Schlacht bei Magnano

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Schlacht bei Magnano
Datum 5. April 1799
Ort Bei Castel d’Azzano, heutiges Italien
Ausgang Österreichischer Sieg
Konfliktparteien

Frankreich 1804Erste Französische Republik Frankreich

HabsburgermonarchieHabsburgermonarchie Österreich

Befehlshaber

Frankreich 1804Erste Französische Republik Barthélemy Schérer

HabsburgermonarchieHabsburgermonarchie Paul von Kray

Truppenstärke
41.000 Mann 46.000 Mann
Verluste

8.000 Mann

6.000 Mann

Die Schlacht von Magnano ereignete sich am 5. April 1799 im Rahmen des Zweiten Koalitionskriegs. In dieser Schlacht siegte eine österreichische Armee unter dem Kommando von Paul von Kray über eine französische Armee, kommandiert von Barthélemy Schérer.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Frieden von Campo Formio, verblieb nur Großbritannien im Krieg mit Frankreich. Doch eine aggressive Außenpolitik der Franzosen provozierte die Habsburgermonarchie und das Zarentum Russland, weswegen diese sich mit Großbritannien zur Zweiten Koalition zusammenschlossen.[1]

In der Schweiz begannen die Feindseligkeiten zwischen Frankreich und Österreich im März 1799. Auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nationen siegten die Österreicher über die Franzosen in der Schlacht von Stockach. Am nächsten Tag kam es zu Kämpfen entlang des Flusses Adige zwischen Truppen von Schérer und von Kray. In der Schlacht von Verona siegten die Franzosen, sodass sie die Österreicher nach Verona zurückdrängen konnten, doch diesen gelang es, den Fluss bei Legnano zu überqueren.[2] Um Verona zu verteidigen, konzentrierte General Kray seine Truppen in der Umgebung der Stadt. Schérers Armee kam von Süden mit der französischen Festung Mantua im Rücken. Der französische Kommandant beschloss, die Adige zu überqueren, um Kray von Verona wegzulocken, doch schwere Regenfälle verhinderten die Umsetzung dieses Plans. Am 5. April kam es schließlich auf einem vom Regen durchnässten Feld in der Nähe des Dorfs Magnano, südlich von Verona, zur Schlacht.

Schlachtverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schérer setzte 41.000 Infanteristen und etwa 6.800 Kavalleristen ein. Die einzelnen Divisionen wurden von Hélie Désiré Perruquet de Montrichard, Claude-Victor Perrin gen. Victor, Jacques Maurice Hatry, Antoine Guillaume Delmas, Jean-Mathieu-Philibert Sérurier, und Paul Grenier befehligt. Kray befehligte etwa 46.000 Mann, zu denen seine eigenen Soldaten sowie Soldaten der Kommandanten Ignaz Karl von Mercandin, Michael von Fröhlich, Konrad Valentin von Kaim, und Johann von Zoph gehörten.

Schérer befahl den zwei Divisionen von Victor und Grenier, die rechte Flanke der Österreicher anzugreifen. Die Divisionen von Hatry und Montrichard sollten das Zentrum der Armee attackieren, sie wurden dazu unter das Oberkommando von Jean-Victor Moreau. Serurier sollte mit seiner einer Division den Angriff auf das Zentrum decken. Delmas’ Truppen waren in der Reserve, um später die Lücken in der französischen Formation zu füllen, die durch den Vormarsch der anderen Truppenteile, insbesondere der von Hatry und Montrichard entstanden.

Da beide Armeen gleichzeitig vorrückten, kam es bei Magnano zum Kampf. Der österreichische Kommandant befahl Mercandin, den linken Truppenflügel zu übernehmen, Kaim erhielt das Kommando über das Zentrum und Zoph das über den rechten Flügel. Prinz Friedrich Franz Xaver von Hohenzollern-Hechingen und Franz de Lusignan befehligten zwei Reservedivision.

Victor und Grenier, die zahlenmäßig überlegen waren, siegten an ihrer Flanke über Mercandin, welcher in dem Kampf getötet wurde. Sie drängten anschließend weiter nach Verona. General Kray entsandte von Hohenzollern-Hechingen, um Zoph zu unterstützen. Serurier wurde in einen langwierigen Stellungskampf verwickelt, in dem er schließlich erfolgreich war. Moreau gelangte es, die Österreicher zurückzudrängen, doch er erreichte keinen großen Erfolg. Delmas’ Truppen kamen spät zum Einsatz, doch er begegnete Kaims Truppen und schlug sie zurück.

Doch insgesamt entwickelte sich die Lage für die Franzosen negativ, da Schérers Truppen durch die zahlreichen Attacken und ihr Vorrücken schließlich sehr weit verstreut waren. Kray konnte seine Reserve-Truppen zum bis dahin sehr erfolgreichen französischen rechten Flügel vorrücken lassen. Dieser Angriff zwang Victor und Grenier, sich zurückzuziehen, woraufhin die französische Formation noch weiter auseinanderbrach. Kray entsandte außerdem Truppen zur ungeschützten Division von Demas, der ebenfalls zum Rückzug gezwungen wurde. Da die französische Formation zu diesem Zeitpunkt völlig zerstört war, zogen sich auch die übrigen Truppen schnell zurück.

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Seiten der Franzosen wurden etwa 3500 Mann getötet oder verletzt. Zusätzlich nahmen die Österreicher 4500 Mann gefangen und erbeuteten 18 Kanonen. Die Österreicher hatten 4000 Tote, darunter Mercandin, und Verletzte zu beklagen. Sie verloren weitere 2000 Mann durch Gefangenschaft.[3] Nach der Niederlage zogen sich die Franzosen unter Schérer zur Adda zurück, wobei sie einige zu verteidigende Stellungen zurückließen. So fiel Brescia am 21. April an die Österreicher. Schérer gab das Kommando über die Armee an Moreau ab. Der Sieger, Paul von Kray, erhielt eine Beförderung zum Feldzeugmeister.

Zur nächsten größeren Schlacht kam es am 27. April bei Cassano.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Chandler: The Campaigns of Napoleon. Macmillan, New York 1966.
  • David Eggenberger: An Encyclopedia of Battles. Dover Publications, New York 1985. ISBN 0-486-24913-1
  • Gunther Rothenberg: The Art of Warfare in the Age of Napoleon. Indiana University Press, Bloomington 1980. ISBN 0-253-31076-8
  • Digby Smith: The Napoleonic Wars Data Book. Greenhill, London 1998. ISBN 1-85367-276-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chandler, S. 255
  2. Smith, S. 149–150
  3. Rothenberg, S. 248

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]