Route 4

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Dokumentarfilm
TitelRoute 4
OriginaltitelRoute 4
A1 Filmplakat Route 4.jpg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2021
Länge 54 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Martina Chamrad
Drehbuch Martina Chamrad
Produktion Alexander Draheim
Musik Achim Gössl
Kamera Alexander Draheim, Marco Riedl, Fabian Heinz, Pavel Vitko, Karsten Jäger
Schnitt Marco Riedl

Route 4 ist ein Dokumentarfilm von der Produktionsfirma Boxfish in Kooperation mit der Organisation Sea-Eye und dem Mennonitischen Hilfswerk. Die Dokumentation behandelt die Europäische Flüchtlingskrise und den Weg Geflüchteter aus Afrika nach Europa. Insbesondere werden die Flucht über das Mittelmeer und die Arbeit von Sea-Eye thematisiert.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Route 4 ist ein unabhängiges Projekt der NGO Sea-Eye. Der Erzählschwerpunkt liegt nicht nur auf Seite der Flüchtenden oder der Seenotretter. Vielmehr wird aus einer Vogelperspektive auf Fluchtursachen, Libyen und die Überquerung des Mittelmeers geschaut. Route 4 berichtet von den Gefahren auf Migrationsrouten nach, durch und in Libyen. Der Film verfolgt (soweit möglich) den Weg aus Agadez nach Europa. Als Route 4, Namensgeberin des Films, bezeichnet das Film-Team die zentrale Mittelmeerroute, die tödlichste Fluchtroute der Welt[1][2]. 2016 überquerten allein 373.652 Menschen das Mittelmeer auf diesem Weg[3]. Über 5.000 Menschen sind im selben Jahr gestorben.[4]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Route 4 ist das Dokumentarfilmdebüt der Münchner Regisseurin Martina Chamrad, die selbst über ihre Eltern das Thema Flucht aus Osteuropa erfahren hat. Der Film entstand ohne Vertrieb, Verleih und Kooperationspartner und wurde lediglich durch Sea-Eye, das Mennonitische Hilfswerk und die Produktionsfirma Boxfish gestemmt.[5] Das Projekt entstand aus der Begleitung mehrere Missionen des Rettungsschiffs Professor Albrecht Penck (später Alan Kurdi) mit dem Arbeitstitel Far from Home über drei Jahre hinweg. Neben dem Mittelmeer wurde in Libyen, Niger, Italien, Frankreich, Deutschland, Tunesien und Spanien gedreht. Als Sprecher konnte David Nathan gewonnen werden.[6][7][8] Der Rapper Tua performt den Titeltrack "Wenn ich gehen muss".

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Route 4 wurde beim oscarqualifiziernden Filmfestivals Bronze Lens in der Kategorie Best Feature Documentary nominiert und war Semifinalist beim ebenfalls oscarqualifizierenden Rhode Island International Film Festival.

Neben weiteren internationalen Festivals[9] gewann der Film beim Lonely Wolf London International Film Festival in der Kategorie Best Doumentary Feature.[10][11]

Der Film feierte seine Kinopremiere am 24. November 2021 in Programmkinos in Deutschland und Österreich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karsten Polke-Majewski, Sascha Venohr: Mittelmeer: Die tödlichste Fluchtroute der Welt. In: Die Zeit. 25. August 2016, abgerufen am 29. August 2021.
  2. Zentrale Mittelmeerroute. Abgerufen am 29. August 2021.
  3. U. N. O. Flüchtlingshilfe: Flüchtlingskrise Europa: Hilfe für Flüchtlinge in Not. Abgerufen am 29. August 2021.
  4. UNO Flüchtlingshilfe: Seenotrettung. Abgerufen am 29. August 2021.
  5. Alexander Draheim: Kino Dokumentation „Route 4“. In: Boxfish. 20. Juni 2021, abgerufen am 29. November 2021 (deutsch).
  6. „Was werden uns unsere Enkel einmal fragen?“ In: Sea-Eye. 1. August 2021, abgerufen am 29. August 2021.
  7. Flucht: Alumni der FHWS zeigen prämierten Filmbeitrag „Route 4“ bundesweit ab 24.11. in den Kinos. Abgerufen am 27. Oktober 2021.
  8. Fokus Indie-Film : Route 4 - Dokumentarfilm über die Seenot-Rettung vor Libyen. Abgerufen am 29. November 2021.
  9. Route 4 - IMDb. Abgerufen am 29. August 2021.
  10. AWARD WINNERS & NOMINEES. Abgerufen am 29. August 2021 (englisch).
  11. 🌊 Route 4 - Dokumentarfilm über Seenotrettung mit der NGO Sea-Eye. Abgerufen am 29. August 2021.