Villiers (Métro Paris)

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Metro-M.svg Villiers
Die Station der Linie 3
Tarifzone 1
Linie(n) 02Paris m 2 jms.svg 03Paris m 3 jms.svg
Ort Paris VIII, XVII
Eröffnung 21. Januar 1903
Die Station der Linie 2 vor der Renovierung, 2008

Villiers ist ein unterirdischer Umsteigebahnhof der Pariser Métro. Er wird von den Linien 2 und 3 bedient.

Lage[Bearbeiten]

Die Stationen beider Linien liegen unterhalb des Boulevard de Courcelles, der die Grenze zwischen dem 8. und dem 17. Arrondissement von Paris bildet.

Name[Bearbeiten]

Der U-Bahnhof trägt seinen Namen nach der nahen Avenue de Villiers. Das Dorf Villiers wurde 1860 nach Paris eingemeindet.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Station der Linie 3 ist ungewöhnlich hoch, 2010

Nachdem am 7. Oktober 1902 der Abschnitt von Étoile (heute: Charles de Gaulle – Étoile) nach Anvers der Linie 2 (Nord) in Betrieb genommen worden war,[2] folgte die Eröffnung der an ihm befindliche Station am 21. Januar 1903, zunächst unter dem Namen „Avenue de Villiers“.

Die Station der Linie 3 wurde am 19. Oktober 1904 eröffnet. Zunächst war geplant gewesen, die Züge von dort weiter über die Strecken der Linien 2 Nord und 1 bis Porte Maillot zu führen. Daher wurde sie in gleicher Höhenlage neben der Station der Linie 2 errichtet. Noch während der Bauarbeiten wurde die Planung geändert, da man die Strecken fortan linienrein betreiben wollte. Um bei einer späteren Verlängerung die Linie 2 unterfahren zu können, wurden die Gleise und Bahnsteige tiefergelegt, wodurch eine ungewöhnlich hohe Halle entstand.[3] Westlich davon, unter dem Parc Monceau, wurde eine unterirdische Endschleife gebaut,[4] die nicht mehr existiert.[3]

Fünfeinhalb Jahre lang blieb die Station westlicher Endpunkt der Linie 3. Am 23. Mai 2010 wurde die Linie um drei Stationen bis Pereire verlängert, Villiers somit auch an dieser Linie zum Durchgangsbahnhof.[5]

Im Jahr 2009 wurden Fliesen und Beleuchtung erneuert.

Beschreibung[Bearbeiten]

Von Hector Guimard gestalteter Zugang

Die Linie 2 folgt dem von Ost nach West verlaufenden Boulevard de Courcelles. Von Südosten her aus der Rue de Constantiople kommend biegt die Linie 3 in ihn ein und verlässt ihn unter dem Boulevard Malesherbes wieder in nordwestlicher Richtung.

Die Stationen beider Linien liegen unter dem Boulevard de Courcelles parallel nebeneinander, die der Linie 3 südlich der Station der Linie 2. Die Bahnsteige der Linie 3 sind, bei gleichem Deckenniveau, geringfügig tiefer angelegt, da jene westlich der Bahnhofsanlage die Strecke der Linie 2 unterfährt. Beide Stationen weisen Deckengewölbe und Seitenbahnsteige auf.[6]

Die Station hat drei Ausgänge, davon zwei an der Kreuzung des Boulevard de Courcelles mit dem Straßenzug Boulevard MalesherbesAvenue de Villiers. Der dritte Ausgang auf der Südseite des Boulevard de Courcelles wurde von Hector Guimard gestaltet, er steht unter Denkmalschutz.

Verkehr[Bearbeiten]

Zunächst hatten auf der Linie 2 Nord Züge verkehrt, die aus zweiachsigen Fahrzeugen gebildet wurden. Von 1914 bis 1981 wurde die Linie 2 von Zügen der Bauart Sprague-Thomson befahren. Da sie mittelfristig nicht auf gummibereifte Fahrzeuge umgestellt werden sollte, kam ab 1979 die Baureihe MF 67 auf die Strecke, die ihre Vorgänger innerhalb von zwei Jahren vollständig ablöste.[7] Seit 2008 kommen Serienfahrzeuge der Baureihe MF 01, mittlerweile ausschließlich, in der Station der Linie 2 zum Einsatz.

Auf der Linie 3 verkehrten von Anfang an die ersten Fahrzeuge der Métro mit Drehgestellen.[8] Sie war auch die erste Linie der Métro, die zwischen Juli 1968 und April 1971 das neue Wagenmaterial des Typs MF 67 erhielt.[9]

Sonstiges[Bearbeiten]

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs liegt das Musée Cernuschi.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorherige Station Métro Paris Nächste Station
Monceau
← Porte Dauphine
Paris m 2 jms.svg Rome
Nation →
Malesherbes
← Pont de Levallois – Bécon
Paris m 3 jms.svg Europe
Gallieni →

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2862533076.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 211.
  2.  Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 150.
  3. a b  Christoph Groneck: Metros in Frankreich. 1. Auflage. Robert Schwandl, Berlin 2006, ISBN 3-936573-13-1, S. 16.
  4. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, S. 163
  5. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, S. 166
  6. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, S. 159
  7. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, S. 154
  8. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, S. 162
  9. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, S. 104

48.8813692.315605Koordinaten: 48° 52′ 53″ N, 2° 18′ 56″ O