Sara Tröster Klemm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sara Tröster Klemm (* 2. Juni 1980 in Basel) ist eine deutsch-schweizerische Kunsthistorikerin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sara Tröster Klemm ist in Basel geboren und in Genf, Basel und Dresden aufgewachsen. Von 2000 bis 2002 studierte sie Kulturwissenschaften und Slawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und von 2001 bis 2006 an der FU Berlin Kunstgeschichte und Geschichte. 2003/2004 studierte sie an der Universität Paris-Sorbonne (Paris IV). Das Studium schloss sie bei Thomas W. Gaehtgens mit dem Magistergrad ab. Von 2010 bis 2014 folgte ein Promotionsstudium im Fach Kunstgeschichte am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden, wo sie im Jahr 2014 bei Jürgen Müller und Ulrich Bischoff über den zeitgenössischen Maler Tim Eitel mit summa cum laude promovierte. In ihrer Dissertation berücksichtigt sie die aktuellen Forschungen zum Bildbegriff und zur Malerei nahezu umfassend. Neben detaillierten kunstimmanenten Analysen einzelner Werke von Tim Eitel stellt sie den Künstler in eine Traditionslinie mit Marcel Duchamps Begriff des "Inframince", Gerhard Richter, Thomas Struths "Museumsbildern" bis hin zu den Altmeistern Diego Velázquez, Caspar David Friedrich und der niederländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts.

Sara Tröster Klemm ist als Autorin und Kuratorin tätig.[1][2] Von Ende 2014 bis Juli 2015 war sie Geschäftsführerin der Galerie m2a für zeitgenössische Kunst in Dresden.

Unter der Schirmherrschaft von Stanislaw Tillich und Scheich Nahyan bin Mubarak Al Nahyan, kuratierte sie die Ausstellung "Global Home – yes Paradise no" in den UAE. Sie zeigte die Künstler Benjamin Dittrich, Jörg Danielczyk, Stefan Guggisberg, Mandy Kunze, Khaled Al-Saai und Isabelle Krieg in Abu Dhabi, der Hauptstadt der UAE. Im Auftrag des Freundeskreises der Städtischen Galerie Dresden hat sie drei Bücher über die Dresdner Kunstszene in den Jahren 1990, 1991 und 1992 verfasst.[3] Torsten Klaus schreibt über das Jahrbuch 1990 in den DNN "Sara Tröster Klemm schaut darin ein Vierteljahrhundert zurück ins Nachwendejahr – und auf das, was damals die Dresdner Kunstszene bewegte. (...) Tröster Klemm schreibt all das sehr flüssig, fast flott. Umrahmt von den Fotos Betty Schöners ergeben sich 110 Seiten des Erzählens, ohne dass Langeweile aufkommt (...)."[4] "So entsteht ein aus vielen Einzelaspekten zusammengestelltes Bild der Stadt, ein Mosaik aus kleinen Themen."[5]

Tröster Klemm ist Mitglied im Verband Deutscher Kunsthistoriker, im Freundeskreis der HGB Leipzig und in der Graduiertenakademie TU Dresden. Sie ist auch als Schriftstellerin tätig.[6][7] Sara Tröster Klemm lebt mit ihren drei Kindern in Leipzig.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaft, wissenschaftliche Essays und Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sara Tröster Klemm. Zeit Online.
  2. a b Sara Tröster Klemm, M.A. – Landesinnovationspromotion „Ambivalenz und Oszillation in Werken von Tim Eitel. Ein Beitrag zur Erforschung des Kunstphänomens der Neuen Leipziger Schule.“ TU Dresden.
  3. 25 Kunst in Dresden. Jahrbuch 1990, Dresden 2015. ISBN 978-3-9817792-1-9.
  4. Torsten Klaus, Durch den Schleier eines Vierteljahrhunderts: Der Band "Kunst in Dresden" blickt zurück nach 1990, in: Dresdner Neueste Nachrichten, 30. Dezember 2015.
  5. Torsten Klaus, Mosaik der kleinen Themen. Fortsetzung einer Reihe: Das Dresdner Kunstjahr 1992 im Rückblick - aus der heutigen Perspektive, in: Dresdner Neueste Nachrichten, 21. Februar 2018.
  6. Sara Tröster Klemm, Der Blinde und die Taubstumme, in: Literaturcafé.de, 2007.
  7. Sara Tröster Klemm, Vollendete Zukunft. Unsere Welt in 100 Jahren: moderne Sklaven, automatische Schrippen und Briefe auf Papier. Eine Fiktion.
  8. Werbinich: Vollendete Zukunft., in: Der Tagesspiegel, 7. Oktober 2005.