Runaway: A Twist of Fate

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Runaway: A Twist of Fate
Runaway 3 logo.svg
Studio Péndulo Studios (PC)
Publisher Crimson Cow (PC)
Erstveröffent-
lichung
18. November 2009[1]
Plattform Windows, Nintendo DS
Genre Adventure
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus, Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
Windows 98/ME/2000/XP/Vista/7, Prozessor mit 1,6 GHz, 512 MB RAM, 8 GB Festplatten-Speicher
Medium 1 DVD-ROM
Sprache deutsch, englisch, spanisch
Aktuelle Version 1.11
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 12 Jahren empfohlen

Runaway: A Twist of Fate ist ein am 18. November 2009 erschienenes Point-and-Click-Adventure im Comic-Stil. Es wurde von den spanischen Péndulo Studios entwickelt und ist die Fortsetzung der bereits erschienenen Teile Runaway: A Road Adventure und Runaway 2 – The Dream of the Turtle.

Handlung[Bearbeiten]

Das Spiel führt die offene Handlung des zweiten Teils fort, obwohl es zunächst nicht danach aussieht: Physik-Student Brian Basco wurde wegen angeblichen Mordes an Colonel Nathaniel Kordsmeier (dem Gegenspieler aus Teil 2) in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Parallel dazu sieht man die inzwischen gerettete Gina Timmins etwas später Brians Beerdigung beiwohnen, nachdem dieser bei der Flucht aus der Psychiatrie umgekommen ist.

Der Spieler steuert zunächst Gina, die Brian aus dem Grab befreien muss, nachdem er ihr (offensichtlich lebendig) eine SMS geschickt hat. Dabei findet sie zwar nicht Brian, sondern dessen Mitinsassen Gabbo, der Basco bei seiner Flucht geholfen hat. Anschließend begeben sich beide gemeinsam mit Brians Psychiater Dr. Bennett, der zu dem Duo hinzustößt, zum Haus von Kordsmeiers rechter Hand Lieutenant Jerome Chapman (auch aus Teil 2 bekannt), welcher ebenfalls inzwischen tot ist. Auch diesen soll Brian angeblich ermordet haben, weshalb die Drei nach Hinweisen für seine Unschuld suchen. Als sie derartige Beweise schließlich finden sowie Indizien zum Motiv der Gegenspieler, wird Bennett von unbekannten Gangstern getötet, welche zuvor bereits Gina beschattet haben. Dieser und Gabbo gelingt allerdings in letzter Sekunde die Flucht vor den Verfolgern.

Zwischendurch übernimmt der Spieler aber auch die Rolle von Brian und erfährt in Form von Rückblenden die Hintergründe zu dessen Flucht aus der Anstalt.

In New York treffen dann Brian und Gina unabhängig voreinander ein und in der Rolle von Gina erfährt man in Bennetts Wohnung endlich, wie die Handlung von Teil 2 weitergegangen ist: durch einen verborgenen Unterwassertunnel, den sonst nur Schildkröten nutzen, gelangte Brian zum Inselsee auf Mala, wo er letztendlich das versunkene Raumschiff der Trantorianer erreichte. Er konnte diesen die Trantonit – Energiequelle zurückgeben, Gina befreien, den Aliens die Rückkehr auf ihren Heimatplaneten ermöglichen sowie Kordsmeier und dessen Chefkillerin Tarantula den Behörden ausliefern. Doch bevor er zur Verhaftung kam brachte Tarantula mit einem Gerät der Trantorianer Brian dazu Kordsmeier zu ermorden und raubte das Trantonit, das die Aliens als Geschenk zurückließen.

Tarantula befehligt auch die Söldner und nimmt alle Anwesenden fest: das Trantonit will sie an die hiesige Mafia verkaufen und ferner Brians Richterin Whitley dazu zwingen, ihn schuldig zu bekennen. In dieser Situation treffen Brian und Gina wieder aufeinander und hecken einen Ablenkungsplan aus, der schließlich dafür sorgt, dass die Bande festgenommen und Brian begnadigt wird.

Brian und Gina sind letztlich vereint und können – nachdem sie einen Mafiakurier überlistet und einmal mehr Millionen erhalten haben – endlich wieder ihr (fast) normales Leben weiterführen.

Deutsche Stimmen[Bearbeiten]

Für den Nachfolger wurden für die Hauptcharaktere wieder die Synchronsprecher der Vorgänger engagiert. Zudem sprechen u. a. Patrick Bach, Peter Kirchberger, Svenja Pages und Achim Schülke Nebencharaktere. Die Regierolle beim Eindeutschen übernahm die ebenfalls als Synchronsprecherin bekannte Schauspielerin Antje Roosch.

Rezeption[Bearbeiten]

Das Spiel erhielt von zahlreichen Computerzeitschriften sehr gute Bewertungen, so zeichnete etwa das Magazin GameStar diesen Teil der Runaway-Serie mit 86 Prozent aus.[2] Im Frühjahr 2014 wurde das Adventure von deutschen Games-Zeitschriften als DVD-Beilage nochmals verbreitet.

Trivia[Bearbeiten]

  • Wie schon in den beiden Vorgängerspielen existieren auch in „A Twist of Fate“ diverse Anspielungen auf bekannte Filme:
    • Einer flog über das Kuckucksnest: Die Psychiatrie, in welcher Brian sein Dasein fristet, ist gefüllt mit ähnlichen skurrilen Charakteren wie in dem genannten Film. Die als Krankenschwester kostümierte Tarantula mimt dabei einen ähnlichen Part wie Louise Fletcher als Schwester Ratchet.
    • Highlander: Eine der Psychiatrieinsassen trägt den Nachnamen Kurgan – gleich dem Gegenspieler aus dem Film. Auch die Art und Weise seines Ablebens erinnert an den Streifen.
    • Marx Brothers: Der Kellner des New Yorker Themenrestaurants wurde optisch und gestisch Groucho Marx nachempfunden.
    • Jäger des verlorenen Schatzes: Als Brian an einen Filmpreis gelangen will, wird ein Teil der Eröffnungssequenz aus „Indiana Jones“ karikiert – inklusive Schlapphut.
  • Daneben stellt auch Brians Psychiatrie – Bettnachbar pantomimisch etliche Streifen dar, unter anderem „Singin’ in the rain“, „Matrix“ und „Saturday Night Fever“.
  • Die Figur des Dr. Bennett wurde optisch dem Schauspieler Willem Dafoe nachempfunden. Einen entsprechenden Verweis gibt es auch im Spiel.
  • Der auftretende Provinzsheriff weist Ähnlichkeiten mit dem bekannten ProfiwrestlerSergeant Slaughter“ auf.
  • Nach den Schlusscredits folgt noch eine Szene, die zeigt, dass eine der Nebenfiguren die Handlung überlebt hat.
  • Das dritte Kapitel spielt auf die Fernsehserie NCIS an.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. PC Games: RUNAWAY 3 - A TWIST OF FATE abgerufen 14. Januar 2015
  2. gamestar.de: Runaway: A Twist of Fate