Robert Lienhard

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Robert Lienhard (* 4. Februar 1919 in Winterthur; † 24. März 1989 ebenda) war ein Schweizer Bildhauer, Metallplastiker, Zeichner und Grafiker. Lienhard war ein herausragender Vertreter der ungegenständlichen Grossplastik, die er vornehmlich in Bronze, Aluminium, Holz und Stein ausführte.

Leben und Schreiben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Lienhard war einer der bedeutendsten Winterthurer Künstler der neueren Zeit. Von 1936 bis 1940 studierte Robert Lienhard an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand. Ab 1940 war er in Winterthur ansässig. Eidgenössische Kunststipendien ermöglichten ihm Studienaufenthalte: 1942 bei Remo Rossi in Locarno und 1943 bei Max Weber in Genf. 1947 heiratete Lienhard Eva Moeschlin. Die ersten Grossplastiken im öffentlichen Raum Sirenen entstanden 1951 bis 1954 für die Parkanlage Platzspitz in Zürich[1]. Fragen monumentaler figürlicher Darstellung, die diese Skulptur aufwarf, und eine Ägyptenreise 1956 bestärkten ihn in der Abkehr von der figürlichen Darstellung. Von den frühen 60er Jahren an realisierte er zahlreiche Kunst-am-Bau-Projekte in Zusammenarbeit mit Architekten oder bei Wettbewerben. 1962 bezog er ein Atelierhaus in Astano im Tessin, in der Nähe der Giesserei im Mendrisio, wo er ab 1948 giessen liess. 1972 kaufte Robert Lienhard die Trotte in Alten bei Andelfingen und baute sie in einen Ausstellungsraum um.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abb. 1: Brunnenanlage, 1979–1981, Granit, Hochfelden
  • Sirenen, Brunnenplastik, 1951–54, Zürich, Parkanlage Platzspitz
  • Leuchtfeuer, Stele, 1967/68
  • Glaxis, Portal, 1967/68, Kreuzlingen, Katholisches Seminar
  • Drei korrespondierende Rundformen, 1971–73, Granit, Zürich-Altstetten, Friedhof Eichbühl
  • Nenuphar, 1972, roter Veroneser Kalk, Dübendorf
  • Brunnenanlage, 1979–1981, Granit, Hochfelden
  • Komposition, 1981/82, Bronze, Winterthur, Kaufmännische Berufsschule

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einzelausstellungen im Kunstmuseum Winterthur 1951, 1970 und 1981
  • 1994 Retrospektive in der Galerie ge, Winterthur
  • 1996–97 Ausstellung im Schlosspark Andelfingen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Werk: Architektur und Kunst, 1956: Brunnenplastik, Sirenen. Abgerufen am 18. Oktober 2019.