Santiago Millas

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Gemeinde Santiago Millas
Weiler Valdespino de Somoza
Weiler Valdespino de Somoza
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Santiago Millas
Santiago Millas (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: León
Comarca: Maragatería
Koordinaten 42° 23′ N, 6° 6′ WKoordinaten: 42° 23′ N, 6° 6′ W
Höhe: 1000 msnm
Fläche: 39,69 km²
Einwohner: 338 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 8,52 Einw./km²
Postleitzahl: 24732
Gemeindenummer (INE): 24161 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Santiago Millas

Santiago Millas ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 338 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der Comarca Maragatería in der Provinz León in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sechs Dörfer der Gemeinde (Barrio de Abajo, Morales del Arcediano, Oteruelo o Oteruelo de la Valduerna, Piedralba, Santiago Millas und Valdespino de Somoza) liegen im Osten der Montes de León in Höhen zwischen 900 und 1000 Metern ü. d. M. Die Entfernung nach Astorga beträgt etwa zehn Kilometer (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung; die Stadt León liegt etwa 61 Kilometer nordöstlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2014
Einwohner 924 559 391 401 322 740

Im 19. Jahrhundert lag die Einwohnerzahl der Gemeinde meist bei über 2.000 Personen. Aufgrund der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft fehlten danach jedoch Arbeitsplätze, was in den Bergdörfern eine immer noch anhaltende Landflucht auslöste.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten die Bewohner der Gemeinde hauptsächlich als Selbstversorger von der Feldwirtschaft und von ein wenig Viehzucht; außerdem verdienten einige von ihnen als Fuhrleute ein wenig Geld. Heute werden viele leerstehende Häuser als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römer betätigten sich in der Region als Goldsucher. Westgoten und Mauren haben dagegen keine archäologisch verwertbaren Spuren hinterlassen. Der Ort wird erstmals im Jahr 1334 urkundlich erwähnt; seit dem Mittelalter gehörte das Gebiet um Santiago Millas zur Grundherrschaft (señorio) des Bistums Astorga.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die meist nur eingeschossigen älteren Häuser in den verschiedenen Dörfern wurden allesamt aus Bruchsteinen errichtet; sie haben nur wenige und meist kleine Fenster, die in früheren Zeiten nicht verglast waren, sondern mit hölzernen Läden geschlossen wurden. Einige wenige zweigeschossige Häuser verfügen über einen nach Süden ausgerichteten hölzernen Balkon.
  • Die ein- manchmal auch dreischiffigen Pfarrkirchen und Einsiedeleien (ermitas) waren meist aus exakt behauenen Steinen errichtet und haben in der Regel den Eingang und eine Vorhalle (portico) auf der Südseite und einen Glockengiebel (espadaña) oder sogar einen Glockenturm (campanario) im Westen – ansonsten wurde auf äußeres Dekor weitgehend verzichtet.
  • Im Ort gibt es ein Fuhrwerksmuseum (Museo de la Arriería).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Verehrung in der Region und darüber hinaus genoss der aus Santiago Millas stammende Santiago Alonso Cordero (1791–1865), genannt Maragato Cordero, nicht nur wegen seines Kampfes gegen die napoleonischen Truppen, sondern weil er in Madrid als Abgeordneter in den Cortes, denen er seit 1836 angehörte, ungeachtet der aktuellen Mode in maragatischer Tracht auftrat.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Santiago Millas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).