Rue Saint-Maur (Métro Paris)

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Metro-M.svg Rue Saint-Maur
Metro de Paris - Ligne 3 - Rue Saint-Maur 03.jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 03Paris m 3 jms.svg
Ort Paris XI
Eröffnung 19. Oktober 1904
Station Rue Saint-Maur, Blick Richtung Pont de Levallois – Bécon
Blick in den Tunnel Richtung Gallieni
Von Hector Guimard entworfener Jugendstil-Zugang an der Rue Saint-Maur

Rue Saint-Maur ist eine unterirdische Station der Linie 3 der Pariser Métro.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof befindet sich im Quartier Saint-Ambroise des 11. Arrondissements von Paris. Er liegt längs unter der Avenue de la République zwischen der Rue Saint-Maur und der Rue Servan.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namengebend ist die an seinem westlichen Ende die Avenue de la République kreuzende Rue Saint-Maur. Der „heilige“ Maurus (fr: Saint Maur) soll im 6. Jahrhundert die Ordensregel der Benediktiner in Frankreich eingeführt haben.[1]

Jahrzehntelang hieß die Station lediglich „Saint-Maur“. Um Verwechslungen mit den beiden Stationen des RER A im südöstlich von Paris gelegenen Saint-Maur-des-Fossés zu vermeiden, erhielt sie am 1. September 1998 den Namenszusatz „Rue“.[Anm. 1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Oktober 1904 wurde die Station mit der Eröffnung der Linie 3 in Betrieb genommen. Diese wurde damals auf ihrem ersten Abschnitt von Villiers nach Père Lachaise dem Verkehr übergeben.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station hat einen elliptischen Querschnitt, die Decke und die gekrümmten Seitenwände sind weiß gefliest.[Anm. 2] Sie ist 75 Meter lang[3] und weist zwei Seitenbahnsteige an zwei Streckengleisen auf.

Es esxistieren drei Zugänge vom Straßenraum, der Zugang an der Rue Saint-Maur weist das von Hector Guimard entworfene Jugendstil-Dekor auf.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Folge des Unfalls im Bahnhof Couronnes wurde die Linie 3 von Anfang an mit Fahrzeugen ausgestattet, die auf Drehgestellen liefen.[4] Die Fünf-Wagen-Züge bestanden aus drei Trieb- und zwei Beiwagen.[2] Sie wurden später durch Sprague-Thomson-Züge ersetzt, die dort bis 1967 verkehrten. In jenem Jahr erhielt die Linie 3 als erste die neue, klassisch auf Stahlschienen laufende Baureihe MF 67.[5] Diese Züge sind dort im Jahr 2017 nach wie vor im Einsatz.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lediglich vier Stationen des Pariser Métronetzes führen „Rue“ (dt: Straße) im Namen
  2. Glasierte weiße Fliesen wurden gewählt, da sie das Licht der spärlichen Beleuchtung der Anfangszeit besser reflektierten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 189.
  2. a b Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 165.
  3. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  4. Jean Tricoire, op. cit., S. 86.
  5. Jean Tricoire, op. cit., S. 168.
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Parmentier
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Paris m 3 jms.svg Père Lachaise
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Koordinaten: 48° 51′ 51,6″ N, 2° 22′ 46″ O