Sascha Karberg

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Sascha Karberg (* 15. Oktober 1969 in Berlin) ist ein deutscher Biologe, Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor. Er schreibt unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Zeit Wissen, den Tagesspiegel, die Süddeutsche Zeitung, Technology Review, Cell und Geo.[1][2][3]

Karberg studierte ab 1990 Biologie an der Freien Universität Berlin und erhielt 1996 das Diplom. Bis 1999 absolvierte er dort am Institut für Genetik ein Promotionsstudium, von 1999 bis 2000 ein Wissenschaftsjournalismus-Studium.[2] Von 2008 bis 2009 war er Knight Science Journalism Fellow am Massachusetts Institute of Technology.[4]

Für seinen Artikel zur RNA-Interferenz in der deutschen Ausgabe des Technology Review wurde er 2004 mit dem von Sanofi-aventis gestifteten Heureka-Journalistenpreis ausgezeichnet.[5][6][7] 2006 erhielt er für seinen Artikel „Ein Schalter für die Gene“ in Zeit Wissen den Publizistikpreis der GlaxoSmithKline-Stiftung, für „Schwärmen für das Optimum“ in McKWissen den Matheon-Medienpreis.[3]

2012 führte Karberg zusammen mit Alexander Schlichter Regie im Dokumentarfilm „Die Gen-Köche – Biohacker und die genetische Revolution“. Darin liefern sie einen Einblick in die Möglichkeiten der Do-it-yourself-Biologie. Unter dem Arbeitstitel „DNA Cooking“ erhielten sie dafür 2010 den ersten Preis in der Kategorie „TV-Dokumentation“ beim Dokuwettbewerb des Bayerischen Rundfunks und Telepool.[8]

In seinem 2013 zusammen mit Hanno Charisius und Richard Friebe veröffentlichten Buch Biohacking: Gentechnik aus der Garage untersucht er die Biohacking-Szene in Europa und den USA.[9] Darin demonstriert Karberg unter anderem eine ungewöhnliche Anwendung von DNA-Barcoding, um den Verursacher von Hundekot vor seiner Haustür ausfindig zu machen.[10] Für Artikel zu diesen Themen erhielten die drei 2012/2013 den Hofschneider-Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus.[11]

Karberg lebt in Berlin, ist verheiratet und hat drei Kinder.[1][2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sascha Karberg. In: Perlentaucher. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  2. a b c LEBENSLAUF Sascha Karberg. In: Gewinner des Peter Hans Hofschneider-Recherchepreises für Wissenschafts- und Medizinjournalismus. Stiftung experimentelle Biomedizin, abgerufen am 17. Januar 2017 (PDF).
  3. a b Sascha Karberg - Wissenschaftsjournalist. In: Journalistenbüro Schnittstelle. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  4. Our microbiomes are us: An interview with KSJ alumni Hanno Charisius and Richard Friebe. In: Knight Science Journalism MIT. 9. Januar 2015, abgerufen am 16. Januar 2017.
  5. Gewinner: HEUREKA-Journalistenpreis. In: journalistenpreise.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  6. Sascha Karberg: Das Schweigen der Gene. In: Technology Review. 16. März 2004, abgerufen am 17. Januar 2017.
  7. Sascha Karberg: Das Schweigen der Gene. In: Technology Review. Band 2004, Nr. 4, S. 38–48.
  8. Die Gen-Köche. In: Bayerischer Rundfunk. 9. April 2013, abgerufen am 17. Januar 2017.
  9. Howard Wolinsky: The FBI and biohackers: an unusual relationship. In: EMBO reports. Band 17, Nr. 6, 1. Juni 2016, ISSN 1469-221X, S. 793–796, doi:10.15252/embr.201642483.
  10. Thomas Landrain, Morgan Meyer, Ariel Martin Perez, Remi Sussan: Do-it-yourself biology: challenges and promises for an open science and technology movement. In: Systems and Synthetic Biology. Band 7, Nr. 3, 2. August 2013, S. 118, doi:10.1007/s11693-013-9116-4.
  11. Gewinner des Peter Hans Hofschneider-Recherchepreises für Wissenschafts- und Medizinjournalismus. In: Stiftung experimentelle Biomedizin. Abgerufen am 16. Januar 2017.