Sarah Lesch

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Sarah Lesch (2018)
Sarah Lesch bei der Auftaktkundgebung des Fridays-for-Future-Klimastreiks am 20. September 2019 in Leipzig
Sarah Lesch bei einer Fridays-for-Future-Demonstration (2019)

Sarah Lesch (* 1. März[1] 1986 in Altenburg[2]) ist eine deutsche Liedermacherin, die mit Gitarre und Ukulele auftritt.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarah Lesch wurde im thüringischen Altenburg geboren und zog im Alter von fünf Jahren mit ihrer Mutter nach Baden-Württemberg. Ihr Vater Ralf Kruse ist ein Leipziger Musiker. Er spielte unter anderem bei Amor & die Kids und dem Original Erzgebirgs-Duo.[3][4][5] Sie hat väterlicherseits eine Halbschwester und einen Halbbruder, die sie erst während ihrer Zeit als Sängerin kennenlernte.[5]

Lesch schrieb Musik für Kindertheaterstücke[6] und arbeitete von 2009[2] bis 2013 als Erzieherin in Tübingen und ist seither vorwiegend als Musikerin tätig.[7] Sie ist Mutter eines Sohnes[8] und lebt seit Ende 2015 in Leipzig.[9][10]

Leschs Debütalbum mit dem Titel Lieder aus der schmutzigen Küche erschien 2012 in Eigenregie unter dem Alias „Chansonedde“, wurde 2015 von Rummelplatzmusik digital vertrieben und 2016 in Zusammenarbeit mit dem Label Kick The Flame auch als CD aufgelegt. 2015 veröffentlichte sie ihr zweites Studioalbum, Von Musen und Matrosen, bei Rummelplatzmusik unter ihrem bürgerlichen Namen. 2016 nahm das Leipziger Musikunternehmen Kick The Flame sie unter Vertrag. Dort erschien 2017 ihr drittes Studioalbum Da Draussen; im September 2019 folgte mit Den Einsamen zum Troste eine EP bei dem Label Räuberleiter GbR. 2020 publizierte sie mit Der Einsamkeit zum Trotze (bei Kick The Flame) ihr viertes Album, im November des nächsten Jahres folgte Triggerwarnung (bei Räuberleiter GbR).

Mit dem sechsminütigen Song Testament, den Lesch für ihren Sohn schrieb, gewann sie 2016 den in Wien ausgetragenen Protestsongcontest und beim Hermann-Hesse-Festival in Calw den zweiten Platz des Panikpreises. Der Song, der das Kind auf eine ungewisse Zukunft vorbereiten soll, erfuhr daraufhin große Verbreitung im Internet und wurde auch von rechtspopulistischen Websites und rechtsextremen Gruppierungen weiterverbreitet.[11][12] Sie distanzierte sich von dieser Vereinnahmung deutlich.[9] In ihrem Lied Der Kapitän singt sie über die Rettung von 37 Personen aus Seenot mit dem Schiff Cap Anamur durch Stefan Schmidt, ihren ehemaligen Schwiegervater.[13]

Lesch tritt seit 2013/2014 regelmäßig auf, vorwiegend auf kleineren Bühnen. Unter anderem war sie bei den Hamburger Küchensessions oder Inas Nacht zu sehen und trat beim Musikfestival Songs an einem Sommerabend auf.[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[18]
Der Einsamkeit zum Trotze
  DE 81 29.05.2020 (1 Wo.)
Gute Nachrichten
  DE 48 29.03.2024 (1 Wo.)

Alben

  • 2012: Lieder aus der schmutzigen Küche (2015 bei Rummelplatzmusik digital und 2016 bei Kick The Flame als CD aufgelegt)
  • 2015: Von Musen und Matrosen (Rummelplatzmusik)
  • 2017: Da Draussen (Kick The Flame)
  • 2020: Der Einsamkeit zum Trotze (Kick The Flame)
  • 2021: Triggerwarnung (Räuberleiter GbR)
  • 2024: Gute Nachrichten (Meadow Lake Music)

EP

  • 2019: Den Einsamen zum Troste (Räuberleiter GbR)

Liederbücher

  • Zu den ersten vier Alben gibt es ein Liederbuch mit allen Texten und Akkorden, allen Griffbildern (teilweise auch zur Ukulele) und weiteren exklusiven Gedichten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sarah Lesch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kubus Talk #02 «» Sarah Lesch (Eigene Aussage ab Minute 1:19)
  2. a b Marc Hettich: Lange wach bleiben mit offenem Herzen. In: Augsburger Allgemeine, 10. Juli 2015.
  3. Volly Tanner: „Ich liebe diesen Wahnsinn“. In: FRIZZ Leipzig, Heft September 2016, S. 8, (Interview).
  4. Sarah Lesch: „Wenn ich Leuten darüber erzähle, was ich erlebt habe, sagen sie: Wow, krass!“ In: Deutsche Mugge. 7. August 2018, abgerufen am 27. Dezember 2018.
  5. a b Mathias Wöbking: Ein Bus mit rotzigen Melodien auf der A9: Sarah Leschs erstes Leipziger Album. In: Leipziger Volkszeitung. 31. August 2017, abgerufen am 27. Dezember 2018.
  6. Bio – SARAH LESCH. In: www.sarahlesch.de. Abgerufen am 28. September 2016.
  7. a b Lindenbergs Panikpreis in Calw: Ritterschlag von Udo für Sarah Lesch | Tübingen | Nachrichten. Abgerufen am 28. September 2016.
  8. a b Sarah Lesch (Memento des Originals vom 13. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ardmediathek.de ARD-Mediathek, 8. August 2016.
  9. a b Sarah Lesch: Liedermacherin aus Leipzig gerät wegen Protestsong zwischen die Fronten von rechts und links. In: Mitteldeutsche Zeitung, 27. September 2016.
  10. Ein Bus mit rotzigen Melodien auf der A9: Sarah Leschs erstes Leipziger Album. Leipziger Volkszeitung, 10. August 2017, abgerufen am 12. November 2022.
  11. Noemi Mihalovici, Marc Röhlig: Diese Musikerin hat einen Protestsong geschrieben. Leider gefällt er rechten Hetzern. Bento.de, 26. September 2016.
  12. Dem Terror trotzt nur Liebe. Liedermacherin Sarah Lesch. In: Deutschlandfunk. 17. März 2017, abgerufen am 1. Juli 2017.
  13. Großer Artikel im Schwäbischen Tagblatt, 7. Januar 2015
  14. "Sarah, wir wollen ein Kind von dir!" – fm4.ORF.at. In: fm4.orf.at. Abgerufen am 28. September 2016.
  15. Verleihung des Nachwuchsförderpreises für junge Liedermacher in Kloster Banz zum 30. Mal im Rahmen der „Songs“. Pressemitteilung, Hanns-Seidel-Stiftung, 30. Juni 2016.
  16. Kleinkunstpreis an Kabarettist Koczwara. In: Badische Zeitung. 14. Januar 2017, abgerufen am 1. Juli 2017.
  17. Der Lessing-Preis des Freistaates Sachsen verliehen. In: kamenz.de. Stadt Kamenz, 21. Januar 2023, abgerufen am 22. Januar 2023.
  18. Chartquellen: Deutschland