Alija del Infantado

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Gemeinde Alija del Infantado
Alija del Infantado - Ortsansicht
Alija del Infantado - Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Alija del Infantado
Alija del Infantado (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: León
Comarca: Tierra de La Bañeza
Koordinaten 42° 8′ N, 5° 50′ WKoordinaten: 42° 8′ N, 5° 50′ W
Höhe: 733 msnm
Fläche: 52,31 km²
Einwohner: 696 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 13,31 Einw./km²
Postleitzahl: 24761
Gemeindenummer (INE): 24003 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Alija del Infantado

Alija del Infantado ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 696 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in der Provinz León in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Alija del Infantado liegt in einer Höhe von etwa 735 Metern ü. d. M. und etwa anderthalb Kilometer vom Westufer des Río Órbigo entfernt; im Norden des Gemeindegebiets mündet der Río Jamuz in den Río Órbigo. Die nächstgrößere Stadt ist das ca. 25 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich gelegene Benavente in der Provinz Zamora; die Stadt Astorga liegt knapp 50 Kilometer nordwestlich. Zur Gemeinde gehören auch die zum Teil bereits verlassenen Dörfer Navianos de la Vega, La Nora del Río, Bécares, Ozaniego und La Vizana.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2000 2014
Einwohner 2.247 1.798 1.441 1.066 980 758

Im 19. Jahrhundert lag die Einwohnerzahl der Gemeinde meist bei 1.500 bis 2.000 Personen. Die Mechanisierung der Landwirtschaft hatte fehlende Arbeitsplätze zur Folge, was die Landflucht vorantrieb.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten die meisten Bewohner der Gemeinde als Selbstversorger von der Feldwirtschaft und von ein wenig Viehzucht. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts werden viele leerstehende Häuser als Ferienwohnungen (casas rurales) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puente de la Vizana

Obwohl ihre Anwesenheit wahrscheinlich ist, haben weder Kelten noch Westgoten oder Mauren archäologisch verwertbare Spuren auf dem Gebiet der Gemeinde hinterlassen. Der Ort lag an der Via de la Plata, einer von den Römern angelegten Militär- und Handelsstraße, zu der auch eine Brücke über den Río Órbigo gehörte. Im 15. Jahrhundert entstanden eine Burg und die fünfbogige Steinbrücke wurde erneuert. Die beiden Kirchtürme des Ortes stammen ebenfalls aus dieser Zeit und bezeugen seine relative Wohlhabenheit. Bis zum Jahr 1960 hieß der Ort Alija de los Melones.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die am Ortsrand stehende Burg von Alija (castillo) ist ein Werk des ausgehenden 15. Jahrhunderts. Sie hat einen quadratischen Grundriss mit vier dreiviertelrunden Ecktürmen und einem Bergfried (torre de homenaje) in der Mitte. Die bereits in Ruinen liegenden Gemäuer wurden im Jahr 1808 beim Abzug der hier stationierten englischen Truppen in Brand gesetzt und erst im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wiederaufgebaut.
  • Die aus Bruchsteinen erbaute Kirche San Esteban entstand bereits im 13. Jahrhundert; sie wurde jedoch im 16. Jahrhundert weitgehend umgebaut. Das dreischiffige Innere beherbergt mehrere barocke Altarretabel mit gedrehten ‚salomonischen Säulen‘; der eigentliche Schatz der Kirche ist eine restaurierte Artesonado-Decke aus dem 16. Jahrhundert.
  • Die mit einer holzpfeilergestützten Südvorhalle (portico) versehene Iglesia de San Verismo steht nahe bei der arkadengesäumten Plaza Mayor; sie entstand etwa zur selben Zeit und birgt ebenfalls einen sehenswerten Hauptaltar.

Umgebung

  • Die möglicherweise schon von den Römern erbaute fünfbogige Steinbrücke (Puente de La Vizana) befindet sich ca. anderthalb Kilometer südöstlich des Ortes. Sie wurde im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder ausgebessert, aber von den Fluten des Flusses wie von Menschenhand erneut teilweise zerstört – der heutige Zustand basiert auf einer Restaurierung im Jahr 1917 und behob Zerstörungen durch französische Truppen während der Napoleonischen Kriege im Jahr 1809.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alija del Infantado – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).