Roberto Yáñez

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Roberto Yáñez Betancourt y Honecker (* 1974 in Ostberlin) ist ein deutsch-chilenischer Maler, Dichter und Songwriter. Er hat(te) zwei Schwestern, Mariana (* 13. Oktober 1985 - Januar 1988) und Viviane (* 30. November 1988)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roberto Yáñez beim Spaziergang mit seiner Mutter Sonja Honecker (r.) und seinen Großeltern Erich und Margot Honecker in der Waldsiedlung, 1977

Yáñez wuchs als Sohn von Sonja Honecker, der Tochter von Erich und Margot Honecker, und des chilenischen Dissidenten Leo Yáñez Betancourt in Ost-Berlin auf.[1] Dort besuchte er von 1981 bis 1989[2] die Polytechnische OberschuleReinhold Huhn“.[3] Im März 1990 emigrierte er mit seinen Eltern nach Chile und ließ sich in Santiago de Chile nieder. Dort besuchte er das Colegio Alemán. 1992 trennten sich seine Eltern.

Nach dem Schulabschluss 1993 arbeitete er als Künstler. Er lebte in einer Hippie-Kolonie in der Atacamawüste, schrieb Gedichte, malte und experimentierte mit Drogen. 1994 musste er deshalb in einer Klinik auf Kuba behandelt werden. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit hielt er sich unter anderem als Kellner, Bibliotheksgehilfe, Straßenmusikant und Übersetzer über Wasser. Unterstützt wurde er in dieser Zeit von seiner Großmutter Margot Honecker, in deren Haus er auch überwiegend wohnte.

1999 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband. Bis 2011 folgten in Chile zwei weitere Gedichtbände.[3] Yáñez ist außerdem Mitglied der Surrealisten-Gruppe Derrame.[3] Von 2000 bis 2002 lebte er in Kuba. Anschließend nahm er mit Texten und Bildern an verschiedenen surrealistischen Veranstaltungen in Spanien, Portugal und Chile teil. Er lebt in Chile.

2013 besuchte er anlässlich einer Ausstellung seiner Bilder mit dem Titel Metamorphosen: Roberto Yáñez in der Berliner Galerie Kornfeld erstmals das wiedervereinigte Deutschland. [4]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Poemas encontrados en San Pedro de Atacama (In San Pedro de Atacama gefundene Gedichte). 1999.
  • Espejo ultrasombra (Der tiefe Schattenspiegel). Editoral Caligrafía Azul, Santiago de Chile 2001.
  • El Objeto del Vértigo (Gegenstand des Zaubers). Brazo de Cervantes Ediciones, 2004.
  • Frühlingsregen – Gedichte und Bilder (= Insel-Bücherei, Nr. 1384). Insel-Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-458-19384-5.

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Grimm: Honeckers Enkel Roberto. Eine Rückkehr nach Deutschland (2013, 90 Minuten) – online abrufbar auf der Webseite der Produktionsfirma Zeitzeugen TV

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Roberto Yáñez auf der Website des Suhrkamp Verlages
  2. Eintrag auf www.zeitzeugen-tv.com
  3. a b c Marian Blasberg: Honeckers Enkel: „Ein Rebell bin ich erst heute“. Zeit Online, 4. März 2011, abgerufen am 8. Mai 2016.
  4. „Roberto Yañez: Honeckers Enkel will als Künstler wahrgenommen werden“, mz-web.de vom 13. November 2013, abgerufen am 9. Mai 2016