ab und bedeutet „ gerodetes Gebiet".

roden, nd., reuten od. „Rodung“ (Entfernen der Bäume mitsamt der Wurzel): -rod(e)-, -roden- (Rodenkirchen), mit -ing am Harz zu -ingerode/-igerode (Wernigerode), -rohd/t, rothe (diese aber auch zu Rotte „Weiler“); Roid, -roith; Rott; Röd/t/dt; -rad(e)-, -raht, -rath; -raut(er); -ray; Reit, Reith, -greith, -rheid; -reut(h)- (Reutlingen, Bayreuth), Reute, Reutte; Ried, -rieth (diese aber auch zu Ried „Röhricht“); ruid/t; rüti, rhüti (in der Schweiz)

Neuzeit

Bauernaufstände

Im Jahre 1598 beteiligten sich auch Rieder an einem Bauernaufstand. Am 16. November 1596 wurde in der Taverne zu „Stienzing“ eine Versammlung abgehalten. Es wurde ein „öffentlicher Veruf“, das ein jeder Bauer und Einwohner, der ein Mann und Schwert tragen könne, mit seiner Hauswehr am 18. November 1596 bei der Pfarrkirche zu erscheinen habe, beschlossen. Die Bauern wurden unter Androhung von Kopfabreißen und Hausabbrennen zum Aufruhr gezwungen. Am 19. November 1596 zog man unter der Führung des Bauernhauptmannes Georg Tasch (Pettenbach), gegen das Stift Schlierbach. Georg Tasch und andere Anführer wurde 1599 nach der Belagerung von Steyr 1599 gefangengenommen und im September 1599 geköpft.

Am Bauernaufstand von 1626 dürften sich kaum Rieder beteiligt haben, denn die Bevölkerung musste vieles durch die Aufständischen ertragen.

Pest

Die Pest forderte viele Opfer, es ist überliefert, dass auch in Ried viele an der Seuche verstarben. Große Sterblichkeit verzeichnete man 1677 (65), 1684 (108), 1685 (60), 1694 (97). Im Jahre 1713 starben 290 Personen, davon 270 an der Pest.

Franzoseneinfälle

Während der Napoleonischen Kriege - Koalitionskriege, war der Ort 1801, 1805 und 1809 mehrfach besetzt. Auch kam es zu übergriffen an der Bevölkerung und zahlreichen Plünderungen.

Ried wird eine selbständige Gemeinde

1848 gab es außer den freien Märkten wie z. B. Wels gab es keine politischen Gemeinden. Es existierten aber sogenannte Steuergemeinden (seit Einführung des Katasters unter Maria Theresia, 1752). In Ried gab es zu diesem Zeitpunkt vier Steuergemeinden, Ried, Voitsdorf, Zenndorf und Rührndorf. Auch erfolgte die Aufhebung der Grundherrschaft, die politischen Bezirke und Gemeinden wurden gebildet, und 1850 wurde erstmals ein Bürgermeister gewählt.

Seit dem 20. Jahrhundert

Erster Weltkrieg

Wie überall herrschte zu beginn des Ersten Weltkrieges, anfangs große Euphorie und die Meinung das Serbien schnell besiegt sei. Trotz des Mangels an Arbeitskräften und Zugtieren, konnte aufgrund des Wetters, eine verhältnismäßig gute Sommerernte 1914 eingebracht werden. 1916 erregte eine Mehlpreiserhöhung die allgemeinen Gemüter. Am 4. Januar 1917 wurden die zwei größten Glocken herabgelassen und später eingeschmolzen. Anfang 1918 mussten die 18 jährigen noch zu Stellung. Während im März 1918, die ersten Soldaten, nach dem Friedensschluss mit Russland und Rumänien aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrten, mussten die Jungen noch einrücken.

Zwischenkriegszeit

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges, war die Not allgegenwärtig. Bedarfsgüter aller Art fehlten. Der Geldverfall gegen Herbst 1922 seinen Höhepunkt. Am 1. April 1925 wurde die Schillingwährung eingeführt. Trotzdem verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation weiterhin, so war auch die Weltwirtschaftskrise für die Bevölkerung spürbar. Insgesamt kamen 65 Männer nicht zurück in die Heimat. Den Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkrieges wurde in der Eingangshalle der Pfarrkirchen ein Denkmal gesetzt.

Die Zeit des Nationalsozialismus

Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, am 13. März 1939 in Österreich wurden die Gemeinetage am 13. März 1938 aufgelöst und die Gemeinde gehörte fortan zum "Gau Oberdonau" . Am 15. März 1938 erfolgte die erste Sitzung des neuen NS-Gemeinderates. Bei der Volkabstimmung zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde unter Druck und Eindruck damaliger Verhältnisse eine fast 100% "JA" Abstimmung erlangt. Am 1. Mai 1939 pflanzte man die "Hitler Eiche", welche an einer Kältewelle im Winter 1938/1938 zugrunde ging. Im August des Jahres 1939 wurden Lebensmittelkarten und Bezugscheine eingeführt.

Zweiter Weltkrieg

Am 23. Februar 1944 wurden nach Luftkämpfen acht amerikanische Flieger gefangen genommen und nach Wels überstellt. Bei diesem Kämpfen stürzte ein deutsches Jagdflugzeug in Prachersdorf auf einer Wiese ab. Am 5. November 1944 trafen 176 Flüchtlinge aus dem Banat ein und wurden in der Schule untergebracht. Am 5. Mai 1945 besetzten amerikanische Einheiten kampflos die Gemeinde Ried. Die Amerikaner blieben für 14 Tage im Ort. Die Gemeindevertretung, welche vor dem Kriege fungierte, wurde und. Bürgermeiste Pimmingsdorfer wieder eingesetzt. Insgesamt 140 Gefallene und Vermisste sind zu beklagen, festgehalten sind deren Hamen sind beim Kriegerdenkmal beim Oberen Friedhofseingang.

Gemeinde seit 1946

Ried konnte sich im laufe der letzten Jahrzehnte von einer primär landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft, zu einem Ort mit reger Gewerbe- und Industrietätigkeit entwickeln. Trotz alledem ist der Agrarbereich noch immer stark vertretten. Die Anbindung an das internationale Verkehrsnetz ist für unser Gebiet von größter Bedeutung. Der Anschluss an die A9 Pyhrnautobahn bedeutet, dass die Gemeinde Ried somit im Schnittpunkt der Verkehrsbeziehungen im großen europäischen Wirtschaftsraum liegt.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirchen und Kapellen

Pfarrkirche

Das erste Gotteshaus wurde im Zeitraum von 1160 bis 1165 unter Abt Martin von Kremsmünster erbaut und dem Hl. Nikolaus geweiht. 1179 wurde in einer Bestättigungsbulle von Papst Alexander III, “paocchiam Riede“ als selbstständige Pfarre genannt. Mitte des 15 Jahrhunderts musste der bestehende Kirchenbau wegen Baufälligkeit gesperrt werden. Die heutige Pfarrkirche mit dem Efeuumrankten Kirchturm wurde im spätgotischen Stil als zweischiffige Hallenkirche von 1476 bis 1480 erbaut, Die Portale wurden erst 1522 und die Sakristei wurde erst 1874 angebaut wurde Ende des 15. und Beginn des 16. Jahrhunderts erbaut.

Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1874 geschaffen vom Gmundner Bildhauer H. Untersberger.und zeigt die Heiligen Statuen Hl. Josef, St.Nikolaus den Kirchenpatron und Johannes den Täufer.

Die beiden Seitenaltäre, den Florianialtar mit Hl. Apollonia, Hl. Rochus sowie den Marienaltar mit Hl. Wolfgang, Hl. Leonhard stammen aus dem Jahre 1875.

Im Zuge der Renovierung von 1986 wurden Solnhofer Platten verlegt und ein Volksaltar aufgestellt.

Der Kirchturm ist weithin sichtbar. Aufgrund seines in Größe und Geschlossenheit eindrucksvollen Efeubewuchses, wurde dieser mit Bescheid vom 13.April 1984 durch die OÖ. Landesregierung zum Naturdenkmal erhoben.

Filialkirche Weigersdorf

Um 903 stand an der heutigen Stelle eine einfache Holzkapelle. 1162 weihte Bischofs Konrad von Passau die Kirche zu Ehren des Hl. Jakobus des Älteren. Ca. im Jahr 1437 dürfte unter Abt Ulrich mit dem Bau des Presbyteriums in der heutigen Gestalt begonnen worden sein. Im selben Jahr wird die Kapelle in Weigersdorf (St. Jakob) einverleibt. Urkundlich bewiesen ist jedoch die Vollendung im Jahre 1476. Denn am 21. August 1476 wurde Sie vom Weihbischof Albert von Passau feierlich geweiht. Weigersdorf gehört ebenso wie Ihre Mutterkirche der Spätgotik an. Beide sind zweischiffige Hallenkirchen mit einer vollständigen Symmetrischen Anlage. Die Kirche besitzt heute drei Altäre und eine Kanzel, welche aus der Barockzeit stammen.

Schloß Rechberg

In der Ortschaft Rührndorf stand einst auf einer anhöheam Linken Ufer des Aiterbaches ein Schloß names Rechberg, wie noch jetzt bestehende Benennungen als Hofmühle, Schloßleiten, Schenk- und Baderhaus, Ober- und Niedermeaier beweisen und Spuren von Wassergräben bestätigen.

Ob die der Stammsitz der Herren von Rechberg war, von welchen wir 1170 Dimo, 1176 Konrad, 1189-1206 Heinrich, 1245-1247 die Brüder Herman und Ottokar und die Brüder Wluinch und Friedrich von Rechpoerch finden, ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich. Rechberg kam nach den Aussterben der Rechberger an die Losensteiner, die im Jahre mit der Gabe des in der Nähe befindlichen Gatterhofes an das Kloster Garsten einen Kaplan in der Kirche zu Losenstein stifteten.

Hierauf finden wir Rechberg im Besitze der Polheimer. Die Brüder "Wickhard und Pilgram, die Polheimer von Rechberg", die auch die am Unterlaufe des Aiterbaches liegende Herrschaft Steinhaus besaßen, verkauften Ihrem Oheim Georg von Volkersdort ein Gut auf der "Oede" und "eines" im Rollenpache bei Weißenberg" in der Puckinger Pfarre.

Kurze Zeit darauf ist Rechberg im Besitz der Meurl. Im Jahre beurkundet Wernhart der Meurl von Rechberg und seine Gattin Kunigunde, dass Sie von Abt Johann von Lambach einen Weingarten am Lindberg bei Krems haben, davon sie jährlich den Nonnen zu Imbach 10 Pfennige Burgrecht und in den Lambacher Hof zu Krems ein halbes Pfund Pfennig Dienst zu geben schuldig sind.
Dies ist die letzte Nachricht von Rechberg. Wann das Schloß verödete, ist nicht bekannt.

Legende um das Schloß Rechberg

Die Sage erzählt, dass zwei Brüder aus der Familie über ihren Besitz in so erbitterlichen Streit gerieten, dass sie sich einander bis in den Tod verfolgten. Als sie in der Pfarrkirche von Ried zusammentrafen, erstach einer den anderen hinter dem Hochaltare. Wegen dieser Greueltat war der Gottesdienst in der entweihten Kirche auf lange Zeit aufgehoben und das Pfarrvolk in der Kirche nach Weigersdorf beschieden. Da aber ein großer Teil der Parrbewohner von dieser zu weit entfernt war, so wurder er der Pfarre Wartberg einverleibt, von welcher nur mehr, und zwar erst im Jahre 1785, die Orrtschaft Voitsdorrf wieder zu Ried kam.

Tatsächlich war die Kirche Mitte des 15. Jahrhunderts für mehrere Jahre gesperrt, jedoch ist nichts davon in den Kirchenaufzeichnungen nachlesbar.

Einzelnachweise

  1. Website von Helmut Hechwarter
  2. Herrstraße Via Militaris

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