Rifugio Graffer

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Rifugio Graffer
SAT-Schutzhütte Kategorie C
Das Rifugio mit den schneebedeckten Cevedale und Zufallspitze im Hintergrund

Das Rifugio mit den schneebedeckten Cevedale und Zufallspitze im Hintergrund

Lage Pian del Grostè; Trentino, Italien; Talort: Tre Ville
Gebirgsgruppe Brentagruppe
Geographische Lage: 46° 13′ 10,8″ N, 10° 53′ 21,9″ OKoordinaten: 46° 13′ 10,8″ N, 10° 53′ 21,9″ O
Höhenlage 2261 m s.l.m.
Rifugio Graffer (Brenta)
Rifugio Graffer
Erbauer privat
Besitzer SAT
Erbaut 1947
Bautyp Schutzhütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Juni bis Mitte September und Wintersaison
Beherbergung 70 Betten, 0 Lager
Winterraum 2 Bettendep1
Weblink Rifugio Graffer

Das Rifugio Graffer auch Rifugio Graffer al Grostè (deutsch Grafferhütte) ist eine Schutzhütte des Trentiner Alpenvereins (SAT) in der Brentagruppe im Trentino. Die in der Regel von Mitte Juni bis Mitte September sowie in der Wintersaison geöffnete Hütte verfügt über 70 Schlafplätze sowie einen Winterraum mit 2 Betten.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rifugio Graffer liegt westlich etwas unterhalb des Passo Grostè, der die Grenze zwischen dem nördlichen und zentralen Bereich der Brenta Dolomiten bildet, auf einer Höhe von 2261 m s.l.m. In unmittelbarer Nähe führt die von Campo Carlo Magno kommende Seilbahn an der Hütte vorbei, deren Bergstation sich nur etwa 20 Gehminuten entfernt befindet. Letztere gehört zum Skigebiet von Madonna di Campiglio, weshalb die Hütte auch während der Wintersaison geöffnet ist, da einige Skipisten direkt am Rifugio vorbeiführen. Im Sommer ist sie sowohl Ausgangspunkt für Touren im zentralen als auch nördlichen Bereich der Brenta, so zum Beispiel für die Besteigung der Cima del Grostè 2901 m s.l.m., der Cima Falkner 2988 m s.l.m. oder der Pietra Grande 2936 m s.l.m.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grafferhütte wurde 1947 von der Kooperative Giorgio Graffer erbaut. Sie ist nach dem gleichnamigen aus Trient stammenden und im Zweiten Weltkrieg in Albanien gefallenen Piloten und Alpinisten Giorgio Graffer benannt. Das 1948 eingeweihte Rifugio wurde dann 1956 an den Trentiner Bergsteigerverein SAT zu einem symbolischen Preis abgegeben. Letzterer hatte bereits 1893 am nahe gelegenen Passo Grostè das Rifugio Stoppani errichtet, das 1940 allerdings abbrannte und vom SAT nicht mehr aufgebaut wurde.

Das Gebäude wurde zwischen 1988 und 1989 restauriert. Dabei wurde es so umgebaut, dass es auch kleinere Schulungen und Tagungen aufnehmen kann. Die Neueröffnung fand 1990 statt.[1]

Zugänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vom Passo del Grostè (Seilbahnstation), 2442 m auf Weg 301 (20 Minuten)
  • Vom Passo Campo Carlo Magno, 1681 m auf Fortstraße (2 Stunden)
  • Vom Monte Spinale, 2102 m auf Weg 331 (1 Stunde 30 Minuten)
  • Von Vallesinella, 1513 m auf Weg 382 (2 Stunden 20 Minuten)

Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zum Rifugio Tuckett – Quintino Sella, 2272 m auf Weg 331, 316 (Ferrata Sosat) in 1 Stunde 30 Minuten, auf Weg 305 und 303 (Via delle Bocchette/Ferrata Benini) in 5 Stunden
  • Zum Tovelsee, 1177 m auf Weg 301, 314 4 Stunden 30 Minuten
  • Nach Andalo, 1040 m auf Weg 301 in 5 Stunden 30 Minuten
  • Zum Rifugio Peller, 2022 m auf Weg 336 (Ferrata Claudio Costanzi) in 11–12 Stunden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Achille Gadler, Mario Corradini: Rifugi e bivacchi nel Trentino. Panorama, Trento 2003, ISBN 978-88-87118-40-7.
  • Società degli Alpinisti Tridentini – Sezione del CAI – Commissione Sentieri: … per sentieri e luoghi. Sui monti del Trentino. 5 Presanella, Adamello, Dolomiti di Brenta. Euroedit, Trento 2017, ISBN 978-88-941381-3-9.

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rifugio Graffer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Società degli Alpinisti Tridentini – Sezione del CAI – Commissione Sentieri: … per sentieri e luoghi. Sui monti del Trentino. 5 Presanella, Adamello, Dolomiti di Brenta. S. 327–328
  2. Alpenvereinskarten der Ostalpen. Abgerufen am 6. Oktober 2019.
  3. Tabacco Wanderkarten 1.25.000. Abgerufen am 6. Oktober 2019.